Cannabis Darmerkrankungen Medizin

Cannabis als Medizin ist immer häufiger im Einsatz bei Darmerkrankungen und wir schauen auf Studien und geeignete Anwendung von Hanf (Bild von Christian Dorn auf Pixabay).

Erkrankungen vom Magen-Darm System sind nicht unbedingt so simpel zu behandeln wie etwa ein schmerzender Nacken und ganz folgerichtig interessieren sich viele Menschen für Medizinalhanf als möglicher Option aus der Naturheilkunde. Wir finden zum Thema Cannabis als Medizin bei Darmerkrankungen bereits eine Menge Studien und noch mehr positiver Erfahrungsberichte und wollen das mal in einen Überblick bringen. Von Morbus-Crohn bis zum chronischen Reizdarm werden Verbesserung durch die Cannabinoide berichtet und wissenschaftlich gesehen gibt’s dafür durchaus nachvollziehbare Gründe. Marihuana ist nicht umsonst viele Jahrtausende ein hochwertiges Heilmittel gewesen, ein echter Allrounder im Medizinkoffer und mit etwas Umsicht lassen sich Blähungen, Krämpfe und Schmerzen im Magen-Darm Bereich auch heute effizient lindern.

Mehr Lebensqualität durch Cannabinoide für Morbus-Crohn Patienten

Beginnen wir gleich mal mit einer der besonders fiesen Darmerkrankungen. Morbus-Chrohn präsentiert sich als chronische Entzündungen, die mit Schmerzen und Durchfall einhergeht und sogar mit weiterer Inflammation etwa der Gelenke. Entsprechend schwierig ist die Behandlung, da eben viele Patienten chemische Keulen nicht vertragen. Oft genug verschlimmern die nur den Pharmariesen nützlichen Präparate die Krankheit sogar noch und die Betroffenen erleiden zusätzliche Belastungen durch die Ignoranz ihrer Probleme.

Cannabis als Medizin ist da eine völlig logische Alternative, doch in Deutschland ist das dazu nötige Rezept leider nur sehr schwierig zu bekommen. Von der Krankheit nicht betroffene Politiker bevorzugen chemische Mittel zugunsten der Pharmaindustrie und so müssen sich kranke Leute oft heimlich den Hanf selber anbauen um ausreichend versorgt zu sein mit dem bewährten Heilmittel aus der Natur. 

Medizinalhanf schenkt Lebensqualität. Patienten mit Morbus-Crohn nehmen oft genug kaum teil am gesellschaftlichen Miteinander, müssen ständig aufs Klo und wir stoßen auf immer mehr Erfahrungsberichte, die vom Gras als endlich hilfreicher Arznei erzählen – nach einer oft jahrelangen Tortur durch die chemische Keule und der Weigerung selbst von Hausärzten und Krankenkassen, die nötige Therapie mit THC zu genehmigen.

Die Leute können dann besser schlafen, sind weniger durch Schmerz gepeinigt und ihre Entzündungswerte im Blut sinken deutlich. Auch wird dank Gras wieder mehr gegessen und man kann schon fragen, warum solche Verbesserungen erwachsenen Patienten in Deutschland nur extrem zögerlich gewährt wird durch ein zweifellos wenig fürsorgliches Gesundheitssystem. Gut eine Viertelmillion Menschen ist hierzulande von Morbus-Crohn betroffen und den meisten wird eine pflanzliche Therapie mit Medizinalhanf aktuell ohne Not vorenthalten.

Cannabis als Medizin bei Darmkrankheiten reduziert die Häufigkeit von Operationen

Das ist wissenschaftlich umfassend erforscht, wenn auch natürlich nicht in der Bundesrepublik. Studien konnten zeigen, wie die Medikation etwa von Steroiden um bis zu einem Viertel zurückgeht dank Hanf und dass Patienten viel kürzer im Krankenhaus bleiben müssen bei Morbus-Crohn. Es braucht um bis zu 13% weniger Eingriffe beziehungsweise Operationen Besserungen werden fast immer berichtet zum Marihuana und das bestätigt sich regelmäßig auch beim Abgleich mit den Daten von entsprechenden Placebo-Gruppen bei solchen Untersuchungen.

Medizinalhanf kann auch bei Reizdarm und einer Colitis Ulcerosa hilfreich sein: Diese Indikationen sind noch häufiger als die erwähnte chronische Entzündung im Darm und als belastende Symptome gelten hier vor allem Blähungen und ein starkes Völlegefühl. Eine Studie mit fast 10.000 Patienten zeigte deutliche Verbesserungen bei der Darmmotilität und es brauchte weniger endoskopische Untersuchungen dank der Cannabis-Arznei! Befragungen zufolge sind deshalb auch mehr als 90% der Hanfpatienten mit der natürlichen Alternative zur chemischen Keule zufrieden. Leider muss sich davon gut die Hälfte der Betroffenen das Gras beim Dealer und auf dem Schwarzmarkt kaufen und es wird Zeit, dass in der Gesundheitsversorgung nicht mehr die Pfründe von Apotheken und Pharmariesen, sondern die Interessen der Patienten in der Mittelpunkt gerückt werden.