Cannabis Wurzeln

Ein kurzer Überblick zur Pflege der Wurzeln beim Cannabis, schließlich braucht der Hanf eine starke Verankerung im Erdreich für bestes Marihuana (Bild von Nasah Rwafa auf Pixabay).

Bei den Cannabis Wurzeln ist der Erkenntnisgewinn natürlich nicht sofort immer sichtbar wie an den Blättern oder gar Blüten – erst am Ende einer Ernte können wir schließlich den Hanf wieder ausgraben und uns die Verwurzelung genauer ansehen. Doch die Verästelung im Boden ist für gutes Gras ungemein wichtig, das Cannabis nimmt hier Nährstoffe und Flüssigkeit auf, widersteht zudem Wind und Wetter mit starken Wurzeln. Düngen lohnt sich ganz logisch ebenfalls nur, wenn das Wurzelwerk die Zugabe überhaupt verwerten kann und so hängt am Ende die Qualität vom Marihuana beim Hanf anbauen von jenem nicht sichtbaren Pflanzenteil ab, den wir uns heute mal ein bisschen genauer betrachten wollen.

Leichtes Substrat zur Kontrolle der Cannabis Wurzeln

Das empfiehlt sich, wir nennen mal Erde mit Keramsit oder Perlit, und Ihr könnt die Verwurzelungen bei solchem Boden leichter checken als im ohnehin für Hanf nicht sonderlich empfehlenswerten, hartgebackenen Lehm. Immer gilt bei der Zucht im Topf: Wächst die Cannabis Wurzel in Richtung Topfboden und schließlich dort heraus, ist die Farbe weiß und finden sich weiche Härchen, dann ist alles Ordnung – doch jegliche Verfärbung oder gar faulige Stellen sind ein Warnhinweis. Hier ist übrigens immer der Blick auf alle Spots wichtig, da nicht jede Hanfpflanze exakt gleich wächst und eventuell an schlechten Wurzeln leidende Gewächse eine spezielle Behandlung brauchen. 

Freilich ist in vielen Fällen die Wurzel auch nicht bis zum Boden vom Topf durchgewachsen, sondern wickelt sich im Prinzip immer mehr ein, was Ihr dann wie schon erwähnt leider erst nach der Ernte wirklich untersuchen könnt. Sehr schmales Astwerk im Boden und eben die Verfärbungen beziehungsweise allzu weichen, matschigen Stellen weisen auf Wurzelfäule hin und die sollten Hanfbauern selbstverständlich vermeiden. 

Das Gießen der Cannabispflanze kontrollieren

Weder das Gießkannenprinzip noch die Sprühflasche wie bei Sukkulenten reicht für Cannabis aus und viele Züchter schauen sich den Boden an, testen beispielsweise

  • den ph-Wert,
  • den EC-Wert als elektrische Leitfähigkeit und damit ein Hinweis auf Salz im Boden und
  • die allgemeine Feuchtigkeit zur Vermeidung von Faulprozessen.

Mit etwas Erfahrung bekommt Ihr hier aber schnell den Überblick, da sich kein Hanf Grow im nächsten Jahr extrem unterscheiden wird, es also den berühmten grünen Daumen braucht durch Übung und immer wieder Kontrolle der Spots. Empfohlen wird zum Beispiel das Gießen von unten, es gibt hier passive Bewässerungssysteme und die Wurzeln, für die ja schließlich das Wasser bestimmt ist, bekommen ausreichend Flüssigkeit. Hydrokulturen hingegen sind besonders transparent, ein Blick auf das Wurzelwerk ist bei solchen Methoden wie übrigens auch beim Keramsit naturgemäß einfacher. Verwendete Rockwoolmatten lassen sich simpel anheben, die beständige Wurzelkontrolle ist für viele Züchter so garantiert.

Sämlinge und die ersten Wurzeln

Hier müssen wir natürlich auch beginnen und wenn das Cannabis outdoor oder indoor zu wachsen beginnt noch in der Keimphase, dann sind die kleinen, feinen Wurzelfäden sehr aussagekräftig über die Kraft der Spots. Am besten ist schon bald ein Wurzelballen und natürlich müssen wir jeden Schädling vermeiden, da beispielsweise kleinste Insekten schon gerne auch an den Hanfwurzeln knabbern – wir nennen stellvertretend mal die Trauermücken mit ihrer für Grasbauern unsittlichen Verhaltensweise, Eier doch gezielt in Substrate abzulegen. Kriechen dann dort die Larven raus, dann ist ihr erstes und letztes Menü die Wurzel vom Cannabis. Hilfreich ist ein im Handel nachzufragender Stimulator für das Wurzelwerk.

Besonderheiten bei der Marihuana-Blüte: Den Stimulator solltet Ihr dann in der Blütephase jedem zweiten Gießvorgang hinzufügen, das jedoch dann etwa drei Wochen vor dem Ernten beenden. Einige Züchter belüften selbst das Wasser zum Gießen und der Sauerstoff hilft dann ebenso den Wurzeln für ein kräftiges Astwerk im Boden. Vergleichen der Pflanzen ist wichtig, ein Check Up der Standorte regelmäßig durchzuführen und Ihr lernt dann mit wenig Mühe, wie die Wurzeln profitieren und könnt diese Erfahrungen beim künftigen Cannabis anbauen immer weiter verfeinern.