Kanada investiert in Cannabis Forschung - Symbolbild

Kanadas Regierung steckt gut 25 Millionen Dollar in die Erforschung von Cannabis – so geht Gesundheitspolitik in 2019 und wir zeigen auf, welche Projekte mit dem Steuergeld gefördert werden beim Hanf. (Bild von Marsel Assyrian auf Pixabay)

Solcherlei ist in Deutschland unvorstellbar: Während hierzulande Milliarden an Steuergeldern für Klientelpolitik vom Feinsten hinausgeworfen werden, packen andere Länder an und investieren in die Zukunft der Gesundheitspolitik – aktuell zu beobachten in Kanada, wo die Regierung gut 25 Millionen Dollar zur Erforschung von Cannabis selbst in die Hand nimmt. Vor Ort sind Haschisch und Marihuana seit letztem Jahr legal für Erwachsene und die Politik will noch besser verstehen, was sich mit dem Heil- und Genussmittel Hanf alles anstellen lässt.

Insgesamt 26 Forschungsprojekte werden gefördert

Ganz konkret möchte die kanadische Regierung erforschen, wie sich Cannabis und dabei Cannabinoide wie das effektive CBD bei Schmerzen und Angststörungen auswirken. Ist es sinnvoll, beispielsweise CBD Öl bei Schlaflosigkeit anzuwenden? Das erforscht nun die Politik und eben kein Lobbyverband mehr nur allein und uns zeigt das, wie ernst Cannabis in Kanada als neues, vielversprechendes Heilmittel genommen wird. Auch Krebs, chronischer Schmerz und Entwicklungen im Gehirn sollen mit den öffentlichen Fördergeldern untersucht werden.

In der Summe geht es um verbesserten Schutz der Kanadier, so die offiziellen Statements. Der Gesundheitsminister höchstpersönlich gibt an, dass man mit den Erkenntnissen Ärzte, Gesundheitseinrichtungen und Anbieter für entsprechende Dienstleistungen etwa in Privatkliniken instruieren wird, was sich lohnt und wo ein Rezept für Hanf hilfreich sein kann. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es keinerlei Anweisungen und schon gar keine Forschung, weil auf diese Weise maximale Unsicherheit bei Medizinern und Patienten rund um Cannabis erzeugt werden soll!

Die vollständige Cannabis Legalisierung

Freigabe von Haschisch und Marihuana zum Verkauf, der Anbau von Cannabis, der Besitz und Transport – das alles sind wichtige Aspekte und Kanada geht nun die entscheidenden Schritte noch weiter und investiert in die Forschung, erteilt zudem Amnestien bei Hanf Vergehen in der Vergangenheit und verbessert außerdem noch Testgeräte auf THC und vieles mehr. Das ist in der Summe eine wirklich vollständige Legalisierung! In den USA etwa, wo es die Legal States gibt von Colorado bis Oregon, darf nur auf Ebene der Bundesstaaten verkauft und geforscht werden, während die Donald Trump unterstehenden Bundesbehörden lediglich Nutzhanf erlauben.

Die eingangs erwähnten 25 Millionen Dollar sind aufgeschlüsselt, unter anderem wird Geld von Seiten der Regierung investiert in:

  • öffentliche Gesundheitsfürsorge und Erforschung der Bedürfnisse von Patienten,
  • mentale Gesundheit und ein Fokus auf Erkrankungen des Gehirns,
  • Forschung an den Universitäten, wo sich Studenten in Seminar, Vorlesung und im Labor intensiver befassen sollen mit Haschisch und Marihuana.

Am Ende steht auch die Verbesserung des Jugendschutzes: Wie lässt sich Cannabis am besten verstehen und entsprechend gesellschaftlich debattieren, dass Gras eben nicht in die Hände und Lungen von Heranwachsenden gerät? Deutschland setzt auf sinnlose Verbote und tut nichts wie so oft, während in Kanada die Regierung vorausblickt und ihre Bürger nicht nur fair, sondern auch fürsorglich beim Thema Gesundheit behandelt.