Cannabis Studien Symbolfoto

Cannabis als Medizin – neue Studien bringen oft überraschendes über die Wirkungsweise von THC & Co zutage.

Hanf als Medizin ist nicht nur beliebt, sondern offensichtlich in besonders vielen Bereichen sehr wirksam – das zeigen ständig neue Studien, von denen wir heute mal besonders spannende vorstellen wollen. Bekanntlich gibt’s eine Menge Cannabis-Aktien, die haben vielversprechende Forschung am Start und selbst in Deutschland gibt’s immer mehr Möglichkeiten, um Haschisch und Marihuana für die Therapie von Leid und Krankheit auszuprobieren. Ihr bekommt ein Cannabis-Rezept vergleichsweise einfach, lasst Euch bitte nicht von den üblichen Drohgebärden der Politik oder durch Vorkriegsmediziner verunsichern.

Die nachfolgend aufgeführten Studien sind allerdings noch fast vollständig Grundlagenforschung – Selbstversuche können sicher nicht schaden, doch bis hier tatsächlich konkrete Medikamente oder auch Präparate im Wellness-Bereich am Start sind, kann es je nach Forschungsfeld auch noch etwas dauern.

Brustkrebs: Hanfpflanze als Ganzes wirksamer als Cannabinoide alleine?

Immer mehr Wissenschaftler forschen zur Wirksamkeit von Cannabis bei Krebs. Kann Hanf das Wachstum von Tumoren verringern, abschwächen, gar rückgängig machen? Niemand ist so frech und dumm, Cannabis als Wunderheilung für Krebs und Schlimmeres anzumalen, doch offenbar ist der kombinierte Einsatz bestimmter Cannabinoide bei einer Krebsbehandlung ein vielversprechender Ansatz.

Tierversuche mit Hanf in Spanien

Konkret wird in Spanien derzeit untersucht, wie sich Tumore bei Brustkrebs von weiblichen Mäusen bei der Zugabe von Cannabis entwickeln. Wie wirkt THC allein und wie zusammen mit anderen Cannabinoiden? Wie zu erwarten hat der Einsatz der gesamten Pflanze bessere Effekte als die Auslesung einzelner Bestandteile – das Tumorwachstum geht nicht allein zurück bei der Gabe von THC oder bei der Verabreichung der immer wichtigeren Terpene. Es ist die Kombination, die wirkt, auch wenn natürlich beim Krebs immer eine ganze Reihe von Medikamenten zum Einsatz kommt.

Übelkeit: Warum Cannabis bei Brechreiz so gut wirkt

Im Vergleich zum Brechreiz ist die pure Übelkeit wissenschaftlich noch nicht vollständig verstanden. Kanadische Wissenschaftler bemühen sich hier um mehr Klarheit, was durch den Einsatz von THC und CBD und durch die entsprechenden Effekte gut erforscht werden kann.

Serotonin und andere neurochemische Aspekte im Fokus

So aktiviert offenbar Serotonin im Gehirn den Rezeptor 5-HT und das führt zu Übelkeit. THC nun reduziert das Serotonin genau in dieser Region, während CBD zur Aktivierung einer Art neurochemischen Alternative führt. Und auch hier zeigt sich ein wirkungsmächtiges Zusammenspiel beider Cannabinoide bei Übelkeit, was für die Anwendung entsprechender Therapien zu wissen sehr wichtig ist.

Schizophrenie: Neue Perspektiven für ein altes Problem?

Marlene Mortler und Jens Spahn wollen uns immer noch erzählen, dass Cannabis zu Schizophrenie gehört wie das einige Jahrzehnte lang wissenschaftlich nicht erwiesenes Vorurteil gewesen ist. Das Gegenteil ist nämlich der Fall und schizophrene Leute greifen viel mehr zum Hanf, um sich selbst irgendwie Linderung zu verschaffen! Konkret wurde ein Gen ausgelesen, das zu Abhängigkeiten von Drogen und zu Schizophrenie führt und diese Informationen glichen die Forscher statistisch ab. Ergebnis: Schizophrenie zeitigt ein erhöhtes Risiko zum Konsum von Cannabis – und nicht umgekehrt!

Kiffen bei geistigen Erkrankungen

Selbstversuche sind an dieser Stelle nicht wenige zu beobachten und als THC.Guide können wir Euch natürlich keine direkte therapeutische Empfehlung geben. Grundsätzlich scheint jedoch das in aller Munde befindliche CBD als mächtiges Cannabinoid die Gehirnaktivität zu normalisieren, ein Umstand, der bei der bekannterweise chaotischen Schizophrenie eine große Hilfe sein kann. In einer Studie wurde gezeigt, wie CBD die Kommunikation im Gehirn verbessert. Auch der Lerneffekt wird verbessert bei der Einnahme des Cannabidiol, das Ihr mittlerweile in Deutschland als CBD-Öl online kaufen könnt.

Autismus: Cannabis als wirksame und alternative Medizin

Diese Diskussion gibt es schon etwas länger und aufgrund der Wirkungen im Gehirn erscheint Cannabis bei Autismus als möglicherweise vielversprechende Anwendung. Wenn bei aktuellen Untersuchen in Israel dann mehr als 60% der Eltern von autistischen Kindern der Gabe von Hanf eine Linderung zusprechen, dann ist das ziemlich aussagekräftig, wenn natürlich auch noch nicht wissenschaftlich abschließend belegt.

Die Studienlage in Israel

60 Kinder wurden im Judenstaat untersucht und bei diesen kleinen Autisten kam Cannabis mit einem Verhältnis von CBD zu THC von 20:1 zum Einsatz. Die Angstschübe gingen um fast 40% zurück, die Bereitschaft zum Austausch und zum sozialen Miteinander verbesserte sich um fast die Hälfte! Es gab weniger Ausfälle und der Stresslevel der Kinder sank sehr deutlich. Daraus wiederum nahmen sich die Forscher eine weitere Studie vor, mit Placebos und eben den bereits erwähnten Hanf-Präparaten. Diese Untersuchung läuft noch, wir werden bei Abschluss dann zeitnah berichten.

CBD: Andockpunkte im Körper und die richtige Dosierung

Das jedenfalls lässt sich schon sagen und CBD hat mehr als 60 Punkte in unserem Organismus, an denen das Cannabinoid andocken und entsprechend wohltuende Wirkungen entfalten kann. Entscheidend ist aber die Dosis und hier muss noch viel mehr geforscht werden. Es kann ja nicht einfach die Gabe nur erhöht werden nach dem Motto „Viel hilft viel. Beim Cannabis und beim CBD ist die Anpassung der Medizin an die Aufnahmebereitschaft des Körpers entscheidend für die medizinische Wirksamkeit und für die Vermeidung von Nebenwirkungen.