Vom Kiffen in die NotaufnahmeNatürlich hat eine Legalisierung von Cannabis viele Vorteile und doch wollen wir immer auch die Risiken bedenken, sonst werfen uns die Anti-Hanf Ideologen noch eine Unterschlagung von Fakten vor. Aber klar, solcherlei wie hier gleich zu lesen ist zum einen kausal, also quasi unausweichlich, weil Haschisch und Marihuana nun mal Rauschmittel sind und kein Mineralwasser, zum anderen lassen sich die häufigsten Einlieferungen in die Notaufnahme wegen Cannabis aber auch verhindern, mit etwas Umsicht und einigen simplen Maßnahmen.

Fakten statt Gräuelpropaganda!

Auch ist es bezeichnend, dass Bundesdrogenbeauftrage und Co in erster Linie die Probleme aufzählen anstatt auch mal auf positive Aspekte zu verweisen: Cannabis kann helfen bei Abhängigkeit von Opioden, es schafft Jobs, bringt Steuereinnahmen und der kontrollierte Verkauf verhindert die Abgabe an Jugendliche. Die einzelnen Behandlungsfälle im Krankenhaus zeigen jedoch, wie wichtig eine umfassende, geregelte Freigabe ist, die beispielsweise Herstellern die Verpackungen vorschreibt oder Warnhinweise für einen eventuellen Überkonsum aufdruckt – Beratung und Aufklärung sind unverzichtbare Aspekte für eine gelingende Legalisierung der Hanfprodukte!

Aus diesen Gründen wird in der Notaufnahme wegen Cannabis behandelt:

  1. Kinder und Cannabis–Genussmittel

Hier wird die CSU jubeln und sagen „Wir haben es gewusst“, aber natürlich meint dieser Punkt den unbeabsichtigten Verzehr von Hanfkeksen und Co durch die Zöglinge. Auch Haustiere sind davon betroffen! Kekse mit THC sehen nun mal lecker aus und hier müssen die Hersteller der Cannabisprodukte an kindergesicherten Packs arbeiten, auch sollten diese Verpackungen nicht lustig aussehen und verlockend.

  1. Überdosierung mit Haschisch und Marihuana

Ja, ist eigentlich im engeren Sinne nicht möglich, dafür sorgt die Anordnung der Cannabinoid Rezeptoren im Körper, aber klar: Kiffer Touristen, die dieser Tage in Denver oder L.A. die Cannabis – Dispensaries aufsuchen und sich starke Sorten kaufen, diese dann vielleicht durch die Bong oder den Eimer rauchen, die finden sich manchmal eben in der Notaufnahme wieder.

  1. Zwanghaftes Erbrechen

Ein bis dato nicht nicht wirklich abgeklärtes Phänomen ist das zwanghafte Ergeben nach dem Kiffen, wobei dies auch mit Völlerei zusammenhängen könnte. Die Berichte dazu sind etwas undurchsichtig, weil die Patienten in Behandlung zwar einen Konsum einräumen, zugleich aber auch gegessen und vielleicht die in USA üblichen Megapackungen Softgetränke konsumieren. Alles in allem reagieren offenbar einige wenige Personen sehr empfindlich und das führt zu Störungen im Magen–Darm–Bereich.

  1. Legal Highs und THC Fake–Produkte

Eigentlich gehören diese Sachen hier gar nicht rein und auf unsere Seite, aber natürlich wird beim Konsum von Badesalz und anderem Zinnober gleich der Wink hin zum Cannabis gemacht. Die Fake Grassorten jedenfalls imitieren die Optik von Marihuana, zugleich potenzieren sie jedoch die Stärke des eigentlichen Naturprodukts zu einer chemischen Kampfkeule und das wirft viele Leute um, logisch. Halte Dich am besten von diesem Schmutz fern, für unseren Organismus sind Legal High eine ziemlich massive Belastung!

  1. Unfälle beim Kochen von Haschischöl

Immer wieder versuchen einige Hobbyköche das goldene Haschöl selbst zu produzieren und setzen dabei auf Feuerzeugbenzin und andere gefährliche Stoffe. Hier solltet Ihr euch nach Alternativen umschauen, zumal es heute schon ausgezeichnete THC–Pressen gibt auf dem Markt.

Fazit: Die in Colorado, USA erhobenen Daten zeigen einen Anstieg der Fälle, die wegen oder rund um Cannabis in das Krankenhaus eingeliefert worden und es wird deutlich, dass eine Legalisierung in diesem Bereich wahrscheinlich auch zu mehr Arbeit für die Ärzte und Schwestern führt. Freilich arbeiten die Behörden mit Hochdruck an der Kennzeichnung und einem noch besseren Ausbau zur Absicherung der Produkte, was dann ziemlich sicher mit wenigen Unfällen auch zum Ausdruck kommen dürfte.