Cannabis Amnestie Thailand

Ab dem heutigen 9. Juni 2022 gilt in Thailand eine Amnestie für Kiffen und Cannabis und viele Menschen dürfen endlich das Gefängnis verlassen (Bild von 0fjd125gk87 auf Pixabay).

In der Bundesrepublik schmoren auch in 2022 immer noch unzählige Leute im Knast für den Konsum der uralten Heilpflanze Hanf und selbst Entwicklungsländer sind uns bei der Drogenpolitik um Lichtjahre voraus. Ein aktuelles Beispiel ist Thailand, wo ab heute eine generelle Amnestie für Cannabis und Kiffen gilt und deshalb alle Verurteilten aus dem Gefängnis entlassen werden. Auch laufende Verfahren wegen Haschisch und Marihuana sind ab sofort eingestellt. Grund für diese echten Lockerungen rund um THC und andere Cannabinoide ist die Legalisierung von Weed selbst, die bei den Thais sogar durch eine Militärregierung unterstützt wird! Wieso ist so etwas im durch eine Freiheitspartei mitregierten Mitteleuropa und damit in unserer BRD nicht möglich? Und lohnt sich für die nächste Reise nach Thailand eigentlich schon der beliebte Cannabis Tourismus für den relaxten Joint am Strand von Trauminseln wie Ko Samui und Phuket?

Strafverfahren wegen Hanf werden durch die Freigabe endlich beendet

Auch in Thailand durften sich viel zu lange Polizei und Justiz als Sittenwächter aufspielten, galten Cannabinoide von THC bis CBD als angebliches „Rauschgift“ und wurde ohne Not ein vielseitiges Heilmittel samt aller weiteren Verwendungen verboten. Das ist nun vorbei und die lange überfällige Freigabe von Cannabis ist neue Gesetzgebung. Wir hatten schon berichtet, dass die Regierung selbst Hanfpflanzen an die Landsleute verschenkt und jeden Haushalt zum Cannabis Anbau auffordert – bekanntlich kann Gras bei Schmerzen, Stress und Entzündungen genauso gut helfen wie als Lebensmittel rund um nährstoffreiche Hanfsamen oder als Material zum Bauen, Weben, Autofahren.

Die Amnestie ist umfassend und gerecht: Geleistete Kautionen werden umgehend zurückgezahlt und wirklich alle irgendwie wegen Hanf bestraften Menschen können den Knast verlassen. Wer auf die Anklage wartet wie in Deutschland unzählige Konsumenten und Cannabis Verkäufer, der bekommt in Thailand jetzt Post von den Behörden, die alle solche Fälle sofort einstellt. 

Ausgenommen sind Vergehen mit anderen Straftaten jenseits vom Kiffen wie zum Beispiel Raub und Diebstahl. Aber auch da möchten und müssen sich die Richter nun ganz genau anschauen wie es zu einer Verfolgung überhaupt gekommen ist, schließlich sind gerade die staatlichen Verbote beim Marihuana der Auftakt für viele in einer freien Gesellschaft eigentlich vermeidbare Taten. In Deutschland gibt’s zwar eine Debatte und das politische Versprechen für die Legalisierung von Hanf, doch über eine geplante Begnadigung oder gar Wiedergutmachung wurde bis dato genauso wenig gesprochen wie über eine Entschädigung für Menschen mit Impfschäden.

Gras Legalisierung als großer Wurf und die Hoffnung auf den Cannabis Tourismus

Nun kennen viele Urlauber die Leute in Thailand als sehr geschäftstüchtig und das dürfte auf den Hanf und den Konsum der überall auf der Welt sehr beliebten Cannabinoide abfärben. Mit Wirkung vom 9. Juni 2022 sind im Land des Lächelns Anbau, Import, Export, Vertrieb, Konsum und Besitz von Cannabis legal. Zwar gibt’s noch Einschränkungen bei den Hanfsorten und beim THC-Anteil, aber das dürfte die mächtige Tourismusindustrie im Zweifelsfall genauso wenig interessieren wie die aufmerksame Security an der Uferpromenade von Pattaya.

Kiffer Reisen als neue Option für die Reisebranche: Zum Vergleich lohnt sich ein Blick auf Länder, die schon länger die großen Vorteile einer Weed Legalisierung genießen. In Kanada etwa eröffnen regelmäßige neue Hotels und Ressorts, die sich explizit auf Cannabis und fetzige Hanfprodukte spezialisieren. Wer dieser Tage mal in Las Vegas ist wird den Grasgeruch an jeder Ecke schnuppern und selbst in Europa haben Herbergen in der Schweiz den Trend rund um das nicht berauschende CBD längst in den hauseigenen Spa-Tempel eingebaut. 

Thailand mit seinen endlosen und wunderschönen Stränden und den vielen pittoresken Inseln ist unbestritten eine Destination, die auch Kiffer künftig vermehrt auf dem Zettel haben. Der alte Traum vom unbehelligten Kiffen und dem Joint unter der Kokospalme wird Wirklichkeit und vielleicht bieten ja auch bei uns die Reiseagenturen bald immer mehr den THC Tourismus nach Südostasien an. Wir raten aber gerade in dieser Anfangszeit noch zu etwas Vorsicht, da gerade Entwicklungsländer häufig sehr korrupt sind und wer will schon stundenlang auf einer Polizeiwache streiten und am Ende eine Menge Schmiergeld zahlen, nur weil die lokalen Cops gerade mal ein bisschen Kohle brauchen?