Cannabis Konsum Hormone

Wie genau wirkt sich der Cannabis Konsum auf Hormone aus und welche biochemische Prozesse sind beim Kiffen beteiligt? (Bild von Antonika Chanel auf Pixabay).

Immer wenn wir Hunger haben, schönen Menschen hinterherschauen oder schlechte beziehungsweise ausgeprägt gute Stimmung haben, sind Hormone beteiligt. Dazu schauen wir uns heute mal den Konsum von Hanf an, schließlich adressieren die darin steckenden Cannabinoide wie das berühmte THC an ein körpereigenes System, das direkten Einfluss hat auf die Prozesse rund um die sogenannte Homöostase. Dieses körperliche Gleichewicht lässt sich praktisch durch Kiffen ausbalancieren. Beteiligt sind beim Cannabis Konsum mit Bezug auf die Hormone dann Drüsen und Organe wie Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse oder auch Zirbeldrüse und Eierstöcke. Der Mensch hat wohl um die 50 dieser biochemischen Botenstoffe und manche stimulieren Organe, andere helfen ihnen mit beim Regulieren diverser Vorgänge im Leib. Schlafen, Knochenwachstum, Stimmung – auf all diese Aspekte hat zugleich das erwähnte Endocannabinoid-System (ECS) Einfluss. Neurotransmitter und jede hormonelle Verschiebung wird beeinflusst und die Berichte der Kiffer, sie hätten mehr Lust auf Sex und auf Süßigkeiten sowieso, hängen mit zusammen mit dem Wechselspiel zwischen ECS und Hormonen. Hier ein Überblick mit den wichtigsten Funktionen und Bestandteilen, die durch Haschisch und Marihuana beeinflusst werden.

Der Metabolismus von Hunger und Cannabis

Jeder Hanfkonsument, egal ob Patient oder Kiffer weiß: Gras macht hungrig. Eine gesteigerte Intensität beim Schmecken und Riechen kommt dazu und schon landen Pizzas, Chips und Schokolade auf dem Tisch, wobei diese durch Cannabis verstärkten Passionen gepusht werden durch Hormone wie

  • Ghrelin: Hier gibt es Untersuchungen, wie das Hormon Ghrelin seinem Level nach ansteigt, wenn wir Space Cookies verzehren oder Gummibären mit THC – blankes Kiffen vom Joint, der Bong oder beim verdampfen von Gras mit dem Vaporizer hingegen hat weniger Einfluss auf den Spiegel. Ohnehin bezeichnet die Fachwelt Ghrelin als das Hunger-Hormon und der Zusammenhang mit dem beim Hanfkonsum stimulierten ECS ist unübersehbar.
  • Insulin / Glukose: Nur mit der richtigen Insulin Konzentration im Blut wird die in puncto Energieversorgung unverzichtbare Glukose optimal zu den Zellen geschafft und dort verwendet, was bei einer Diabetes nicht funktioniert und so zu den gefährlichen, frei zirkulierenden Glukoseeinheiten führt. Cannabis wurde hier schon mehrfach analysiert und bei einer Vergleichsstudie mit Placebos in Form von leckerem Kuchen konnte man zeigen, wie das Insulin bei den Nicht-Kiffern viel stärker ansteigt! Offenbar reduzieren Cannabinoide über das ECS hier den Einfluss und ob Marihuana an dieser Stelle sogar gegen diabetische Störungen verwendet werden kann, interessiert die Wissenschaft brennend.
  • Leptin: Hier gehts um das Gewicht, weil Leptin Signale an den Start bringt zur Versorgung des Körpers auch mit Fett und wer Hanf einnimmt, hat meistens einen geringen Body-Mass Index als vergleichbare Personengruppen. Die alte CSU-Story vom fetten, faulen Kiffer mit der Chipstüte auf dem Sofa stimmt biochemisch betrachtet eben nicht und es ist kein Wunder, wenn gerade auch viele Sportler Cannabis gezielt beim Regenerieren verwenden und dabei eben keine Rettungsringe aus Speck anlegen.

Sexualhormone und Cannabis im Zusammenspiel

Wie schon erwähnt sind die Hormone beim Sex genauso dabei und auch an dieser Stelle ist Cannabis bekannt als für die Libido, das Lustempfinden, ja sogar für den Orgasmus der Frauen förderliche Substanz, was in vielen Studien untersucht wird. Die entsprechenden Rezeptoren für Cannabinoide aus dem Hanf sitzen in männlichen wie weiblichen Keimdrüsen – beispielsweise bekommt das Oxycotin, das nennen Experten schon mal das Hormon der Umarmungen, einen Schub beim Kiffer und ein guter Teil von Love, Peace and Harmony bei den Hippies dürfte auf die Einwirkung vom Gras zurückgehen.

Nicht geklärt ist hingegen der Einfluss vom Cannabis auf die Erektionsfähigkeit bei Männern und in puncto Fruchtbarkeit bei den Damen, wobei Mediziner momentan von der Einnahme abraten just in jener Zeit, in der an einer Schwangerschaft gearbeitet wird im Bett. Das ist also noch recht widersprüchlich, da Frauen viel mehr Lust haben auf Hanf, es also natürlich betrachtet für ein solches Verlangen dann eigentlich keinen Regress geben sollte bei der Befruchtung – wir werden dazu regelmäßig informieren.

Und wie sieht es aus bei Stress und Kiffen?

Auch stressige Momente werden natürlich durch Hormone beeinflusst, denken wir hier an das Cortisol und andere Verdächtige, die uns kampfbereit machen oder umgekehrt bereit zur Flucht – Hanf kann das verstärken, etwa rund um ddie typische Kiffer Euphorie, die bei Anfänger manchmal aber auch in Angst umschlagen kann ohne echten Grund. Übrigens ist der Cortisol Level morgens am höchsten und wer in der Nacht zuvor viel und lange Cannabis konsumiert, schläft länger, wird schwerer wach und aktiv, was an der Beeinflussung der Hormonspiegel liegt.

Weniger ist mehr beim Hanfkonsum: Medizinische und andere wissenschaftliche Experten verweisen derzeit auf einen möglichst gering dosierten Cannabiskonsum für die gewünschten Effekte und warten auf weitere Untersuchungen zum Einfluss auf die Hormone. Auch das ECS kann durch übertriebenes Kiffen und ständiges Eimerrauchen der stärksten Hanfsorten aus dem Gleichgewicht geraten und die daraus resultierenden Folgen sind noch nicht verstanden oder abschließend untersucht. Ziemlich sicher kann eine Prise Cannabinoide die Hormone in Wallung bringen und Vorteile haben, aber wir brauchen keine 20 Joints rauchen wie der Trinker 2 Flaschen Korn braucht, um in Stimmung zu kommen – Haschisch und Marihuana sind schließlich weder harte Drogen noch Gift.