Cannabis Apotheke ausverkauft

Weil ein wichtiger Zulieferer aus Holland den Hanf Export nach Deutschland stoppt, ist hierzulande nun das Cannabis in der Apotheke ausverkauft (Bild von ross ruby auf Pixabay).

Die deutschen Apotheken und der Hanf als Medizin, das ist beileibe keine Erfolgsgeschichte: Seit der Freigabe von Cannabis auf Rezept vor nunmehr drei Jahren ist Gras für Patienten fast nie in ausreichender Menge vorhanden, wird dazu mit astronomischen Aufschlägen verkauft und an eine therapeutisch möglichst große Vielfalt braucht niemand auch nur zu denken! Verantwortlich für diese Sauerei und das Leid der Leute ist mal wieder die Drogen- und Gesundheitspolitik unter Angela Merkel und Jens Spahn, die keine zuverlässige Planung wollen bei der Versorgung kranker Menschen mit Marihuana. Nun flattern schon wieder Meldungen rein, nach denen Cannabis in der Apotheke wohl auf längere Zeit ausverkauft sein wird, weil ein wichtiger Exporthändler in den Niederlanden erstmal kein Gras liefern kann.

Absichtliche Lieferengpässe zur Gängelung von Hanfpatienten?

Ja, das ist sehr deutlich: Die Legalisierung der Cannabismedizin wurde nicht begleitet von einer fürsorglichen Planung, sondern auch deshalb unstrukturiert vorgezogen, damit den Menschen im Land möglichst wenig Hanf zur Verfügung steht. Zwar leiden die Leute unter Schmerzen, Depressionen und Übelkeit, wofür Cannabis bestens helfen kann, aber Spahn und Merkel ist das total egal – sonst gäbe es ja eine bessere Planung und Struktur! Nun ist mit Bedrocan der für den deutschen Markt besonders wichtige Lieferant vorerst unpässlich und in den nächsten sechs Wochen wird Hanf auf Rezept noch knapper als ohnehin schon.

Warum liefern die Niederländer kein Medizingras mehr?

Weil die Lager leer sind. Apothekerverbände haben dazu die Mitteilung des Großhändlers schon publik gemacht, doch statt endlich die deutsche Gesundheitspolitik zu kritisieren, schiebt man die Schuld ausgerechnet auf die Unternehmen in Holland. Dort wären Tests zur Freigabe der Exportmengen nötig, was derzeit nicht funktioniert und so wird eben kein Cannabis nach Deutschland ausgeliefert. Hiesige Patienten haben mal wieder Pech und müssen leiden, während wirklich überall sonst in der Welt der Nachschub mit Medizinalhanf zuverlässig klappt.

Umfassende Behandlung: Weil Cannabis in Deutschland mit Absicht nicht erforscht ist und es viele Lügen gibt, verlangen die Behörden auch Maßnahmen wie das Bestrahlen von Hanf, was weitere Verzögerungen nach sich zieht. Bedrocan macht das zwar alles, aber zur Zeit hat man schlicht keine Ressourcen für die deutschen Forderungen und so fehlen derzeit etwa 40% Marihuana bei den Lieferungen. Gut möglich, dass die Produkte auch mehrere Monate fehlen und so hoffen umsichtige Mediziner auf möglichst vergleichbare Hanfsorten mit einem ähnlichen Profil bei anderen Lieferdiensten aus dem Ausland. Wie auch bei Masken, Antibiotika und unendlich viel mehr Medizinware verlässt sich diese Bundesregierung auf andere Staaten und im Zweifelsfall müssen ja nur die kranken Bürger leiden. 

Diversifizierung soll den Cannabis-Import anschieben

Und die Apotheken, ihres Zeichens happy über die massiven Preisaufschläge beim Cannabis, sorgen sich auch gar nicht um die Menschen, sondern um den Profit und erwarten einen Ausgleich bei den Hanf Lieferungen durch andere Staaten. Wieder baut man auf Portugal und Dänemark anstatt dem völlig ignoranten Bundesgesundheitsminister Spahn die Leviten zu lesen und so wird dann auch in Zukunft gelegentlich bei Lieferschwierigkeiten aus dem Ausland so mancher Patient leiden müssen. Fraglich ist auch, wie flexibel die Pharmakologen reagieren – viele Apotheken interessieren sich gar nicht für die neue Cannabismedizin, bestellen einfach ad hoc und wenn es dann kein Gras gibt, dann ist haben die kranken Leute eben Pech gehabt.

Auch die eigentlichen Großhändler stehen massiv unter Druck, wir hatten neulich dazu bereits berichtet. Mehr als 40 von ihnen teilen sich den Markt für Hanf auf Rezept und weil auch hier absichtlich die Importmengen nicht erhöht werden durch die Politik, gehen eigentlich innovative, aussichtsreiche Unternehmen in Deutschland mal wieder bankrott – während die Autoindustrie auch zig Jahre nach Bekanntwerden der Diesel-Lügen immer noch kein E-Auto baut oder sonstig mit Innovationen glänzt. Zukunftsforschung und kreative Ansätze sind unter Merkel nicht möglich, zum Leid der Menschen und angesichts der bewusst niedrigen Margen für Großhändel von Cannabismedizin wird auch diese Branche am Ende durch stumpfe CDU-Ideologie in die Pleite getrieben.