Trump Harris Cannabis

Joe Biden nominiert seine Vizepräsidentin in spe und Kamala Harris wird beim Cannabis direkt von Donald Trump attackiert (Bild von vanessazoyd auf Pixabay).

Kaum hatte Joe Biden seine Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin der USA nominiert, da meldete sich sofort der Chef im Weißen Haus zu Wort – und Donald Trump attackiert die besagte Kamala Harris ausgerechnet beim Cannabis! Bei diversen Interviews hatte die demokratische Politikerin nämlich eingeräumt, früher gerne gekifft zu haben und dabei lief immer die Musik von Snoop Dogg, der ja selbst eine echte Ikone der Hanfkultur darstellt. Auch ist von Harris bekannt, dass sie sehr liberal auftritt und damit ist dem alten Tattergreis Biden zweifellos ein Wurf gelungen. Die Wähler können sich nun entscheiden zwischen zwei alten Männern Trump und Pence oder zwischen einem noch älteren Mann und einer recht frischen, schwarzen Frau. Jedenfalls beim Thema Cannabis sieht das gemischte Duo besser aus, auch wenn es bei Sleepy Joe selbst noch einiges anzuschieben gibt in Richtung einer neuen Hanfpolitik in den USA.

Trump und die „Nasty“ Frauen beim Cannabis

Wir wissen auch nicht genau, warum der Präsident bei vielen Frauen immer dieses Schimpfwort verwendet, vielleicht kennt ja mancher noch die Nasty Boys vom Wrestling. Das waren schlimme, im Prinzip asoziale Schläger ohne Hirn und so will Trump wohl auch politische Gegnerinnen verunglimpfen. Kamala Harris war kaum ernannt in der Live Übertragung, da bezog sich Donald umgehend auf ihre Aussagen zum Kiffen und meinte schlicht, sie lüge bei ihren Erzählungen mit der Rapmusik und dem gemütlichen Joint zu Hause. Wer einen Moment nachdenkt, erkennt das extrem schlaue politische Kalkül von Trump, der sich so wie immer erhofft, am Ende die Lorbeeren auf beiden Seiten einsammeln zu können.

Nichtstuer und Lügner beleidigen – und die Hanfdebatte abräumen?

Das ist durchaus möglich. Einmal geht es direkt um das Niedermachen und Verächtlichstellen der Kamala Harris als politische Kandidatin. Der Verweis, sie würde über das eigene Kiffen lügen, ist deshalb zum einen generell gemeint und stellt die Dame als prinzipielle Schwindlerin dar. Zum anderen jedoch spekuliert Trump damit auch auf Kiffer und Hanfpatienten, die mit seiner eigenen Cannabispolitik nach vier Jahren im Weißen Haus unzufrieden sind. Harris würde beim Hanf lügen und so auch nichts tun und das wäre in der Summe wiederum typisch für Joe Biden und sein Team – ein rhetorisch betrachtet schlauer Zug, aber ob das die Wähler glauben?

Der Präsident als Stabilitätsanker: Trump macht und machte immer Wahlkampf mit Veränderung, mit America als großer Nation again – doch nun inszeniert er sich und seinen Vize Pence als Felsen in der Brandung, der Harris und den senil wirkenden Biden verhindert und so auch den Untergang der USA. Beim Cannabis kann das durchaus positiv sein, weil Trump neue Wähler braucht, sich erratisch weiter inszenieren kann und sich nun zudem von Biden und Harris als Pro-Hanf Politiker absetzen muss. Immerhin gut 70% der Amerikaner wollen eine Legalisierung von Haschisch und Marihuana auf Bundesebene und nur ein total ignoranter Politiker etwa im Stil von Angela Merkel würde einen solchen Diskurs in der Bevölkerung einfach übergehen. Der Wahlkampf in Amerika wird also noch eine Ecke spannender dank Cannabis und einer (wahrscheinlich) kiffenden Kamala Harris und wir warten nur noch auf ein Statement von Snoop Dogg zur Vervollständigung.