Erkältung - Symbolfoto

Kiffen bei einer Erkältung oder einer Grippe – Wahrheit und Mythen!

Es gibt Themen rund um den Hanf, da sind wir beim THC.Guide selbst an sehr kalten Wintertagen auch erstmal skeptisch: Kiffen während wir erkältet sind und im Bett liegen – was soll das bringen und wieso interessiert sich die Wissenschaft seit Neustem auch für Cannabis und Schnupfen, Erkältung und Heiserkeit? Zugleich müssen wir jedoch die enormen Fortschritte in der Erforschung der Hanfpflanze beachten und siehe da – es gibt tatsächlich Verbindungen zu Kopf- und Gliederschmerzen und der Einnahme von Cannabis. Solltet Ihr also bei der nächsten Schnupfenattacke zur Bong greifen und wie genau kann Hanf bei Erkrankungen helfen?

Klar, wenn wir husten und niesen und uns die Brust wehtut, dann kann der Joint zum Fluch werden und niemand möchte ernsthaft empfehlen, sich erkältet den Eimer mit Haschisch und Marihuana reinzuziehen! Es gibt aber auch den berühmten Wohlfühleffekt beim Hanf, der schon ein bisschen mit jenem Empfinden vergleichbar ist, das wir an kalten Wintertagen haben – wenn wir uns da unter die flauschige Decke verkriechen. Cannabis macht den Mund trocken, die Augen rot, den Herzschlag schneller – Ist das während einer Erkrankung hilfreich?

Cannabis und Fieber – Ein uraltes Heilmittel wird wiederentdeckt

Hanf als Fiebersenker ist ein ganz alter Hut und die heutige Wissenschaft findet gerade auch empirisch nachweisbar heraus, wie Cannabis die Körpertemperatur senken kann! Die sogenannte „THC-Hypothermie“ verweist auf den Einfluss des berühmten Tetrahydrocannabinols. Als psychoaktiver Stoff der Hanfpflanze ist THC direkt im Hypothalamus aktiv und verändert tatsächlich dann auch die Temperatur. (Quelle: letfreedomgrow.org)

Freilich: Das ist nicht unbedingt ein Segen! Fieber ist nichts anderes als die Erhöhung der Temperatur durch den Organismus, um auf konstantem Level gegen Viren und Bakterien vorgehen zu können. Infektionen werden auf diese Weise ausgemerzt, weil sehr viele Krankheitserreger mit Wärme nicht gut umgehen können. Cannabis beeinflusst dieses System wie beschrieben. Wenn wir den Hypothalamus durcheinander bringen, der regelt nämlich auch die Temperatur, dann ist der erwähnte chillige Effekt durch den Hanf nicht willkommen – unsere Muskeln fühlen sich dann taub an und das führt zu dem berühmten Erkältungszittern, dem Schüttelfrost per excellence.

Einfluss von Cannabis auf die Körperfunktionen

Wenn Haschisch und Marihuana im Hirn in der gleichen Region aktiv sind wie der Regler für die Gradzahl im Körper, dann wirkt das ähnlich wie Chili, Senf und überhaupt die bekannten scharfen Speisen. Spürt unsere Zunge den ersten Hit Wasabi so ist eine Abkühlung im Körper die Folge – Cannabis funktioniert sehr wohl vergleichbar! Beteiligt sind hier die TRPA-1 Rezeptoren, die auch für die Bekämpfung von Schmerzen und Entzündungen verantwortlich sind. Daher führt scharfes Essen zu einer Art defensiven Reaktion, bei der unser Organismus Schmerz lindern will durch eine vorübergehende Abkühlung der Körpertemperatur.

Hanf wirkt wohl ähnlich, das wird derzeit auch im Labor untersucht und nachgewiesen. Dazu finden sich ebenso Berichte über eine Erhöhung der Temperatur und so ist der Konsum von Cannabis bei Fieber und Erkältung wohl eher nicht angezeigt bis hier klare, belastbare Studien vorliegen. Aber schauen wir mal auf konkrete Erkrankungen und die Anwendung vom Marihuana – da gibt’s eine Menge Vorurteile, Mythen und Stories, die im Zeitalter der Erforschung von Cannabis nur noch bei der Bundesdrogenbeauftragen Mortler geglaubt werden und die sich deshalb der Bürger leider selbst widerlegen muss.

Hier mal eine (unvollständige) Liste zur Übersicht:

  • Cannabis und Brustschmerzen: Rauchen verbietet sich bei der ernsthaften Bronchitis und wer hier zum Vaporizer greift, der sollte warmes Wasser verwenden, das ist schonender für die Lunge. Bongs und Pfeifen sind nicht geeignet, weil bei der üblichen Verbrennung nur zusätzliche Schadstoffe entstehen.
  • Cannabis und Erkrankungen der Nase: Wenn unser Riechorgan verstopft ist und wir nicht zu den berüchtigten Sprays greifen wollen, dann sollten wir logischerweise auch keinen Eimer rauchen! Es gibt aber auch Leute, die berichten über eine Verbesserung der Symptome bei Einnahme von Hanf. Sicher macht Ihr nichts falsch mit der Einnahme zusätzlich von etwas Chili und Pfeffer, da wird die Nase frei und das wirkt zusammen mit dem Cannabis gut gegen Entzündungen.
  • Cannabis und Erkältung im Allgemeinen: Experten empfehlen hier CBD-reiche Hanfsorten! Bei Erkrankungen kann der übliche Rausch durch THC sehr unangenehm wirken, aber eine grundsätzliche Anwendung von Hanf ist nicht zu begründen. Kiffer respektive Patienten berichten über wohltuende sedierende Effekte, gepaart mit schmerzstillender Wirkung durch das Cannabis.
  • Cannabis und Halsschmerzen: Auch hier ist Rauchen ausgeschlossen – der Hanf Tee ist hingegen eine echte Empfehlung, vollgepackt mit Wirkstoffen gegen Entzündungen und Schmerzen! Am besten mit Cannabis Kokosnussöl aufwerten, das schmeckt neutral und lässt die heilsamen Effekte vom Hanf gut durch beim Trinken.

Vaporizer und Cannabis Rezepte…

Sind auf jeden Fall die erste Wahl bei einer Erkältung! Rauchen ist überhaupt nicht gut, schließlich werden die bei Schnupfen angegriffenen Lungen noch weiter attackiert – völlig egal, ob die Bong einen Eiskühler hat oder Ihr Kohlefilter für den Joint verwendet. Cannabis wird eine Erkältung auch nicht abkürzen. Laut den Untersuchungen jedoch gibt es Hinweise, dass die Einnahme von Haschisch und Marihuana das Immunsystem unterstützt und das wäre natürlich ein Trumpf, gerade wenn Ihr Gras im Vaporizer verdampfen wollt oder eben Cannabis Rezepte probiert während der Leidenszeit.

Milde Produkte mit viel CBD empfehlen sich ebenso. Warum nicht ein paar CBD-Rezepte kochen und backen und beispielsweise CBD-Honig zum Tee genießen? Ihr könnt beim Tee übrigens immer ein paar tiefe Züge nehmen vom Dampf des Getränks, das ist wie eine Art wohltuende Inhalation. Es gibt auch Sprays mit Cannabis für eine besonders simple Anwendung. Bei einer Erkältung könnt Ihr Hanf also gerne anwenden, wenn gewünscht – aber bitte schlaft auch ausreichend, esst genügend Vitamine und bringt das Immunsystem in Schwung, das hilft neben dem Cannabis dann auf jeden Fall.