CBD-Cannabis Legal Highs

In Zürich wird offenbar CBD-Cannabis mit Legal Highs gestreckt, was bei vielen Leuten zu gesundheitlichen Belastungen führt dank der Verbotspolitik (Bild von Jörg Vieli auf Pixabay).

In der Schweiz und genauer in Zürich sind Kiffer, Hanfpatienten und auch die Behörden beunruhigt: Seit einiger Zeit häufen sich Fälle von schweren gesundheitlichen Belastungen bei Leuten, die im Park oder am Bahnhof Cannabis kaufen. Offensichtlich wird von einigen Dealern CBD-Cannabis mit Legal Highs gestreckt, was ein enormes Risiko darstellt für die Konsumenten. Gestrecktes Gras ist zwar nichts neues auch bei den Eidgenossen, doch dieser Tage passiert das gehäuft und wir wollen mal schauen, welche Risiken bestehen beim Konsum und wie sich eigentlich gestreckter Hanf erkennen lässt.

Wie passen CBD-Cannabis und die Legal Highs zusammen?

Gar nicht. CBD ist ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze, das von Millionen Menschen auf der ganzen Welt wegen seiner nicht psychoaktiven, dafür jedoch körperlich sehr wohltuenden Wirkung geschätzt wird. Grundsätzlich ist das in Europa auch fast überall erlaubt im Gegensatz zum berauschenden THC und Interessierte können das Cannabidiol in sehr guter Qualität im Geschäft oder online kaufen. Es gibt dazu nicht nur CBD-Öl, sondern unter anderem auch Grasblüten – und genau hier liegt das Problem.

Auf der anderen Seite nämlich sind Legal Highs wie Spice oder Badesalz bekannt für einen gerade zu extremen Rausch: Im Labor werden Cannabinoide wie vor allem THC nachgebaut, in biochemischer Perfektion und die dann enormen Werte sind für unseren Organismus einfach zu viel. Natürlich ist Hanf seit Ewigkeiten als Medizin und Genussmittel in Gebrauch, doch dabei konsumieren wir Pflanzenreste und keine puren Chemikalien. Ganz folgerichtig kippen die Leute reihenweise um, was schon vor längerer Zeit zu einem Verbot dieser Substanzen geführt hat.

Warum wird das von den Hanf Dealern gemischt?

Aus finanziellen Gründen. CBD-Gras lässt sich unkompliziert im Internet kaufen und weil das Marihuana ohne Rausch fast genauso aussieht wie echter Hanf bietet sich die Beimischung von Legal Highs für einige Verbrecher an. Wer beim Cannabis kaufen dann einen Zug vom Joint will zur Probe, der ist sofort stoned und wird nicht merken, dass hier eine Chemiewaffe veräußert wird. Kiffer und Hanfpatienten schauen beim Kauf vor allem auf die Wirkung und wenn es knallt, dann scheint alles in Ordnung. Schwieriger und viel teurer ist da echtes Marihuana und Dealer sind am Ende immer skrupellose Geschäftsleute, die in der Illegalität alles in Ruhe planen und verkaufen können.

Gefahren beim Kiffen sind beträchtlich: Herzrasen, Atemnot, starker Schwindel – bei Legal Highs lässt sich sehr wohl von Rauschgift sprechen, was für echten Hanf nicht zutrifft. Die Leute konsumieren nicht selten per Bong oder Eimer, ziehen sich große Mengen rein. Mit Cannabis per se ist das kein Problem, aber mit Spice und Co im Sieb sind auch Todesfälle möglich. Als das Gift noch erlaubt war – in der Schweiz und Deutschland von unfähigen Politikern einfach übersehen – kam es zu schweren Beeinträchtigungen bei den Konsumenten und natürlich setzt sich das im Verborgenen weiter fort. 

Was tun die Behörden in Zürich?

Die sind immerhin schon aufmerksam geworden und haben die Vermutung zu den Legal Highs sofort öffentlich gemacht. Zugleich sind solche Vorgänge, die nicht selten vorkommen auch in Deutschland, leider bis dato noch kein Anlass, endlich die Legalisierung von Cannabis für erwachsene Bürger durchzusetzen – der einzigen wirkungsvollen Methode gegen Dealerei und verseuchten Hanf! Müssen immer erst Leute sterben, bis die Politik in der Schweiz und in den Nachbarländern tätig wird? Unzählige Studien beweisen, dass Gras und Haschisch bei einer Freigabe sicher sind, getestet und zertifiziert – warum gilt beispielsweise das Reinheitsgebot beim Bier und beim Cannabis dürfen Kriminelle ganze Bevölkerungsgruppen vergiften. Es bleibt zu hoffen, dass das Kroppzeug in Zürich gefasst und hinter Gitter gebracht wird, am besten wegen zigfachen versuchten Totschlags.

Lässt sich gestrecktes Cannabis erkennen?

Ja und nein oder besser gesagt: Es kommt darauf an. Haschisch zum Beispiel als klebriges Konzentrat wird manchmal mit Schuhcreme oder Henna als zum Verwechseln ähnlichen Pflanzenfarbstoff angeboten und hier reicht meistens das Riechen am Piece. Auch ein kurzes Abbrennen eines kleinen Stücks Haschisch hilft bei der Bewertung – Hasch verbrennt nicht einfach so, sondern wird sofort weich und knetbar, Henna hingegen wird nach dem Ausschalten des Feuerzeugs umgehend steinhart.

Beim Gras ist es schwieriger und natürlich ist das Mixen von CBD-Blüten mit Legal Highs zwar verwerflich, aber nicht dumm. Die kleinen Chemikalien sehen häufig aus wie eine Kräutermischung, was schlecht zu erkennen ist im Beutel mit Hanf, den Kiffer bei den Dealern erwerben! Der Geruchstest kann zwar Aufschluss bringen, aber kaum in der Öffentlichkeit, sondern nur in Ruhe und ohne störende Einflüsse. CBD-Gras riecht schwächer als richtiges Marihuana.

Unser Tipp: Cannabis zum Kiffen und damit für den Rausch hat bei den allermeisten Sorten selbst bei unsachgemäßer Handhabung immer noch sichtbare, leicht glitzernde Trichome am Start. CBD-Gras hat das nicht, sondern ist die pure, robuste Hanfblüte. Auch klebt es beinahe nicht wegen dieser fehlenden Bestandteile und Ihr könnt zumindest schon mal ausschließen, dass euch in puncto Berauschung wirkungsloser Hanf angeboten wird. Um die Legal Highs zu erkennen ist der erwähnte Zug am Joint hilfreich und am besten packt Ihr nur ganz wenig von dem gekauften Marihuana rein – knallt dieses extrem stark und lange nach nur einem Zug, dann ist wahrscheinlich auch die eine oder andere Chemikalie mit drin.