Hanfmedizin Autofahren

Das Autofahren wird durch den Konsum von Hanfmedizin kaum beeinträchtigt, das zeigt eine gerade veröffentliche Cannabis Studie aus Kanada (Bild von Pexels auf Pixabay).

Cannabis auf Rezept ist auch in Deutschland möglich und viele Patienten fragen, sich wie es um die Fahrtüchtigkeit bestellt ist. Immerhin fehlen bei uns ja seriöse Studien, absichtlich durch die Politik mit ihrer Bierseligkeit verhindert, und ganz folgerichtig zirkulieren eine Menge Mythen über Gras im Straßenverkehr. Die üblichen Drogentests bis in die Mikrotausendstel hinein mit allerlei Drohungen bis hin zum Entzug des Führerscheins sind an der Tagesordnung – doch wie steht es wirklich um Hanfmedizin und Autofahren. Hier ein Bericht zu einer neuen Studie aus Kanada, die zeigt wenig bis keine Beeinträchtigungen und das können wir dank der empirischen Prüfung auch eher glauben als völlig aus der Luft gegriffene Schreckensszenarien im Duktus deutscher Gesundheitspolitiker.

Cannabis inhalieren und dann ans Steuer setzen?

Zunächst einmal machte sich die Universität Toronto ran an das Problem, dabei waren auch ein Team von Health Canada als das dortige Gesundheitsministerium und einige Leute vom Zentrum für mentale Gesundheit – Fachleute also, ganz im Gegensatz etwa zur bundesdeutschen Drogenbeauftragten Daniela Ludwig. Untersucht wurden 14 Leute mit Cannabis auf Rezept, die dazu täglich Gras konsumieren gegen Schmerzen, Übelkeit, Angststörungen und vieles mehr. Vor Beginn der Tests mussten die Leute das Kiffen für zwei Tage einstellen, auch wenn das THC natürlich im Blut nachweisbar ist in Nanogramm und dabei von den Forschern selbstredend berücksichtigt wurde in der Untersuchung. Dann gab es drei verschiedene Szenarien im Fahrsimulator, denen sich die Probanden aussetzen mussten:

  • die Geschwindigkeitsbestimmung des Fahrzeugs,
  • die Kontrolle der Abstände zu anderen Autos,
  • die Reaktion beim Bremsvorgang.

Die Teilnehmer mussten diese Aufgaben sowohl vor wie auch nach dem Konsum der Hanfmedizin lösen. Fast alle fuhren auf Gras langsamer, während Abstandskontrolle und Bremsvermögen nicht von den Daten nüchterner Fahrer abwichen.

Haschisch und Marihuana im Straßenverkehr

Viele Verkehrstote, das wird gerade in Deutschland gerne verschwiegen, gehen nicht auf Unfälle wegen eines angeblich fehlenden Tempolimits zurück, sondern werden schlicht durch Besoffene verursacht – der Alkohol und schwerster Suff sind jedoch dank CDU/CSU Staatsräson und so muss neben dem Schnellfahrer mal wieder der Kiffer respektive Hanfpatient für angebliche Gefahren auf der Straße herhalten. Hier haben uns die kanadischen Forscher eine weitere Studie an die Hand gegeben, die den Mythos vom rücksichtslosen Cannabiskonsumenten am Steuer widerlegt, auch wenn das aus den beschriebenen Gründen in Deutschland mal wieder überhört werden dürfte, ganz bewusst und mit der üblichen Methode totaler Ignoranz gegenüber allem, was nicht ins Alkoholkonzept passt.

Frühere Untersuchungen konnten darüber hinaus zeigen, dass viele Patienten mit einem Cannabisrezept das Auto eben stehen lassen und sich nicht wie der tollwütige Trinker ohne Skrupel in den Verkehr begeben. Laut Wissenschaftler ist der passgenaue Konsum der therapeutisch hochwirksamen Cannabinoide also zumindest statistisch überhaupt kein Problem und Patienten sollten endlich nicht mehr diskriminiert werden an dieser Stelle. Sinnvoll wären allerdings belastbare Grenzwerte für den Hanfkonsum, die sind in Deutschland absurd niedrig und werden im Nu erreicht, was natürlich mal wieder keine realistische Darstellung der Wirklichkeit unter der Regierung Merkel in der Drogen- und Gesundheitspolitik aufzeigt.