Cannabis für Deutschland

Die beiden als Cannabis-Aktien zu handelnden Unternehmen Aurora Cannabis und Aphria haben Quoten erhalten für den Anbau von Hanf in Deutschland ab 2020. (Bild von David Cardinez auf Pixabay)

Kürzlich kam der Bescheid vom berüchtigten Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zum Anbau von Cannabis in Deutschland und dabei haben die auch als Cannabis-Aktien handelbaren Unternehmen Aurora und Aphria den Zuschlag erhalten. Nun wurde auch bekannt gegeben, wie viel Hanf diese Firmen künftig auf deutschem Boden produzieren dürfen. Die Gesundheitspolitik erhofft sich damit die Unabhängigkeit von Exporten bei Haschisch und Marihuana, aber ein Blick auf die Zahlen zeigt: Jens Spahn als Minister und die gesamte Merkel-Regierung im Ganzen ignorieren mal wieder die tatsächlichen Umstände im Land.

Erste Hanf Ernte im Herbst 2020?

Ja, das wird wohl eingehalten, schließlich kümmern sich börsennotierte Schwergewichte um den Anbau und nicht etwa der deutsche Staat, der bekanntlich mit Projekten wie dem Berliner Flughafen schlichtweg überfordert ist und seine Energie vor allem in Gendersprache und Sternchentoiletten investiert. Hanfpatienten blieben lange vor und werden nun durch die Genehmigung doch eher unwillentlich von Spahn und Merkel mit Cannabis versorgt, die üblichen ideologischen Verzögerungen inklusive.

Aurora Cannabis darf daher in den nächsten vier Jahren jährlich jeweils eine Tonne Gras herstellen, während Aphria auf 800 Kilo kommt bei der Genehmigung. Das klingt viel, aber machen wir hier mal die Rechnung aufs Exempel. Angenommen, es lassen sich pro Jahr gut 100.000 Leute 5mal ein Rezept verschreiben mit im Durchschnitt 5 Gramm Marihuana-Blüten. Eine sehr konservative Schätzung, doch gibt’s eben auch Ablehnungen durch Krankenkassen und Fertigpräparate, bei denen die Wirkstoffe der Hanfpflanze per Spray verordnet sind. In der Summe kommen wir dann schon auf 2,5 Tonnen und wie erwähnt ist das eine Schätzung, die ganz weit unten angesiedelt ist – die Nachfrage ist enorm und wird in den nächsten Jahren massiv zulegen und eben nicht sinken, wie man sich in der Merkel Regierung vielleicht wünscht.

Zehn Tonnen Cannabis in vier Jahren…

…sind zu erwarten laut Plan und wir sind gespannt, wie die Politik uns dann die weiterhin nötigen Exporte, bezahlt mit deutschem Steuergeld, erklärt – wenn doch angeblich der heimische Anbau der Hanfprodukte als Medizin angeblich so wunderbar gelöst wird! Wir denken da gleich an vorzüglich integrierte Flüchtlinge, tolle öffentliche Finanzen und natürlich auch an die Energiewende, bei der so gut wie alle potenten Stromerzeuger abgeschaltet und zugleich alle Autos auf elektrischen Strom umgestellt werden sollen. Warum wir hier darauf verweisen? Beim Thema Cannabis offenbart sich die Unfähigkeit dieser Regierung und ihre ideologisch verbrämte Nichtstuerei besonders deutlich – wer Ohren hat, der höre!

Wo wird Hanf angebaut?

Früher sind wir manchmal bei der Getränkefirma über den Zaun gestiegen und haben Pfandkästen geklaut als Kinder, also straffrei, aber beim Cannabis und den entsprechend gesicherten Anlagen wird das wohl kaum möglich sein. Hanf gilt in Deutschland als höchst gefährlich und muss überwacht werden wie sonst nur die rechtsextreme Szene mit V-Leuten, so dass Aurora und Aphria derzeit Hochsicherheitslager für Haschisch und Marihuana errichten. Bad Bramstedt und Leuna in Sachsen-Anhalt sind hier als Standorte im Aufbau. Wir sind gespannt wie ein Flitzebogen auf deutsches Gras, halten aber auch die gesamte Planung mal wieder für ziemlich kurzsichtig und ob Ihr dann wirklich ab 2020 Marihuana aus deutschem Boden bekommt auf Rezept, das müssen wir erstmal abwarten.