Cannabis Kiffen Liebe

Cannabis konsumieren und Kiffen sind nicht unbedingt in jeder Partnerschaft willkommen und wir haben ein paar Tipps damit die Liebe erhalten bleibt (Bild von Frauke Riether auf Pixabay).

Wenn die Partner jeden Abend schwerst betrunken nach Hause kommen und randalieren ist das natürlich für eine Beziehung kein Segen, aber wie stehts bei diesem Thema eigentlich um Cannabinoide aus der Hanfpflanze? Sind der Konsum von Cannabis und damit das Kiffen eine Herausforderung für die Liebe? Einige Leute behaupten das, verweisen zur Verdeutlichung jedoch ausgerechnet wieder auf jene politisch lancierten Fake News über das Gras, die wenig zu tun haben mit der Realität. Faktisch jedoch gelten Kiffer als entspannt, sind hilfsbereit und hören zu wenn die Alkis anfangen zu prügeln und wir haben uns mal besondere Herausforderungen für eine Partnerschaft zwischen THC Usern und Abstinenzlern angesehen.

Hanfkonsum der Partner als Ausrede für tiefere Probleme in einer Beziehung?

Die Liebe zu anderen Menschen schließt logischerweise auch Fürsorge mit ein und es stellt sich die Frage, ob die Gesundheit betreffenden Ängste der Partner beim Cannabis wirklich ihre Berechtigung haben. Bis dato ist noch kein Kiffer und auch keine Kifferin am THC verstorben. Wenn Ihr also solche Bedenken hört, die durchaus gut gemeint sein können ohne freilich die Fakten zu kennen, denn erklärt Ihr am besten mal kurz die Wirkungsweise vom Endocannabinoid-System. Dieses aktiviert und stimuliert Prozesse, die für den Organismus wichtig ist und Hanf als Droge oder Rauschgift zu bezeichnen ist mit Blick auf die Wissenschaft absurd.

Trotzdem steckt die über Jahrzehnte entwickelte Story vom bösen Gras in den Köpfen und wenn Partner kiffen denken viele Leute es handle sich dabei um ein großes Risiko für das Zusammenleben. In gar nicht so wenigen Fällen dürften allerdings ganz andere Probleme in einer Beziehung der Grund sein für schlechte Stimmung und Flaute im Bett, so dass Cannabinoide häufig schlicht benutzt werden als Ausrede um frei von der Leber schimpfen, kritisieren, beschuldigen zu können. Reden kann natürlich helfen, erklären auch, aber manchmal führt der Weg unausweichlich in eine Trennung und wir sollten bei der Nachbetrachtung sicher etwas vorsichtig sein mit Schuldzuweisungen an Haschisch und Marihuana.

Kiffen im normalen Rahmen – oder extrem und an der Grenze zur Abhängigkeit?

Diese Frage müssen wir uns bei der Liebe trotzdem immer stellen, denn selbsverständlich gibt’s Leute, die übertreiben es mit dem Kiffen und das zieht durchaus auch unschöne Verhaltensweisen nach sich. Wer möchte schon mit Partnern ein Leben aufbauen, das sich von der ersten Bong am Morgen bis zum Eimer rauchen um Mitternacht erstreckt, allen Verwerfungen einer solchen Attitüde inklusive? Am Ende ist das Konsumieren von THC zwar eine stets inviduelle Entscheidung, aber eben nur wenn daraus keine Probleme entstehen mit Familie, Lovern, Ehepartnern. Im nächsten Abschnitt schauen wir uns die möglichen Extreme gleich noch genauer an.

Wir können von keinem Partner der Welt erwarten mit in einen Abgrund zu steigen – genauso wie wir umgekehrt einfordern, dass ein normaler Konsum der Cannabinoide respektiert wird. 

Potentielle Risiken durch Cannabis für eine Partnerschaft haben ihren Ausgangspunkt in der Wirkungsweise der Hanfpflanze und unseren Umgang mit dieser Botanik. Deren Produkte von Haschischöl bis Grasblüten lassen sich genießen, therapeutisch einsetzen und eben auch missbrauchen, was jedoch eher selten vorkommt. Studien konnten zeigen, welchen Schaden Verbote beim Cannabis anrichten, da Konsumenten einer Pflanze behandelt werden wie Kriminelle und ganz folgerichtig wirft das einige Leute aus der Bahn, ganz klar. Während sich die Trinker tagtäglich zulöten und belächelt werden gelten Kiffer immer noch als eine Art Gesetzesbrecher und erst die Weed Legalisierung in Deutschland wird schlussendlich für mehr Fairness gerade auch in Beziehungen sorgen.

