Cannabis Anbau Steuerparadies

Quasi am Rand vom Atlanik in der Irischen See ist der großflächige Anbau von Cannabis direkt im Steuerparadies Isle of Man geplant (Bild von Frank Winkler auf Pixabay).

Kiffen wir bald Gras von der Isle of Man? Das Steuerparadies in der Irischen See plant den großflächigen Anbau von Cannabis und verantwortlich für das Vorhaben ist der umtriebige Milliardär John Whittaker. Als Inhaber der Peel Group als weltweit tätiger Immobiliengesellschaft verfügt der Hanf Fan über ausreichend Anbaufläche und will insgesamt 100 Millionen Britische Pfund in die Zucht der Cannabinoide investieren! Verkauft werden soll das Marihuana dann zuvorderst als Medizin in aller Welt und weil auf dem selbstregierten Eiland ohnehin bald THC als Therapeutikum erlaubt wird könnte der Plan gelingen. Bekanntlich stammen die Einnahmen der Insel aus dem Glücksspiel und windigen Finanztransaktionen, doch die Regierung entwickelt zunehmend den Tourismus und fördert nachhaltige Ansätze in der Landwirtschaft. Das windige und vor allem mit viel Regen gesegnete Meeresklima soll förderlich sein für den Cannabis Anbau – hier die Meldung im Überblick.

Begehrte Lizenzen für das Anbauen von Hanf

Im Moment sind die Briten wie auch die Einwohner der Isle of Man beim Kiffen genauso unfrei wie die Menschen in Deutschland. Eine wissenschaftlich unhaltbare Drogenpolitik bestraft freie und erwachsene Bürger für den Konsum einer uralten, exzellent erforschten Heilpflanze und so muss auch der Milliardär in der Irischen See erstmal nach einer Lizenz für den Cannabis fragen wie ein dummer Schuljunge. Züchten möchte er das Gras outdoor und vor allem indoor in Lagerhallen, die man gerne mit anderen Hanfbauern respektive Unternehmen teilen würde.

Lustigerweise betont man mehrfach, nur Medizinalhanf anbauen zu wollen und keinerlei Druck auf die faule Politik ausübe, die bisher immer noch keine Weed Freigabe durchführt. Natürlich ist das Ironie, da jeder weiß wie nötig und vor allem richtig wie zielführend die Unterstützung durch Behörden wäre, aber egal – wie üblich blockiert die Regierung wo der Unternehmer Chancen auslotet und Arbeitsplätze schafft. Eine Legalisierung sei wünschenswert, so die Peel Group, aber man wolle sich da in keine Debatte direkt einmischen.

Bedenkenträger und besorgte Bürger gegen Cannabis?

Ja und nein. Einmal sind wie auch bei uns leider viel zu viele Leute immer noch unter dem Eindruck der Staatsmedien und anderer Organe, die tagtäglich Fake News über Cannabis wiederkäuen und das hinterlässt weiterhin Spuren im Denken. Wie auch bei uns sind dann die Bürger auf der Isle of Man in der Mehrheit für den Hanf Anbau und die Lokalpolitiker erkennen die Chance, doch ganz oben in der Regierung wie in der willfährigen Zeitung werden vorgebliche Gefahren durch Gras indoor oder outdoor anbauen konstruiert.

Weil gerade Klimawandel schwer in Mode ist bezichtigt man den potentiellen Cannabis Anbau der Energieverschwendung! Die Story vom faulen Kiffer glaubt niemand mehr und so wird eben behauptet, die künftige Farm stelle garantiert einen Schandfleck („eyesore“) dar, was als Aussage so auch von der Bierpartei CDU/CSU stammen könnte. 

Die Peel Group freilich ist kein grüner Kindergartenverein, der sich Bären aufbinden lässt! Sofort kontert das Unternehmen, man würde selbstredend das Gras mit erneuerbaren Energien versorgen aus Solarzellen, deren gleichzeitige Errichtung schon geplant ist. Auch die angeblichen Cannabis Gefahren durch zu viel Plastik sind natürlich erfunden, schließlich gibt’s genug alternatives Verpackungsmaterial auf dem Markt. In spätestens fünf Jahren soll die Hanf Zucht Anlage im Atlantik fertig sein – ob Cannabinoide wie das beliebte THC dann endlich legalisiert sind als robust erforschtes und gut verträgliches Therapeutikum wie Genussmittel?