Vaporizer Unfälle in den USA

In den USA sind gerade drei Leute nach dem Gebrauch von Vaporizern gestorben, viele erkrankten an der Lunge – im Verdacht stehen minderwertig und falsch befüllte Kartuschen. (Bild von Lindsay Fox auf Pixabay)

Seit einigen Tagen erreichen uns Meldungen aus den USA, wo offenbar eine ganze Reihe von Leuten nach dem Benutzen vom Vaporizer zum Cannabis verdampfen gesundheitliche Probleme bekam. Wir haben uns dazu die Berichterstattung erstmal gespart, weil man nicht jede Sau durch das Dorf treiben muss bevor dann endlich eine Klärung da ist – hier nun die aktuellen Informationen von den Gesundheitsbehörden in den Vereinigten Staaten. Falls Ihr eine Tour macht durch die USA und Haschisch und Marihuana kaufen wollt in den Legal States, dann ist das Verdampfen wirklich nur mit hochwertigen Qualitätsgeräten empfehlenswert vor Ort.

Derzeit sind mehr als 450 Leute betroffen in insgesamt 33 Bundesstaaten, davon haben viele Hanf verdampft, andere aber nur Tabak – und es treten Erkrankungen der Lunge auf, was bei drei Konsumenten sogar zum Tod geführt hat! Freilich gibt’s nun endlich eine nachvollziehbare Erklärung für diese tragischen Fälle und dabei spielt mindere Qualität die Hauptrolle.

Sollte ich mit dem Verdampfen jetzt aufhören?

Nein. Wer allerdings auf der Straße Mundstücke kauft und andere Teile für den Vaporizer, der kann im Gegensatz zum Fachgeschäft Probleme bekommen. In den USA gibt’s eben auch einen Schwarzmarkt rund um Cannabis-Produkte und die Regierung warnt nun vor unregulierten, ungetesteten Bauteilen, die verunreinigt sein können. Die Kartuschen stehen im Fokus, die beinhalten THC oder eben Nikotin und dabei werden offenbar überfüllte beziehungsweise bei der Mischung falsch gemischte Produkte angeboten!

Welche Symptome treten beim Konsum mit dem verunreinigten Vaporizer auf?

In vielen Fällen wird eine Lungenentzündung in Form der Lipidpneumonie diagnostiziert, bis dato bei Patienten, die entsprechendes Öl aus dem Verdampfer inhaliert haben. Entsprechend kompliziert kann der Krankheitsverlauf sein, das Öl lagert sich ab und es kommt zu Husten und Atembeschwerden, Schwindel und Müdigkeit direkt nach dem Konsum. Wer solcherlei bemerkt nach dem Verdampfen von Gras und zwar über das normale Maß hinaus, der sollte einen Arzt aufsuchen. Ähnliche Erkrankungen werden zum Beispiel beobachtet bei Leuten, die mit Nasenöl hantieren oder Paraffin gegen Verstopfung einnehmen.

Was sind die Ursachen für die Lungenerkrankungen?

Ganz sicher ist es noch nicht, aber offensichtlich ist Vitamin E Öl der Grund – gefunden wurde dies in den fraglichen Kartuschen quer durch die betroffenen Bundesstaaten und User. Das Vitaminöl gilt als sehr billiger Stoff zum Verarbeiten, die FDA als amerikanische Gesundheitsbehörde testet derzeit kräftig und neben dem Vitamin E wird für die Sicherheit der Konsumenten übrigens auch nach Opioiden, Giften und anderen Belastungen gesucht. Diese Tests müssen die Hersteller von Kartuschen durchlaufen – und da haben eben einige Geschäftemacher einfach getrickst.

Warum ist Vitamin E Öl verdächtig?

Wahrscheinlich ist der Verdünner schon vergangenes Jahr auf dem Schwarzmarkt für Vaporizer aufgetaucht und konkret wird bei der Beigabe zwar das THC selbst im Verdampfer verdünnt, doch eben nicht die Viskosität – der Hersteller ist nur über eine Website zu finden! Unter dem Namen Honey Cut zirkuliert das Öl in den USA und es gibt wohl noch ein paar andere Verdünner mit einem ähnlich gefährlichen Prinzip. Es ist also vergleichbar mit den Legal Highs wie Badesalz und Co, die ebenso für massive Schäden sorgen bei Leuten, die hier einfach nur Cannabis konsumieren wollen.

Wie könnt Ihr euch in den USA vor schadhaften Kartuschen für den Hanfkonsum schützen?

Relativ einfach: Egal ob Kalifornien, Oregon oder Colorado – kauft bitte jegliches Bauteil und jede Form von Haschisch und Marihuana in den Legal States nur in einer lizenzierten Dispensarie! Die sind leicht zu finden, ihr bekommt rund 30 Gramm Cannabis in feinsten Sorten und die Vaporizer sind Qualitätsprodukte. Verzichtet auf alle Offerten auf der Straße – die Legalisierung von Hanf führt zwar noch eine Weile zu alternativen, weil billigeren Angeboten beim Dealer, aber warum solltet Ihr euch für ein paar Dollar weniger gefährden? Und neben dem Inhalieren geht ja auch mal der klassische Joint, es gibt Cannabis zum Essen und Trinken, dazu selbst Salben und Cremes und alle legalen Produkten versprechen dem Kiffer einen guten Rausch und dem Hanfpatienten eine schonende Therapie ohne Nebenwirkungen.