Abzocke beim Hanf - Symbolfoto

Hohe Cannabis-Preise in deutschen Apotheken wegen “Befehl von Oben”?

Nach der sehnlichst erwarteten Legalisierung von Cannabis in Kanada wollen wir heute mal einen Rundblick werfen auf die aktuelle Preisgestaltung für Haschisch und Marihuana in den einzelnen Provinzen. Auch aus Deutschland gibt’s mal wieder ein paar Neuigkeiten, werden doch Berichten zufolge Apotheken gezwungen, bei Hanfpatienten besonders hohe Preise zu verlangen – sorgt Gesundheitsminister Spahn, der bekanntlich auch Chef werden will bei der CDU, also direkt für eine massive Diskriminierung von Schwerkranken, die sich Cannabis verschreiben lassen? Und dann zuletzt noch ein Blick in die USA, nach Seattle genauer, wo der Megakonzern Amazon derzeit die Trommel rührt für eine Legalisierung von Hanf in den gesamten Vereinigten Staaten und darüber hinaus! Können wir also schon bald Gras bei Amazon bestellen?

Deutschland: Apotheken beim Hanf zur Abzocke gezwungen?

Aus einigen deutschen Bundesländern häufen sich Berichte, nach denen Apotheken offenbar die Preise erhöhen müssen, wenn es um Hanfmedizin geht. Es ist ja ohnehin ein Ärger, dass für ein Produkt wie Cannabis, das in der Herstellung und im Vertrieb wenig Kosten verursacht, hierzulande für zweistellige Beträge verkauft wird – dahinter steckt wohl die übliche Kungelei zwischen Politik und Pharmalobby. Und das hat nun auch ganz offiziell die Bundesvereinigung der deutschen Apotheker eingeräumt – offenbar drohen harte Strafen, wenn einsichtige und entgegenkommende Pharmaverkäufer den von der Politik geforderten Aufschlag nicht berechnet! (Quelle: Hanfverband.de)

Durchschnittpreis bei 24 Euro für ein Gramm Cannabis in Deutschland!

Beim Dealer auf der Straße kostet Gras bekanntlich höchstens einen Zehner pro Gramm. In deutschen Apotheken gibt’s eine Vorschrift laut Arzneimittelverordnung, die führt zu rund 24 Euro Gebühr, was Krankenkassen, Ärzte und Patienten gleichermaßen schwer nervt und schädigt. Mit gedrechselten Stellungnahmen versuchten die Verbände und Politiker zwar immer wieder das, in solchen Fällen schleunigst zu ändernde, Recht zu bemühen, aber jeder weiß, dass es sich bei diesen Vorgaben um direkte politische Einflussnahme handelt. Hanfpatienten sollen blechen und am besten wieder zur chemischen Keule greifen, das ist die perverse Strategie des Jens Spahn und seiner Kollegen in Amt und Würden.

Vor allem die 90 Prozent Aufschlag, wenn das Marihuana in der Apotheke zerkleinert werden soll – was übrigens viele Hanfpatienten gar nicht wollen – stoßen auf Kritik. Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden bekommen Menschen, die Cannabis als Medizin verwenden, das Gras für einen einstelligen Betrag! Auch wurde bekannt, dass Apotheken schon mal abgemahnt werden, wenn sie den Patienten entgegenkommen. Konkret wird also die Pharmazie in Deutschland gezwungen, Hanfpatienten abzuzocken bis auf den letzten Euro und es ergibt sich hierzulande eine verwerfliche Mixtur aus Gier, Kontrollwahn und Gängelei – Droht solcherlei dann auch in anderen Bereichen, wenn die Figur Jens Spahn mehr macht in der CDU bekommt?

USA: Amazon sammelt Spenden für Legalisierung von Cannabis

Der Handelsriese Amazon ist mit seinem umtriebigen Chef Jeff Bezos auf vielen Hochzeiten unterwegs und nun engagiert sich der Konzern aus Seattle auch für eine Legalisierung von Cannabis. In den letzten Wochen wurde beim philanthropischen AmazonSmile, das ist so eine Art Tochterfirma für Charity-Aktionen, Geld gesammelt und dabei spendet Amazon dann direkt an NORML, eine in den USA sehr aktive Lobbygruppe für die Freigabe von Hanf. Die National Organization fort he Reform of Marijuana Laws gibt es schon seit den 1970er Jahren und die Mitarbeiter kümmern sich neben den öffentlichen Aktionen gerade auch um Menschen, die Opfer sind einer in puncto Cannabis immer noch vielfach idiotisch hart aufgestellten Justiz.

Jeff Bezos und Amazon beziehen also Stellung pro Haschisch und Marihuana – aus Eigeninteresse? Es ist durchaus vorstellbar, dass bei neuer Gesetzeslage vom Vaporizer über die Papers bis hin zu Hanfsorten wie Kusch und Northern Light dann auch jede Menge Cannabis über Amazon verkauft wird. In den letzten Jahren hat AmazonSmile wohl um die 100 Millionen Dollar eingesammelt und  gespendet – das ist zweifellos eine Geschäftspolitik, die im Eigeninteresse aus kapitalistischen Gesichtspunkten immerhin auch etwas Gutes tut für Bürger und Konsumenten von Cannabis.

Jeff Sessions ist nicht mehr US-Gesundheitsminister: „Gute Menschen rauchen kein Marihuana“ – der oberste Kalkriese und Anti-Hanf Politiker in den USA ist nun endlich aus der Regierung Trump entfernt worden! Der typische Südstaatler mit einer Vorliebe für Steaks und Whisky verachtet Cannabis und es ist durchaus denkbar, dass hier ein republikanischer Nachfolger mehr Sinn hat für die vielen Vorteile von legalem Hanf – dann bitteschön auf Bundesebene für die gesamte USA!

