Beschneidung beim Hanfanbau im Fokus

Beschneidung beim HanfanbauEs gibt ganz unterschiedliche Methoden, um die Cannabispflanze beim Indoor Growing oder auch außerhalb zu Höchstleistungen zu animieren. Besonders effizient ist dabei die Beschneidung der Blüten während der Wachstumsphasen. Wird immer wieder ein Stück vorsichtig weggeschnitten von den sich ausbildenden Buds, dann gibt Cannabis noch mehr Gas und pumpt sich voll mit Energie, die dann direkt in noch größere und auch qualitativ beim THC hochwertigere Marihuana-Blüten investiert wird. Im Englischen wird das auch als Fimming oder Topping bezeichnet und wir wollen mal schauen, wie ihr die Hanfpflanze in puncto Wuchs und Qualität pushen könnt.

Warum über den Hanf beschneiden?

Eigentlich ist Cannabis ja so ähnlich wie ein besonders faszinierendes Unkraut: Es wächst fast überall, ist nicht sonderlich anspruchsvoll und lässt sich leicht ernten, was Ihr bei Kiffer-Reisen in die Tropen überall beobachten könnt. Allerdings sind die Hanfbauern in Asien oder Afrika wenig professionell und ernten ab, was auf dem Feld blüht, so dass Gras von Experten etwa in den USA ganz anders aussieht – und wirkt! Dort ist die Beschneidung der Blüten selbstverständlich Teil des Prozesses, während die Straßendealer in Bangkok oder in Mexiko einfach nur anbieten, was Tage zuvor und nach meistens auch wenig ausreichender Trocknung im Verkaufssäckel gelandet ist.

Wer schneidet, der treibt die Cannabispflanze an: Normalerweise wird ein dicker fetter Bud in der Mitte ausgebildet, die sogenannte „Cola“ und wenn Ihr indoor anbaut, dann müsst Ihr in der Regel immer die Beleuchtung ändern, damit ein möglichst großer Teil vom Hanf das begehrte Licht abbekommt – doch gerade die unteren Bereiche bleiben dann häufig im Dunkeln! Nun sind wir nicht bei Brecht und in der Dreigroschenoper, uns geht es sehr wohl auch um jenes, was man normalerweise nicht sieht und hier kommt das Beschneiden von Cannabis ins Spiel.

Wie funktioniert Topping von Marihuana-Blüten?

Während der Wachstumsphase hilft die Beschneidung zur Ausbildung vieler und dicker Buds und bringt den Hanf dazu, ordentlich THC aufzubauen, was wir für den Joint dann logischerweise auch wollen. Die Wachstumshormone schießen quasi über und wenn Ihr euch mal eine Hanf-Farm zum Beispiel in Oregon oder Colorado anschaut, dann seht Ihr dort die Bauern selbstverständlich mit der Heckenschere durch die Cannabis-Spots laufen. Natürlich geht das auch beim Indoor-Growing, wobei auf kleinem Raum das Fimming zum Einsatz kommt, eine Methode, die ebenfalls das Wachstum antreibt und die Pflanze stabiler, robuster, kräftiger macht.

Wartet am besten, bis der Hanf etwa vier oder auch fünf Buds, Knoten, sich ausbildende Blüten hat. Für die Beschneidung sind dann folgende Schritte einzuhalten:

  1. Vorbereitung der Werkzeuge: Eine simple Schere oder Rasierklinge reicht nicht aus direkt aus der Werkstatt, sondern Ihr sollte die Tools immer auch desinfizieren, mit Alkohol zum Beispiel. Wer will schon das reifende Cannabis versauen durch eine dreckige Schere, an der zuvor vielleicht der Tetra Pak mit klebrigem Fruchtnektar geöffnet wurde?
  2. Exakte Spots für die Beschneidung auswählen: Egal ob nun Topping oder Fimming – Entscheidet Euch für die Buds und Blütenknoten und schneidet dann zum Beispiel den Hauptwuchs, die Cola, immer am neusten Trieb ein wenig herunter. Das geht auch etwas mehr bis zur Hälfte und in der Regel bilden sich dann schnell und zuverlässig 5 oder sechs neue Blüten.
  3. Überprüfung der Resultate: Der Energiefluss fokussiert sich in der Pflanze und Ihr solltet den Fortschritt am besten täglich prüfen. Es kann übrigens immer ein paar Tage oder gar Wochen dauern, bis sich der Hanf „erholt“ hat, aber dafür gibt’s ordentlich Power und es ist Euch überlassen, die Beschneidung vom Cannabis auf Wunsch zu wiederholen.

 

Beschneidung beim Hanfanbau im Fokus
3.6 (72%) 5 votes

Von |2018-08-29T16:32:59+00:00August 29th, 2018|Kategorien: Cannabis Magazin, Cannabis Nachrichten|Tags: , , , , , |