Cannabis in BayernIm Zuge der Cannabis Freigabe in Deutschland, die derzeit erst einmal für Patienten von Medizinalhanf gilt, treiben die Vorschläge für einen sicheren und verlässlichen Anbau mitunter absurde Blüten. So wird beispielsweise im selbstverliebten Bayern derzeit über Hanfpflanzen im Atombunker Memmingen diskutiert, die Anlage als ehemaliger Schutzvorrichtung der NATO erscheint den Verantwortlichen also gerade sicher genug für den Cannabis Anbau im Dienste des Staates. Ist das unfreiwillige Komik oder angebracht?

Nuklearbunker sicher genug für Haschisch und Marihuana?

Während in Ländern wie Holland, Kanada und den USA der Anbau von Hanf mit einer Lizenz im Gewächshaus oder auf dem Feld möglich ist, fürchtet die Politik in Deutschland offenbar diebische Kiffer oder andere Gefahren bei einem solch unkomplizierten Grow. Da muss schon und zumal in Bayern eine ehemalige Anlage her wie die in Memmingen für massive Luftschläge mit Nuklearwaffen errichtete Bunkerstation!

Freilich ist die bayrische Staatsregierung um die Herren Seehofer, Dobrindt und Scheuer, die im Rahmen der gescheiterten Jamaika-Sondierungen auch über Cannabis legal auf Bundesebene diskutiert, nicht direkt verantwortlich für die Idee mit dem Bunker in Memmingen. Der Manager der Anlage vielmehr, der Verwalter und Hausmeister sozusagen, ist ein ehemaliger Kiffer und weil die lachhafte Angstkulisse der bayrischen Regierung in puncto Hanf bekannt ist, wandte sich der Chef der NATO-Anlage direkt an die betreffenden Stellen. Dort sprang man offenbar an auf den Vorschlag und wenn Ihr Haschisch und Marihuana als Medizin konsumiert, dann könnten bald die ersten Grasblüten aus Memmingen kommen.

Strenge Regeln für den Hanfanbau

Der Hausmeister jedenfalls hatte als Jugendlicher einen Unfall und kurierte seine Schmerzen mit Cannabis, wofür der gute Herr sogar vor Jahren in den Knast musste! Schwamm drüber dachte er sich und blieb dran, was nun zumindest in Bayern für einen ordentlichen Standort für den Hanfanbau reichen sollte. Die Regeln sind hierzulande in puncto Weed Grow sehr streng und passt es gut, dass solcherlei Relikte aus dem Kalten Krieg mit einer Müllverbrennungsanlage ausgestattet sind: Hanfbauern, die in der Bundesrepublik Gras anbauen, sind verpflichtet über jede einzelne Blüte und Pflanze genau Buch zu führen und wehe ein Arbeiter steckt sich auch nur eine winzige Ecke von der Ernte in die eigene Tasche!

Den Bürgern zu misstrauen, das ist in Deutschland die Regel, die Bevormundung kommt noch dazu, aber wenigstens stehen bei uns ein paar Atombunker herum. Dort sind auch ausreichend Räume für Belüftung, Abluft und für die umfassende Beleuchtung der Cannabis-Ernte vorhanden. Tageslicht ist nicht erforderlich, also kann es losgehen mit dem Hanf anbauen in Memmingen?

5 Millionen kiffende Deutsche!

Das zumindest sind vorsichtige Schätzungen von Experten und natürlich sind das nicht alles Patienten, die Gras nur zum therapeutischen Nutzen konsumieren. Es ist also gut möglich, dass ein Nato-Bunker gar nicht ausreicht! Sollte Cannabis in den nächsten Jahren in Deutschland legalisiert werden, was angebracht, richtig und zeitgemäß wäre, dann könnte eine entsprechende Sorgfalt beim Anbau und bei der Lagerung und dem Verkauf viele Probleme verhindern, die es seit der Gesetzesänderung zum Medizinalhanf gibt.

Apotheken sind oft ausverkauft, der Import schleppt sich viel zu langsam dahin und hier hat selbst Bayern erkannt, dass diese Verarsche der Bürger nicht auf ewig weitergehen kann. Man stelle sich vor, die AFD hätte Cannabis für sich entdeckt! Glücklicherweise ist die Alternative für Deutschland Kiffern gegenüber keineswegs freundlich eingestellt und so können die Altparteien noch eine Weile herumeiern, auch wenn die neusten Ideen wie eben der NATO-Bunker für den Anbau von Cannabis zumindest zeigen, dass sich etwas tut.