Cannabis in der Dose

Wie sollte Cannabis am besten aufbewahrt werden?

Irgendwann fragt sich jeder Kiffer: Wie lange kann ich Cannabis aufbewahren? Wie steht es um die wichtigsten Faktoren rund um die Lagerung, allen voran die Luftfeuchtigkeit? Oft genug schimmelt Hanf bei unsachgemäßer Aufbewahrung, wird feucht oder eben allzu trocken und wer schon mal staubtrockenen Haschisch im Joint geraucht hat oder gammeliges Gras, der kennt diese Probleme zur Genüge. Manchmal finden wir auch ein wenig Marihuana in der alten Winterjacke und wer zu Hause Hanf anbauen will und dann erntet, der möchte natürlich auch wissen, wie lange das dann haltbar ist.

So ähnlich ist das ja beim Wein und beim Whiskey: Es gibt bestimmte Aspekte, die braucht es für die hochwertige Lagerung und wer Qualität will beim Cannabis, der kommt um die üblichen kühlen und dunklen Plätze zum Aufbewahren nicht herum. Es gibt kein Haltbarkeitsdatum für Hanf, so viel ist schon mal klar – mit ein paar Grundlagen kommt ihr prima aus, das Gras bleibt frisch, lecker und vor allem: wirkungsvoll.

Die wichtigsten Faktoren für Gras im Glas

Schauen wir erstmal prinzipiell auf die äußeren Bedingungen. Schimmel, Trockenheit, Insektenbefall – Cannabis ist vielen Angriffen ausgesetzt, die sich jedoch relativ leicht verhindern lassen. Wer sich jedoch nicht dran hält, der kann schon mal eine ganze Ernte innerhalb von Tagen zerstören – zumal Hanf auch Abbauprodukte entwickelt wie CBN, das wirkt völlig anders als die üblichen begehrten Substanzen wie eben THC und CBD.

  • Temperaturen

Schimmel entsteht bei höheren Temperaturen plus Luftfeuchtigkeit. Um das Cannabis davor zu schützen, ist die Lagerung im Dunklen empfehlenswert und eben kühl sollte der Aufbewahrungsort sein. Wenn es zu heiß ist, dann zerfallen die Terpene im Hanf, das sind die Aromastoffe, die ihres Zeichens beim Anbau von Marihuana über Monate hinweg mühevoll ausgebildet werden! Der Rauch im Joint schmeckt dann hart, heiß, keineswegs mehr so angenehm. Zudem sind niedrige Temperaturen die beste Gewähr, um die Entstehung des drückenden, extrem schläfrig machenden CBD zu verhindern – ein Abbauprodukt vom THC, das zwar berauscht, aber vor allem müde und träge macht.

  • Feuchtigkeit

Ungeheuer wichtig, um Schimmel zu verhindern: Es empfiehlt sich bei häufiger Lagerung von Cannabis eine Art Schrank mit einstellbarer Temperatur, ähnlich dem Humidor für Zigarren. Experten sagen, die Luftfeuchtigkeit sollte um die 60% liegen – das lässt sich kontrollieren und trägt dazu bei, dass Farbe, Konsistenz, Aroma, Geschmack und natürlich auch die Wirkung beim Hanf lange erhalten bleiben. Aber zu trocken bitte auch nicht lagern – dann wird das Gras quasi schütter und hat keinerlei klebrige Trichome und eben den berauschenden Harz zu bieten.

  • Licht

Bekannterweise ist UV-Strahlung immer ein Risiko für Pflanzenprodukte, so eben auch für den Hanf. Wie das Gras im Garten zum Ende des Sommers hin braun wird und selbst ein Autolack anfängt auszubleichen, wenn das Fahrzeug nicht in der Garage steht – so lässt auch das Cannabis schnell nach, wenn die Sonne draufscheint. Schon in den 70er Jahren gab es Untersuchungen zum Thema und Licht ist ein besonders gefährlicher Faktor für die Zersetzung von Cannabinoiden. Unter normalen Umständen eingelagert fanden die Forscher damals heraus lässt sich Hanf ohne Probleme über mehrere Jahre aufbewahren – Wirkung und Aroma bleibe zuverlässig erhalten.

  • Luftgemisch

In den Wachstumsphasen braucht Cannabis ordentlich Sauerstoff und auch beim Trocknen ist das wichtig. Doch auch beim Aufbewahren ist gelegentliche Frischluft bedeutsam! Hanf trocknet sonst schnell aus und davon ist übrigens oft Gras betroffen, das nach dem Ernten nicht richtig behandelt wurde. Und natürlich gilt auch die Gegenseite – zu viel Sauerstoff führt zum Abbau der Cannabinoide, so dass Ihr mal Ausschau haltet nach Gläsern, die mit Handpumpen für die Luftzufuhr ausgestattet sind. Gibt’s auf Nachfrage in einem gut sortierten Headshop auf jeden Fall.

Wie soll ich Hanf lagern?

Die wichtigsten Faktoren sind klar, aber in der Summe haltet Euch immer an folgende Aspekte:

  • Direktes Sonnenlicht ist zu vermeiden
  • Gläser sind bestens zur Lagerung geeignet.
  • Mittels Hygrometer ist die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren.
  • Vakuumverschlüsse verhindern Einflüsse durch Sauerstoff.
  • Hanf-Sorten sind getrennt aufzubewahren, um Note und Wirkung zu erhalten.
  • Innovationen sind willkommen – einige vielversprechende Cannabis-Aktien machen nur in Aufbewahrung und hier gibt’s ständig neue, sehr hilfreiche Produkte.

Plastik, Ofen, Kühlschrank – Bitte vermeiden!

Es gibt auch ein paar No-Go´s, logisch und so müsst Ihr unbedingt auf die folgenden Regeln achten beziehungsweise die häufigsten Fehler vermeiden:

  • Gras nicht im Kühlschrank aufbewahrt wird – die Schwankungen sorgen zuverlässig für Schimmel im Hanf!
  • Cannabis gehört auch nicht in das Gefrierfach, das zerrüttet die Trichome im Gras und mindert rasch dessen Qualität.
  • Plastikboxen sind keine gute Idee, weil die statische Aufladung solcher Schachteln auch die Trichome beschädigt – die berühmten Plastebeutel vom Dealer sind also nur für kurze Zeit okay und am besten nur für sehr kleine Mengen.
  • Lagerstätten für Cannabis sollten fern bleiben von elektronischen Geräten – die Fritteuse oder der Ofen strahlen nun mal auch Wärme ab! Gut geeignet ist demgegenüber eine trockene, dunkle Speisekammer.
  • Humidore für Zigarren sind beim Hanf nicht empfehlenswert. Meistens wird dort Zedernholz verarbeitet und das sorgt für das Austrocknen der ätherischen Öle beim Hanf. Oft sind auch Schwämme verbaut mit Befeuchtern, das ist für das Gras ebenso keine Option.
  • Cannabis nicht mit Aschenbechern oder Grindern aufbewahren – der Geruch legt sich unweigerlich auf den Hanf.

Bei Speisen und Getränken mit Cannabis gelten die üblichen Regeln zur Aufbewahrung. Achtet auf das Haltbarkeitsdatum und wenn Ihr mit Hanf kochen und backen wollt, dann packt es sauber, trocken und kühl ab – das garantiert minimale Verunreinigung und möglichst lange garantierten Genuss.