Österreich: Liste Pilz macht mobil für eine Hanf-Freigabe

Wer in Österreich bei der aktuellen Koalition von Kurz und Strache Cannabis als Medizin verwenden möchte, der hat es recht schwierig: Es wird gegängelt was das Zeug hält, ähnlich wie in Deutschland, und weil die Krankenkassen das Hanf-Rezept nur selten zahlen, müssen sich die Patienten das Gras teuer und aufwendig beschaffen. Hier möchte die politische Vereinigung „Liste Pilz“ endlich etwas ändern und fordern neue Gesetze – Ist Cannabis legal in Österreich realistisch?

Verzögerungstaktik durch ÖVP und FPÖ?

Nun kann man nicht direkt sagen, dass sich die Regierung und das angeschlossene Gesundheitsministerium nicht bemühen: Im Frühsommer wurde festgelegt, dass bis zum 1.Januar 2019 entsprechende Meinungen von Fachleuten wie Medizinern und Wissenschaftler vorliegen sollen – zur Neubewertung der Lage. Freilich hat die FPÖ Gesundheitsministerin das erstmal ignoriert und erst vor wenigen Wochen diese Studie in Auftrag gegeben – der Termin zu Beginn des neuen Jahres lässt sich kaum halten! Hier bohrt nun die Liste Pilz nach, die eine Verzögerung wittert und wenn wir uns die Aktionen der FPÖ so anschauen, dann ist das auch nachvollziehbar. Bleibt nur noch die Frage genauso wie in Deutschland: Was ist eigentlich mit dem Wohl der Bürger, wie steht es um Freiheit, Selbstbestimmung und damit um die freie Wahl der Behandlung – auch mit Hanf? Warum kommen die sogenannten Volksvertreter schon so lange durch mit diesen Betrügereien?

Kanada: Aktuelle Preise für Haschisch und Marihuana in den Provinzen

Nach unserem Überblick zur Legalisierung in Kanada wollen wir heute mal kurz schauen, wie viel Cannabis derzeit kostet in den einzelnen Provinzen. Das kann sich mitunter erheblich voneinander unterscheiden und gerade in besonders abgelegenen Gegenden ist sicher die Bestellung von Cannabis online eine Option für viele Kiffer, egal ob nun Einheimische oder für Euch wenn Ihr Kiffer-Reisen nach Kanada unternehmt. Abhängig ist die Preisgestaltung von den örtlichen Steuern, der Verfügbarkeit etwa spezieller Hanfsorten und dann eben auch von den Lieferkosten bei Gras bestellen im Internet.

  • British Columbia: Im Durchschnitt sind gerade mal 10 Dollar fällig für ein Gramm Hanf, abhängig von der Sorte – im Städtchen Kamloops gibt’s das Gras sogar schon für gerade mal 7 (kanadische) Bucks!
  • Saskatchewan: Hier dürfen die Anbieter die Preise selbst festlegen und ihr bekommt Hanf bereits für knapp 7 Dollar, immer auch mit ordentlichen Prozentanteilen THC.
  • Alberta: Mindestens 10 Dollar je nach Sorte plus Steuern und eventuellen Lieferkosten müsst Ihr hier einplanen.
  • Ontario: Hier gibt’s noch gar keine Läden, sondern das Cannabis lässt sich online kaufen – dort starten die Grammpreise bei etwa 8 Dollar, je nach Hanfsorte.
  • Manitoba: Ebenso um die 8 Dollar kostet das Marihuana und wenn Ihr das Gras selbst abholt, dann lässt sich die Liefergebühr von dann 10 Dollar einsparen.
  • Quebec: Bei den Franko-Kanadiern geht’s zum Beispiel für Sativa schon los bei 8,50 Dollar, dazu sind eventuelle Lieferkosten bei im Schnitt 5 Dollar recht überschaubar.
  • New Brunswick: Zwar klingen 9 Dollar für ein Gramm Kush viel, doch hier sind schon die Steuern drin und es gibt derzeit schon 20 gute Headshops plus die Option für die Online-Bestellung von Cannabis.
  • Nova Scotia: Verschiedene Hanfläden und der Internethandel haben Marihuana-Blüten schon für gut 8,50 Dollar am Start – die Dichte der Shops ist relativ groß im Vergleich zu anderen Provinzen.
  • Yukon: Am nördlichen Arsch von Kanada geht’s erst los bei über 10 Dollar pro Gramm Hanf, doch dafür sind die Lieferkosten mit drin – zweifellos ein Vorteil für Eskimos, die gerne mal einen Joint rauchen.
  • Neufundland: Billig ist hier die Devise, so dass Ihr Gras bereits für unter 7 Dollar bekommt! Freilich sind noch 15% Steuern und die Lieferkosten fällig, bei einer Order von Cannabis im Internet.
  • Nunavut: Auch hier können die örtlichen Eskimos und Konsorten nur online ordern, für exorbitante 13,50 Dollar! Zusammen mit Lieferkosten und Steuern ist das ziemlich teuer – vielleicht wird ja bald per Drohne geliefert und das senkt die Preise für Cannabis?
  • Nordwestliche Territorien: Ähnliche Lage im ewigen Winter, wo Hanf erst für knapp 13 Dollar zu haben ist – plus Fixkosten wie oben beschrieben.
  • Prince Edward Island: Indica Gras ist hier schon für etwas mehr als 7 Dollar zu haben, entweder direkt im Headshop mit vielen Hanfsorten oder eben im Internet, wo sich Cannabis problemlos bestellen lässt.