Cannabis HandelEs ist allseits bekannt, dass in Deutschland Haschisch und Marihuana entweder noch illegal beim Dealer wie auch als Medizinalhanf beim Arzt zu bekommen sind und das macht die Diskussion, ob man Cannabis online oder doch lieber im Fachgeschäft kaufen sollte, vorerst ein wenig müßig. Wer aber genauer hinschaut, der sieht immer mehr Bundesstaaten in den USA den Hanf legalisieren und mit Kanada wird ab 2018 das zweitgrößte Land der Erde das THC Kraut für jedermann freigeben. Es kann also ganz schnell gehen und wenn beispielsweise Großbritannien im Zuge des Brexits Geld braucht, dann ist Cannabis dort ebenfalls auf dem Tableau, was weiteren europäischen Ländern einen Schub geben wird. Was also können wir erwarten?

Der Cannabis Handel zwischen Apps und Lieferdiensten

Dabei wird einem künftigen Hanf Verkauf im Internet von Experten einiges an positiven Aspekten beigemessen, schließlich lassen sich online die Personendaten prüfen wie etwa auch im Online Casino und das bedeutet unter anderem:

  • Limitierung respektive Kontrolle des Verkaufs von Haschisch und Marihuana an Minderjährige;
  • Verbesserung der Angebote und eine breite THC und CBD Auswahl für den Kunden
  • Die Entwicklung von möglichst verträglichem Gras und Dope sowie einen verlässlichen Lieferdienst und
  • Eine umfassende Aufsicht von Werbung, Promotion und Aufbereitung des Hanf Service.

Es gibt sogar Ansichten von den Fachleuten, die reden einem reinen Online Cannabis Handel das Wort, wodurch sich die Sichtbarkeit der Droge und deren Verkauf drastisch reduzieren ließe. So ähnlich also wie bei den E-Zigaretten, deren Aromen und Zubehör von sehr vielen Kunden stets im Internet erworben wird?

Gras im Silicon Valley: Im sonnigen Kalifornien jedenfalls lassen sich bereits Apps wie etwa Eaze nutzen, was dann den Lieferservice von Marihuana bis an die Haustür beinhaltet. Solche Modelle kombinieren Verkaufsstellen meist mit Uber Fahrern und es wird quasi vermittelt und dann geliefert. Die Kanadier haben demgegenüber Angebote wie Tweet Mainstreet, dort wird direkt ab Lager und vom Vorrat der betreffenden Unternehmen verschickt. Zudem werden diese erfolgreichen Start Up´s von Investoren mit Kapital zugeschüttet, da ist eine Ausweitung der Aktivitäten nur logisch.

Cannabis bei Amazon bestellen?

So schnell wird es nicht gehen, auch wenn Du bereits einige CBD Produkte bei diesem Mega Einzelhändler Amazon wirst finden können. Allerdings ist Cannabis eben auch eine Droge oder zumindest eine Medizin und dergleichen unterliegt viel strengeren Vorschriften als die meisten üblichen Artikel auf der Seite. Freilich wird es hier als erstes dann Kooperationen mit Einzelhändlern geben, die übliche Vorgehensweise bei Amazon dürfte im Laufe der nächsten Jahre sich auch auf den Hanf erstrecken.

Vorsicht bei Online Cannabis Shops: Bis auf die genannten Ausnahmen in Kanada und in den USA ist der Versandhandel mit THC verboten! Wenn Du also auf Seiten wie Shiny Flakes und deren Nachfolgern vorzüglich ausschauenden Haschisch und verlockendes Gras zur Auswahl findest, dann ist das fast immer Fake, Abzocke und Du verlierst deine Bitcoins oder eben auch echte Euros. Darüber hinaus werden diese Shops im Internet nicht selten von der Polizei hochgenommen und wenn sich dann deine Daten im System finden, ist das auch nicht gerade von Vorteil.

Fachhandel und Probe: Eine Chance für Headshops?

Zugleich scheint aber auch der reine Fachhandel, in den USA heißen diese THC Buden Dispensaries, mit Cannabis einige Vorteile zu bieten, wobei hier ganz logisch die Beratung, die fachkundigen Verkäufer und sogar die Möglichkeit zum Probieren hervorstechen. Es ist zwar selbst in Colorado nicht ohne Weiteres drin, sich einfach so in der Öffentlichkeit einen Joint anzuzünden, aber mit Sicherheit werden solcherlei Headshops in naher Zukunft ähnlich wie Weingeschäfte die Sorten auch mal proberauchen lassen.

Das größte Problem von Head Shops ist die soziale Sichtbarkeit von Cannabis: Wenn die Penner vor dem Getränkehandel abhängen und besoffen herumpöbeln, dann ist das zwar nicht eins zu eins auf die Kiffer vor einer THC Ausgabestelle umzulegen, aber allein der Geruch stört viele Leute, zumal sich einige Weed Fans auch nicht gerade sonderlich sauber und ansehnlich präsentieren. Schnell würden solche Shops als Schmuddelbuden gelten und vielleicht auch Anziehungspunkt werden für allerlei zwielichtiges Geschmeiß!

Es ist also denkbar, dass wir spätestens in vier Jahren, wenn Merkel dann endlich hoffentlich weg ist, das Gras sowohl im Internet bestellen wie auch der richtige Fachhandel vor Ort weiterhilft. Zwar dürfte wie überall im Einzelhandel Amazon mit seiner Marktmacht viel für sich beanspruchen, aber Du kennst vielleicht so manches Buchgeschäft, das hat sich mit spezieller Literatur frei gemacht von diesem Unternehmen und solcherlei ist für Cannabis genauso denkbar. Die Zukunft jedenfalls wird uns Alternativen zur Weinverkostung im Fachhandel und zum Bierversand aus dem Netz bringen und wenn nicht gerade die CSU regiert, dann dürften in ein paar Jahren Cannabis, der Joint, die CBD Medizin wie selbstverständlich zum Alltag vieler Leute gehören.