Cannabis Curing

Cannabis Curing – ein wichtiger Schritt zu hochwertigem Weed.

Wer sich Monate lang heimlich zum Gießen der eigenen Cannabisplantage in den Wald schleicht oder auf dem Dachboden mit Kunstlicht die Hanf-Spots indoor heranzieht, der will logischerweise auch beim Endprodukt und den eigentlichen Buds ordentliche Qualität erzielen. Ganz entscheidend ist hier das Trocknen selbst, im Englischen auch als Curing bezeichnet, bei dem die Feuchtigkeit dem Gras durch kontrollierte Anwendung einiger Tricks entzogen wird. Das dauert zwar etwas länger als das bloße Trocknen von Marihuana etwa an der Wäscheleine, doch dafür bekommt Ihr dann auch tatsächlich richtig gutes Cannabis aus der Ernte.

Geschmack und Qualität bei Haschisch und Marihuana

Grundsätzlich verspricht sachgemäßes Trocknen beim Cannabis immer eine Steigerung der Qualität. Die Produktion der Cannabinoide kommt beim Hanf nach der Ernte nicht vollständig zum Erliegen, vorausgesetzt Ihr achtet auf bestimmte Aspekte beim Trocknen. Etwa 18 Grad Temperatur und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50% sind optimal und die Umwandlung etwa von THCA in das begehrte THC kann noch eine ganze Weile weiterlaufen – das erhöht im Umkehrschluss auch die Potenz beim Hanf. Wärme und Trockenheit sind Aspekte, die können kniffelig erscheinen, aber der eigentliche Prozess beim Curing hat für Euer Gras entscheidende Vorteile.

Wird Cannabis nämlich bei höheren Temperaturen gelagert, dann verflüchtigen sich mitunter auch die Terpene. Diese Duft- und Aromastoffe sorgen für die spezielle Note beim Haschisch und Marihuana und wenn Ihr die bei den Hanfsamen zuvor beschriebenen Geschmäcker von Lemon bis Erdbeere wirklich in der Tüte auskosten wollt, dann ist die Lagerung beim Trocknen immens wichtig.

Welche Methode ist die beste für das Cannabis Curing?

Wenn Ihr diszipliniert beim Curing von Hanf auf folgende Aspekte achtet, dann lassen sich nervige Erscheinungen wie Schimmel, nachlassender Geschmack und Geruch und natürlich eine schwächere Wirkung vermeiden. Bis zu zwei Jahren lässt sich Cannabis in einer dunklen, kühlen Box aufbewahren – ganz ohne Qualitätseinbußen! Es gibt dann einige unterschiedliche Verfahren wie das Einfrieren oder auch die Verwendung von Wasser, doch wir wollen hier erstmal nur die simpelste Methode beschreiben.

Bekanntlich schneidet Ihr bei der Ernte den Großteil der Pflanze ab, entfernt nervige Blätter und hängt die Marihuana-Blüten dann an einem Draht auf. Einige Hanfbauern hängen die ganze Pflanze auf, anderen fokussieren nur auf die Buds allein, was dann auf speziellen Regalen gelagert wird. Es ist sinnvoll, die Beschneidung und Entfernung der nutzlosen Blätter vor dem Trocknen durchzuführen. Die Leine beziehungsweise der Draht sollte in einem Raum gespannt werden, der die oben erwähnten Konditionen von etwa 18 Grad bei 50% Luftfeuchtigkeit aufweist. Keine Sorge – dieses Klima herrscht in den meisten Zimmern in Deutschland, Österreich und in der Schweiz, so dass Ihr keine Raumtrockner und ähnliches braucht zum Cannabis trocknen. Ein Ventilator ist sehr zu empfehlen und nur wenn die Luft wirklich etwa durch Regen ständig feucht ist, müsst Ihr ein besonderes Gerät zum Trocknen anschaffen.

Die finalen Schritte beim Hanf trocknen

Wenn die Buds oder Pflanzen an der Leine schließlich leicht knusprig sind, um es mal so zu sagen, dann geht’s weiter mit dem Curing – mittelwerte sind um die 10 Tage Trocknung, was aber täglich geprüft werden sollte. Nun geht es an die eigentliche Kur. Das Cannabis wird dabei nach dem Verschneiden, das sich entweder vor der Trocknung oder eben danach durchführen lässt, in eine dunkle Box gepackt. Am besten eignen sich hier Holz, Metall und Keramik, während die berühmte Plastiktüte entweder die Terpene beim Cannabis negativ beeinflusst oder aber den Curing-Prozess im Ganzen stört, weil durch die Plaste nun mal kein Sauerstoff dringt.

Die Boxen werden dann befüllt, ganz locker und luftig mit dem Gras, und dann verschlossen. Schon nach einem Tag werdet Ihr sehen, dass der Hanf nicht mehr so trocken ist – die Feuchtigkeit aus dem Inneren der Buds dringt nach außen und wenn das nicht passiert, dann habt Ihr beim vorherigen Trocknen selbst nicht auf optimale Umstände geachtet. In der ersten Woche ist beim Curing die Box mehrmals täglich zu öffnen, für ein paar Minuten, nicht länger. Dabei kann Sauerstoff einströmen und Feuchtigkeit entweichen.

Ammoniakgeruch: Riecht das Gras in der Box sehr komisch und nach Ammoniak, dann ist es nicht trocken genug für das Curing! Dann droht Schimmel und der Hanf kann verrotten, was oft mit der Vernichtung einer ganzen Ernte einhergeht. Passt also auf, dass Ihr wie beschrieben leicht knuspriges Cannabis in die Boxen packt.

Das Curing kann bis zu 8 Wochen dauern. Es gibt sogar Hanfsorten, die erfordern ein halbes Jahr der Behandlung, um dann die wirklich spitzenmäßige Qualität heraus zu kitzeln und etwas Geduld müsst Ihr beim Trocknen und Curing von Cannabis auf jeden Fall aufbringen. Meistens wird dieser Prozess übersehen oder eben unsachgemäß durchgeführt, was schade ist – schließlich ist gerade bei der eigenen Ernte ein tolles Endprodukt beim Marihuana möglich und niemand muss heute mehr das eher schlecht getrocknete Gras vom Dealer kaufen.