bargeldlose Bezahlsysteme Cannabis

Noch ist es etwa in den USA schwierig für Cannabis Unternehmer ihre Geschäfte per Überweisung und mit Karte abzuwickeln – wir nennen die besten Gründe für bargeldloses Hanf Business. (Bild von PIRO4D auf Pixabay)

Die Maßnahmen der Regierungen weltweit, aber auch private Initiativen von Bitcoin bis Blockchain sorgen für eine vorgeblich stetige Abnahme des Bargeldverkehrs. Experten halten es für möglich, dass schon in wenigen Jahrzehnten keine Scheine und Münzen mehr im Umlauf sind und Insider fordern nun auch die Cannabis Industrie zum Einstieg in diese wachsenden Märkte auf. Aber warum sollte das Hanf Gewerbe aufspringen und mitmachen und gibt es dann auch Chancen, gerade für Anleger in Cannabis-Aktien?

  1. Bargeld ist zunehmend Vergangenheit

Mal wieder eine Binsenweisheit, die vor allem  Kriminelle und die Oma mit dem Sparstrumpf nicht unterschreiben würden, aber klar: Immer mehr Menschen verwenden kaum noch Bargeld, bezahlen mit Karte, per Pin, ja per Handy, pardon: Smartphone und warum sollte sich dieser Trend umkehren? Klar vergraben einige Leute zur Sicherheit Gold im Garten, aber in den Hanf Shops in den USA und Kanada wartet man sehnsüchtig auf den SAFE Bank Act, der es dem Cannabis Business endlich erlaubt, bargeldlose Transaktionen durchzuführen – derzeit stehen meistens noch Geldautomaten neben Haschisch und Marihuana.

  1. Bargeldloses Bezahlen ist sicher

Wenn nicht gerade die NSA oder Huawei mitlesen, letztere weniger weil ja die Bauteile für die Spionage zunehmend fehlen, dann sind Überweisungen und Co sehr sicher und zuverlässig. Für das Hanf Gewerbe eine Selbstverständlichkeit, denn wer will schon Geld verlieren, das für eine nette Menge Cannabis bezahlt wurde? Schnelligkeit ist genauso ein Punkt rund um die Sicherheit, so dass dies unbedingt ein Argument pro elektronischer Transfer ist.

  1. Bargeldloses Bezahlen ist leicht und unkompliziert

Nicht immer kann der Hanf Shop exakt wechseln und wer ein Gramm Gras für 10 Dollar mit einer Hundertdollarnote bezahlen will, der kriegt vielleicht das Cannabis nicht, weil die kleinen Scheine fehlen. Mit Karte und Co ist das kein Problem. Der volle und exakte Betrag wird bezahlt, fertig. Das gleiche gilt für das Gewerbe selbst, die nicht mehr mit Säcken voller Münzen zur Bank laufen müssen und dort Stunden mit der Zählung und Einzahlung verbringen. Und Bargeld wird manchmal auch geklaut von Angestellten oder bei Überfällen – das geht mit elektronischen Systemen ebenso nicht.

  1. Elektronisches Bezahlen bringt mehr Umsatz

Faktisch ist das so: Umfragen zufolge tragen Kiffer und Hanfpatienten um die 50 Dollar in bar mit sich herum und wenn man dann eine Dispensarie mit dem gigantischen Angebot Haschisch und Marihuana aufsucht und ein paar teure Sorten kaufen will, wird es eng. Die Leute geben mit Karte und Co nachweislich mehr Geld aus, Untersuchungen zufolge sind das bis zu 50% mehr Ausgaben! Warum sollte sich die Cannabis Wirtschaft das entgehen lassen?

  1. Ein funktionierendes Geldsystem lockt Talente für die Wirtschaft an

Derzeit interessieren sich viele junge Leute für den Einstieg und würden vielleicht auch einen Master in Cannabis machen auf den Hanf-Unis, doch wer will schon sein Gehalt in bar bekommen die ganze Zeit? Oder Investitionen in cash bezahlen und sich deshalb stressen? Das große Potential der Cannabis Branche mit all den Innovationen und Ideen wird nur ausgeschöpft, wenn sich ausreichend Leute dafür engagieren und ein zuverlässiges Bezahlsystem ist dabei eine unverzichtbare Grundlage.

Natürlich gibt es auch zahlreiche Gründe, Bargeld beizubehalten. Dieser Artikel soll auch nicht die Abschaffung des Bargeldes bewerben. Trotz der Nachteile eines komplett bargeldlosen Zahlungssytem, wie beispielsweise plötzliche Enteignung, automatisierte Geldentwertung oder kompletter Überwachung des Konsums eines Bürgers sollten hier auch einmal die Vorteile für die Cannabis Industrie bei einem bargeldlosen Bezahlsystem aufgeführt werden.