Anfrage zu Cannabis-ModellversuchenKurz vor Weihnachten wird genauso gekifft wie im Rest des Jahres und es gibt auch noch ein paar Neuigkeiten rund um die aktuelle Cannabis-Politik. Neben dem großen Bundesdrogenbericht 2017, den wir beim THC.guide aufgrund der Brisanz in einem extra Artikel besprechen, dreht sich die Hanf-Debatte dieser Tage um das Engagement der FDP im Bundestag. Offenbar sind die Liberalen, derzeit vom Parteienkartell fast wie die AFD in Bausch und Bogen verdammt, die größte Hoffnung für Kiffer! In der Schweiz hingegen wird Schluss gemacht mit Willkürpolitik von Seiten des Bundes, dort erhöhen Nationalräte und Co den Druck für eine Freigabe von Haschisch und Marihuana und auch in Norwegen gibt es mal ein paar coole News für Leute, die sich für Medizinalhanf interessieren. Ein weiterer Hotspot könnte ebenfalls Irland werden, auf der grünen Insel wird gerade an einer neuen Cannabispolitik gebastelt.

FDP stellt kleine Anfrage zu Cannabis-Modellversuchen

In Deutschland ist der Betrug am Bürger von Seiten der Politik und vor allem im System Merkel täglich zu besichtigen und selbstredend betrifft das auch den Hanf beziehungsweise eine mögliche Legalisierung. Besonders anrüchig und auffällig ist dabei das sture Ablehnen von Modellversuchen rund um Cannabis, was bekanntlich seit Jahren zuverlässig abgelehnt wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Wissenschaftler, lokale Behörden und die Bürger selbst können sich noch so intensiv engagieren und jede Studie bis ins Detail ausarbeiten – offenbar gibt es eine politische Weisung, jeden Versuch prinzipiell abzulehnen! Haben Merkel, Gröhe und die Bundesdrogenbeauftragte Mortler hier ihre Finger im Spiel?

Die FDP hat zwar Jamaika platzen lassen, aber dafür immerhin Rückgrat beim Thema Cannabis und möchte nun mittels Kleiner Anfrage im Bundestag wissen, warum es nur Ablehnungsbescheide von Münster über Kreuzberg bis hin zu Eingaben von Seiten der Bundesländer gibt. Zudem wäre laut Ansicht der Liberalen zu klären, wie denn bitteschön ein genehmigter Modellversuch auszusehen hätte, was dann die Praktiken im Bundesinstitut offenlegen würde! Sehr gut, sagt der Kiffer, treiben wir die Konsorten in die Enge! Die Partei des Christian Lindner fragt aber noch mehr, nämlich wie eigentlich Alkohol und Cannabis unterschiedlich bewertet sind, auch beim Thema Steuern und wir freuen uns über diese Initiative der Liberalen, die eigentlich schon vor Jahren auch mal von den Grünen hätte kommen sollen – aber die kümmern sich weniger um Haschisch und Marihuana für freie Bürger, sondern lieber um den Familiennachzug von Flüchtlinge in deutsche Sozialsysteme.

Kommt die Cannabis-Legalisierung in der Schweiz?

Zuletzt machten die Eidgenossen mit den Heimat-Zigaretten Furore, die enthalten CBD und sind in der Schweiz (und auch in Deutschland und Österreich) der Renner. Damit es freilich nicht bei einem Produkt bleiben kann, braucht es eine umfassende Hanf-Freigabe und dafür setzen sich nun eine Menge Politiker ein. Die Bundesregierung ist ziemlich faul und immer auch ein Stückweit ideologisch unterwegs, so dass sich die Nationalräte im Parlament nun zu einer Initiative entschlossen haben, die bis in die Städte hineingeht.

