Cannabismedizin bei Aktien

Während alle Welt in Hanf Aktien investiert hat, die vor allem auf die Legalisierung als Genussmittel setzen, schauen wir uns mal die Medizin als Investment an beim Hanf – lohnt sich das vielleicht noch mehr? (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)

Seit einiger Zeit laufen Cannabis Aktien nicht mehr so rund wie zuvor und das hat mit verschiedenen Aspekten zu tun. Vor allem der Gesamtmarkt steht unter Stress und Hanf Papiere werden mit ihren speziellen Risikoprofil schnell verkauft, wenn der Markt einbricht – doch bieten sich bei Rücksetzern immer wieder gute Chancen für einen Einstieg. Wir wollen heute mal schauen, warum Cannabismedizin als Geschäftsmodell längst nicht ausgedient hat in Zeiten der Legalisierung von Haschisch und Marihuana. Wer in attraktive Forschung und passgenaue therapeutische Angebote bei entsprechenden Cannabis Aktien investiert, der kann einen jenseits aller Verwerfungen am Markt bestehenden Trend reiten – hier dazu einige wichtige Infos.

Zahlen und Ausblick für Hanf als Therapie und Genussmittel

Weltweit hat sich der legale Verkauf von Cannabis in den entsprechenden Fachgeschäften von Kanada bis Uruguay auf etwa 11 Milliarden Dollar gesteigert – Schätzungen für die nächsten Jahren sind viel höher und Experten vergleichen Hanf zu Recht mit anderen Genussmitteln wie Brause, Zigaretten und Kartoffelchips. Solche Wachstumschancen zu ignorieren nur weil derzeit die Kurse schwächeln wäre absurd, doch es gilt den Blick zu schärfen – im Markt für Hanf als Genussmittel treiben sich auch viele Unternehmen herum, die sind wenig wert und können noch überleben, weil eben die Schätzungen hier gut das Doppelte beim Umsatz betragen gegenüber der Cannabismedizin.

Zugleich aber stellt sich die Frage: Warum bezahlen Hanfpatienten in den USA, Deutschland und UK höhere Preise für ein Produkt, das sich nur gegen Beratung beim Arzt und auf Rezept erhalten lässt? Hierzulande holen sich nicht wenige Leute ein Privatrezept für Haschisch und Marihuana und bezahlen dann auf eigene Kasse die hohen Graspreise. Cannabis wirkt und hilft und Anlegern sollten diesen Trend im Auge behalten – aus gleich mehreren Gründen:

  • Patienten verwenden die Medizin häufig: Eine Therapie wirkt nun mal besonders gut, wenn sie konsequent dauerhaft angewendet wird und auch in Ländern wie Kanada zeigt sich, dass die Leute beim Hanf sehr treu sind, immer wieder kommen und hier eine langfristige Verwendung entsprechender Produkte recht zuversichtlich bestehen bleibt,
  • Höhere Margen: Im Gegensatz zu Cannabis als Genussmittel geben Patienten eine Menge Geld aus für alternative Produkte wie Konzentrate, Verdampfer, Hanföl oder auch für Speisen und Getränke mit THC oder THC. Das bringt den Unternehmen weit mehr Einnahmen als die bloßen Marihuana-Blüten, bei denen oft auch noch ein Überangebot besteht.
  • Globaler Markt mit großen Chancen: Das gilt zwar auch für Genussmittel, aber erstmal kommt Cannabismedizin als legales Produkt und bis dato haben das schon mehr als 40 Staaten weltweit erlaubt. Warum also auf die Freigabe warten, wenn entsprechende Unternehmen bei den Therapien schon lange Kasse machen?
  • Quer durch alle Generationen investieren: Klar ist Gras legal für den Genuss super interessant, doch Studien zeigen auch, wie jüngere Leute in den USA weniger rauchen, sondern verdampfen und diese Generationen wachsen mit Cannabis als Medizin auf. Hier bieten sich auf Jahrzehnte Chancen, was zugleich auch für die alternden Gesellschaft zutrifft – Senioren sind schon länger äußert engagiert in der Hanfmedizin und setzen viel weniger auf bloßes Kiffen zum Spaß.
  • Megatrend CBD: Das nicht berauschende Cannabidiol ist äußerst beliebt, dazu außer in China fast überall legal und verständlicherweise neben seinen Eigenschaften als Life-Style Produkt vor allem ein Kassenschlager, weil CBD-Öl nun mal höchst medizinische Vorteile hat. Allein in den USA dürfte dieses Segment allein in den nächsten fünf Jahren auf über 20 Milliarden Dollar Umsatz wachsen – ganz logisch bieten sich da enorme Investment Chancen.

Wie finde ich die passenden Hanf Aktien rund um Medizin?

Durch einen Unternehmenscheck: Weniger wichtig ist zum Beispiel die Produktion von Cannabinoiden an dieser Stelle, sondern die Entwicklung konkreter Therapien und Angebote für eine erfolgreiche Anwendung von Hanfmedizin. Wo wird geforscht und welche Zusammenarbeit gibt es etwa mit Pharmaunternehmen? Wir kennen beim Genussmittel Cannabis die Kooperationen mit Bierbrauern und Tabakherstellern – im Bereich Medizin hingegen empfiehlt sich der Austausch mit Playern am Markt, die an personalisierter Therapie und innovativer Arznei arbeiten. Schaut deshalb auch auf neue Studien und auf Firmen, die beim Hanf dann entsprechende Offerten an die Patienten bringen – der Megatrend Cannabismedizin lässt sich noch viel länger und stärker reiten als bisher, was sich dann auch bald wieder in höheren Kursen solcher Unternehmen wird widerspiegeln.