Kanada Umfrage Drogenpolitik

Eine neue Umfrage in Kanada zur Drogenpolitik zeigt die Zufriedenheit mit der Cannabis Legalisierung, bei anderen Substanzen aber noch Zurückhaltung (Bild von James Wheeler auf Pixabay).

Gott wohnt und schlemmt bekanntlich schon lange nicht mehr in Frankreich und wenn im Himmel Cannabis geschätzt wird wie auf Erden, dann dürfte man sich in diesen Tagen wohl vor allem in kanadischen Regionen niederlassen – bald drei Jahre schon hat das Land mit dem Ahornblatt in der Flagge Gras legalisiert für Erwachsene. Nun gibt’s aus Kanada gerade eine sehr spannende Umfrage zur Weiterentwicklung der Drogenpolitik, deren sinnlose Verbote nichts bringen und die nur noch in Ländern wie Deutschland, Iran und Nordkorea auf Überwachen und Strafen setzt. Wir sehen auch in den USA verschiedene Initiativen zur Freigabe respektive Entkriminalisierung aller Substanzen, wegen deren Gebrauch überall auf der Welt Existenzen durch staatliche Gängelei zerstört werden. Sind die Menschen in Nordamerika schon weiter und stimmen zu, dass es sich bei der sogenannten Drogensucht vor allem um eine Zuschreibung durch Justizbehörden und Politiker handelt, die bei entsprechender Eigenverantwortung beim Konsum nur einen Bruchteil der Menschen betreffen würde oder braucht es noch Zeit für neue Wege?

 Mit Cannabis Legalisierung sehr zufrieden!

Vor der Freigabe bemühte sich die Bundesregierung unter Justin Trudeau um eine faire Debatte und um Aufklärung, was den Menschen mehr hilft in der Beurteilung einer Sachlage wie beim Cannabis als die endlosen Fake News, mit denen zum Vergleich hiesige Politiker auch in 2021 immer noch meinen Stimmen fangen zu können. So stimmen dann rund zwei Drittel zu, dass es sich bei der Freigabe von Haschisch und Marihuana um einen durchschlagenden Erfolg handelt – die Ablehnung gegenüber Gras als Medizin und Genussmittel ist besonders stark bei

  • Frauen,
  • Leuten über 55 Jahren und
  • Kanadiern, die im französischsprachigen Bundesstaat Quebec leben.

Letzterer war ja auch ein bisschen verzögert in der Entwicklung und dort hatte lange Zeit die Katholische Kirche das Sagen etwa in der terminologisch geradezu sagenhaft klingenden Epoche der „Großen Verdunkelung“ während der 1950er Jahre. Vielleicht wirkt das nach, doch wie zu erwarten sind auch die Anhänger eher zurückgebliebener Parteien wie das bei uns etwa die CDU/CSU darstellt gegen Cannabis, kommen aber dank der Legalisierung mit ihren Drohgebärden glücklicherweise in Übersee nicht mehr zum Zuge.

Sollen auch andere Drogen für Erwachsene erlaubt sein?

Denken wir hier zum Beispiel an Psychedelika wie die berühmten Zauberpilze, an MDMA und Ketamin, was für sich genommen sicher Substanzen sein können, die eines Tages ihre Rolle als Therapeutikum spielen könnten etwa in der Bewältigung von Traumata. Im Gegensatz zum Hanf werden diese Präparate medial meistens als „harte Drogen“bezeichnet und es gibt auch in Kanada schon Programme, bei denen etwa Heroin durch staatliche Stellen an Junkies ausgegeben wird, was wiederum die Kriminalität und vor allem die Gesundheitsgefährdung solcher Personen reduziert.

Während für solche Hilfsangebote immerhin gleich 70% zustimmen ist das bei der generellen Freigabe aller Substanzen für den Konsum viel geringer. Crack, Kokain, Crystal Meth wollen maximal 15% für alle erlauben und hier sinkt die Akzeptanz rasch und deutlich je älter die Befragten sind. Übrigens kaufen an dieser Stelle die meisten Kanadier das legale Gras im Fachgeschäft, während bei uns die Bundesdrogenbeauftragte Ludwig ohne jeden wissenschaftlichen Nachweis schwätzt, eine Freigabe von Cannabis brächte keine Einschnitte für den Schwarzmarkt, aber irgendeine Kompetenz dieser Politikerin für ihr Amt ist sowieso schon seit dem Amtsantritt nicht zu erkennen.