Zunächst soll endlich mal eine belastbare Studie her zur Abgabe von Cannabis, was ja durch den Bund immer abgelehnt wird. Überparteilich stimmen sich die Nationalräte ab und adressieren an den Gesundheitsminister, diese möge endlich seinen Hintern an die Wand bekommen und eine anständige, faire und moderne Drogenpolitik ins Werk setzen! Besonders lobenswert ist die Mixtur der Engagierten, das sind nämlich nicht nur rote, grüne und liberale Politiker, sondern auch bürgerliche, die das Scheitern der aktuellen Gesetze gerade auch beim Thema Drogenkriminalität und Prävention herausstellen. Die Schweiz könnte auch einen Volksentscheid anstreben, sollte aber nach Auffassung der Initiatoren empirisch Fragen wie Jugendschutz, Qualitätskontrolle und das Zusammenspiel von Alltag und Drogenkonsum in einer wissenschaftlichen Untersuchung klären. Das ist dann die Grundlage für eine Cannabis-Legalisierung in der Schweiz und als Kiffer könntet ihr im Jahr 2018 alsbald auch mal bei den Eidgenossen Urlaub machen.

Norwegen mit neuer Hanf-Politik?

Das Land im hohen Norden Europas ist in erster Linie durch seine Fjorde bekannt, durch den mächtigen Staatsfonds, der jährlich Milliarden Euro (oder auch Kronen) Rendite abwirft, doch beim Thema Cannabis wurde es bis dato bei den Norwegern eher finster: Seit vielen Jahrzehnten schon fährt die jeweilige Regierung die immergleiche Ablehnung von Haschisch und Marihuana und wenn Du in Norwegen Gras kaufen willst, dann ist das ziemlich schwierig und absurd teuer! Die Gesetze selbst sind grotesk und bestrafen sogar den Konsum selbst, ein Umstand, der nicht mal im bigotten Deutschland sanktioniert ist.

Bisher wurde bei Drogenvergehen in der Regel eingesperrt, doch das soll sich nun ändern: Dank neuer Empfehlungen auch der WHO in puncto Cannabis möchte die Politik mehr auf Prävention setzen, die harten Strafen reduzieren und in 2018 ist ein Besuch wichtiger Volksvertreter in Portugal geplant, um sich die dortige sehr liberale Praxis rund um den Hanf anzuschauen. Zwischen Oslo und Nordkap wirst Du zwar im kommenden Jahr noch nicht legal kiffen dürfen, aber wenigstens bewegt sich etwas in Norwegen.

Sind Haschisch und Marihuana in vier Jahren in Irland legal?

Gut möglich, so jedenfalls lauten die aktuellen Prognosen: Prominente irische Politiker haben dieser Tage tief blicken lassen und obwohl dabei zunächst erstmal über eine schleunige Verbesserung für Patienten und die Verschreibung von Medizinalhanf diskutiert wird, steht auf der grünen Insel wohl eine vollständige Cannabis Legalisierung in Aussicht! Schon immer sind die Iren ein wenig flexibler als der Rest Europas, auch wenn wir die Deals mit Apple und Co und den absurd niedrigen Steuersätzen rund um Dublin als lokale Wirtschaftspolitik nicht ganz so positiv bewerten wollen.

Um derzeit an ein Rezept für Hanfmedizin zu kommen braucht es in Irland nicht nur die Zustimmung des Arztes, sondern auch des Gesundheitsministeriums! Logisch, dass bei solcher Bürokratie nichts vorangekommen ist! Bevor die Politik jedoch wie etwa in Deutschland ziemlich planlos am Bestehenden herumdoktert um vom eigenen Versagen abzulenken, werden die Iren diese unnütze Gesetzeslage gleich ganz ändern und möglicherweise Cannabis bald für alle Bürger legalisieren. Wir sind gespannt und machen gerne Kiffer Reisen auf die grüne Insel, dort gibt’s ja nicht nur Kuhweiden und Pubs zu sehen, sondern vielleicht bald auch beste Aussichten auf Meer und Feld mit dem Joint in der Hand.