Frankreich Medizinhalhanf Anbauen

Seit Anfang März ist das Anbauen von Medizinalhanf in Frankreich erlaubt und Patienten dürfen eine bessere Versorgung mit Cannabis erwarten (Bild von user1469083764 auf Pixabay).

Ok, den Eigenanbau von Cannabis dürfen unsere Nachbarn auch noch nicht durchführen, aber immerhin gibt’s ab sofort nun Lizenzen für kommerzielle Hanfbauern auf dem fruchtbaren Acker der Grande Nation. Bekanntlich ist die französische Landwirtschaft einer der Hauptempfänger von Subventionen durch die EU und hier kommt jetzt endlich Gras auf das Tableau nach langem Zögern der wie üblich wahlweise lahmen oder eben faulen Bürokratie in den Schaltstellen von Paris. Das Anbauen von Medizinalhanf in Frankfreich wird aber wenigstens die Situation der Patienten im Land verbessern, die wurden bis dato im Staate des Emmanuel Macron fast noch schlimmer gegängelt als in der Bundesrepublik. Warum hat das eigentlich so lange gedauert?

Ist Deutschland beim Cannabis als Heilmittel der Initiator für eine bessere Drogenpolitik in der EU?

Schwer zu sagen, denn Malta, Portugal oder auch Tschechien und die Niederlande sind uns Lichtjahre voraus und haben entweder schon eine Legalisierung von Cannabis durchgeführt oder aufgehört, die Konsumenten einer uralten Kulturpflanze zu schikanieren. Aber alleine das angekündigte Versprechen, die Freigabe von Hanf durch die neue deutsche Ampel-Koalition durchzuführen scheint Ländern wie Frankreich Beine zu machen, verharrte man doch dort und in vielen weiteren Staaten der EU immer noch in den alten, wissenschaftlich nicht mehr haltbaren Gras Verboten. Ob Olaf Scholz und Konsorten wie vor allem die mitregierende FDP als vorgebliche Freiheitspartei ihre Zusagen einhalten bleibt abzuwarten. Frankreich reagiert wenigstens ein bisschen und konzentriert sich beim Hanf statt auf die überholten Fake News nun endlich auf eine bessere Gesundheitsversorgung.

Bürokratische Verrenkungen rund um den Anbau von medizinischem Hanf

Geht offenbar nicht anders bei uns in Europa! Kanada und die USA, Uruguay und sogar Länder wie Georgien überlassen es ihren Bürgern selbst, welche Arznei sie einnehmen möchten, doch auf dem Gebiet der ach so freien, liberalen EU wird weiterhin mit allen Mittel versucht, der Pharmaindustrie und gierigen Apothekern möglichst hohe Profite zu sichern. Gibt es also eine Verbindung zwischen den Gängeleien rund um die Impfung gegen das Coronavirus und einer absurd inkompetenten wie gewissenlosen Drogenpolitik beim Cannabis? Denkbar ist das allemal, denn Macron und Scholz wollen zwar beide die Bürger zwingen, einen Impfstoff mit Notfallzulassung einzunehmen – doch beim Cannabis als exzellent erforschter Pflanze mit nachweislich guter Heilwirkung geht’s nicht ohne Schwindelei, Drohungen und die übliche Übertreibung gerade beim Anbauen von Gras.

Outdoor Cannabis vom französischen Acker beziehungsweise Indoor Marihuana aus dem Bunker muss in jedem Fall die EU-GMP Norm für medizinische Produkte erfüllen. Doch aktuell bleiben vom Transport der Hanfprodukte bis zum Verkauf alle wirtschaftlichen Aspekte weiter verboten und die Züchter müssen sich auch in Zukunft um eine bürokratische Konzession bei den nationalen Gesundheitsbehörden bemühen. Dort wird wie immer maximal verzögert und wir sind gespannt, ob die Beamten rund um den Elysee-Palast raffen, dass es so nicht geht – vielleicht müssen am Ende weiterhin Cannabis Präparate importiert werden weil zu Hause keiner mehr durchsieht?

Cannabinoide als personalisierte Arznei der Zukunft

Erst vor ein paar Wochen entschieden Gerichte, dass nicht berauschende CBD Blüten in Frankreich eingeführt und verkauft werden dürfen. Die jetzt angeblich so fürsorgliche Macron-Regierung hatte jahrelang versucht das zu verhindern und Millionen Menschen um eine wirksame, gut erforschte und verträgliche Naturmedizin gebracht. Offensichtlich hat auch dieses Gerichtsurteil für Bewegung gesorgt und zumindest erstmal die Bedürfnisse der Patienten aus dem Zwielicht der offiziellen Fake News geholt, aber ob das reicht? Oder handelt es sich bei der nun verkündten Zulassung für den Anbau von medizinischem Hanf gegen Schmerzen und andere Beschwerden nur um eine Nebelkerze?Aktuell sehen europäische Politiker wie die famose Ursula von der Leyen oder der Pleitier aus Belgien Charles Michel selbst den vielseitigen Nutzhanf nicht als ökonomische Chance. Konzentriert wird sich wie üblich auf Scheinprobleme und Kiffer wie Kifferinnen von Frankreich bis Deutschland dürfen von den grotesk unfähigen Eurokraten nichts erwarten.

Eine Klage vor dem EuGH gegen diese ignorante, mit Blick auf Volksgesundheit und Jugenschutz fatale Hanf-Politik könnte helfen, schließlich hat der Gerichtshof vor anderthalb Jahren durch ein Urteil das verlogene Geschwätz vom CBD als berauschender Substanz beendet – wer hat das Geld, die Nerven und vor allem die nötige Zeit um wenigstens in den Einrichtungen der Justiz in Europa für eine echte Gesundheitsfürsorge zu streiten?