Ab wann und bei welchem Verhalten ist die Einnahme von Cannabis ein Risiko für die Liebe?

Klar mag es auch Menschen geben, die hassen THC oder fürchten Cannabinoide als Substanzen des Teufels, aber dabei handelt es sich in der Regel um ziemliche Egoisten, die mit aller Macht die eigenen Vorstellungen in einer Beziehung durchsetzen möchten. Trotzdem macht Ihr bitte immer mal einen Selbstcheck und schaut, ob einer der hier aufgeführten Punkte zutreffen könnte. Eine Sucht oder zumindest eine Form der sozialen Verwahrlosung ist dann durchaus denkbar und das wächst sich schnell zu einem Risiko aus zumal in einer Beziehung mit Abstinenzlern.

Folgende Extreme sind rund um das Kiffen denkbar und gelten als potentielle Gefahr für ein harmonisches Miteinander:

  • ständig zu und breit wie eine Natter in den Seilen hängen: Solche totalen Stoner, um mal einen Terminus aus der Hanf Szene zu verwenden, vernachlässigen die Beziehung und die Partner fühlen sich ausgegrenzt beziehungsweise gelangweilt. Kiffen gilt solchen Leuten als das Nonplusultra, während alles andere kaum noch eine Rolle spielt.
  • Probleme werden dauerhaft ignoriert: Hanfkonsum hilft vielen Menschen abzuschalten, doch wer es übertreibt kümmert sich schließlich nicht mehr um die Herausforderungen des Alltags, lässt die Partner mit Schwierigkeiten allein und oft genug merken solcherlei User nicht mal, dass die Liebe gerade deshalb flöten geht.
  • Hohe Ausgaben für Cannabis: Zugegeben, dieser Punkt ist heikel – auch guter Wein kostet eine Stange Geld und nicht jede Hanfsorte ist gleich. Wird allerdings wiederholt die Haushaltskasse für Gras geplündert oder verschwinden die Münzen aus dem Sparschwein kann das zu einem echten Risiko werden für die Partnerschaft. Vom Konsum hat nur der Kiffer selber was und das kann schon stören, wenn man eigentlich gemeinsam ein Haus bauen möchte.
  • Prioritäten werden immer mehr zugunsten von Hanf verschoben: Wer sich wirklich respektiert sich gegenseitig, aber natürlich gibt’s auch an dieser Stelle rote Linien. Werte sind für viele Beziehungen sehr wichtig, man möchte teilen und am besten Partner finden, die ähnlich wie wir selbst sind. Drängt sich jedoch hier der Cannabiskonsum allzu oft und deutlich in den Vordergrund dürften Toleranz und Verständnis schnell an ihre Grenzen geraten, da es offensichtlich genau jene liebgewonnenen Gemeinsamkeiten immer weniger gibt.
  • Verwahrlosung: Dieser Extremfall zum Schluss, da recht selten und meistens ohnehin ein Fall für die Therapie, doch leider lassen sich einige Kiffer ziemlich gehen. Da duscht man zu selten, schneidet die Nägel nicht, lässt überall Aschenbecher rumstehen – Nicht-Konsumenten sind davon rasch zu Recht genervt und wir sollten ein wenig Disziplin haben, sonst geht die Liebe wirklich in die Binsen.

Nicht jede Beschwerde a la „Er liebt das Kiffen mehr als mich“ ist berechtigt und angebracht, aber meistens steckt schon ein reales Problem hinter solchen Aussagen. Auch sind gerade Frauen oft richtig sauer, wenn die Männer abwinken, sich einen Joint anzünden und meinen, die Angelegenheit könnte man doch auch morgen besprechen. Hier gilt es aufzupassen und im Zweifelsfall das Gespräch zu suchen.

Die Liebe ist für eine Beziehung wie das Feuer für die Urmenschen: Wir müssen mindestens die Glut am Laufen und Lodern halten und neben den Verhaltensweisen beim Kiffen lohnt sich auch ein Blick auf die Hanfprodukte selbst. So gibt’s heute eben recht starke Strains mit viel THC, die machen ziemlich stoned und vielleicht ist es ja besser, öfters mal leichteres Gras zu konsumieren? Versetzt Euch einfach in die anderen hinein, die Euch begeistert eine Bong stopfen sehen während der Abwasch schon wieder überfällig ist! Kommunikation packt viele Probleme direkt bei der Wurzel und ehrlich gesagt liegt sollten Kiffer in vielen Fällen den ersten Schritt tun, da sie eben die Hanfpflanze auch mit in eine Beziehung gebracht haben.