Cannabis legal Kickstarter

Könnte Cannabis legal in den USA und bei uns als Kickstarter für die Wirtschaft nach der Corona-Krise dienen und worauf kommt es an? (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay).

Denken wir heute mal über den üblichen Tellerrand der CDU/CSU hinaus: Gerade wird berichtet, dass immer mehr Menschen in Deutschland in Kurzarbeit gehen oder arbeitslos sind wegen dem Coronavirus und die Situation ist in den USA ähnlich, auch wenn dort die öffentlichen Hilfsprogramme anders strukturiert werden. Die Annahme vom schnellen Hochfahren der alten Wirtschaft ist wahrscheinlich falsch, weil sich die Welt erstmal weiter im Krisenmodus bewegt und es dringend neue, innovative Impulse braucht für Jobs und Steuern. Hier bietet sich Cannabis legal als Kickstarter an, schließlich warten Millionen Menschen bei uns wie in Übersee auf eine Freigabe. Warum also nicht dieses Potential nutzen und endlich die ökonomischen Möglichkeiten voll ausschöpfen, die freie Gesellschaften eigentlich zu bieten haben? Ist ein solcher Ansatz realistisch?

Millionen Arbeitsplätze gehen verloren

Hierzulande verweigert die Bundesregierung wie üblich die volle Wahrheit, doch in den USA sehen Experten wohl bis zu 30 Millionen Jobs unmittelbar und längerfristig in Gefahr! Viele Branchen werden extrem belastet, allen voran das Gastgewerbe und der Tourismus und das lässt sich auch mit neuen Straßen oder Brücken auf Kosten der Steuerzahler nicht ausgleichen. Zugleich freilich ist ersichtlich, wie in Amerika unzählige Leute auf Cannabis setzen und auch bei uns in Deutschland haben die Dealer viel zu tun, wächst heimlich Gras auf immer mehr Dachböden.

Eine neue und faire, zukunftsträchtige und umsichtige Drogenpolitik sollte deshalb die Legalisierung von Cannabis auf höchster Ebene vorschlagen. Ohne besonderen Aufwand und Investitionen von Seiten des Staats lässt sich so eine Wirtschaft aufbauen, die bereits in Kanada und in den Legal States mit hunderttausenden Jobs erfolgreich zu besichtigen ist und viele Leute, die jetzt ihre Arbeit verlieren, könnten in einer aussichtsreichen Branche arbeiten.

Cannabis Händler mit glänzenden Zahlen

Saufen ist erstmal nicht, das schmerzt Merkel und Söder besonders. Die üblen Trinkerorgien von der CSU in Bayern sind erstmal ausgeschlossen, aber das Kiffen an der frischen Luft oder auch zu Hause lässt sich problemlos auch in Viruszeiten genießen, bringt den Bürgern Entspannung und hilft gleich noch als medizinische Option bei vielen Beschwerden. Ganz folgerichtig verkaufen die Hanf Händler in den USA so viel Gras wie nie zuvor seit Beginn der Krise, einige Bundesstaaten haben Cannabis als Business sogar den essentiellen Status der Grundversorgung zugestanden und eine bundesweite Freigabe würde sofort enorme wirtschaftliche Kraft entwickeln.

Zuvor gab es schon einen Job Boom: Mit Budtendern, Schnittern auf dem Hanffeld, Laboranten und vielem mehr bietet die Cannabis Branche unzählige Chancen für Fachkräfte und Ungelernte, was sich prima in ein Konzept für die Wirtschaft nach der Krise einfügen würde. Schätzungen etwa für New York, wo Covid-19 heftig wütet, halten bis zu 170.000 Hanf Jobs für möglich! Auch sind die Arbeitsplätze rund um Haschisch und Marihuana gut bezahlt und doch nicht abhängig von einem besonders hohen Abschluss. Viele Menschen, die nicht mehr im Restaurant Arbeit finden oder auf dem Kreuzfahrtschiff, könnten sofort bei Cannabis anfangen und ganz folgerichtig mehren sich in den USA schon die politischen Stimmen, die nun endlich die Legalisierung im ganzen Land voranbringen wollen. 

Wie Deutschland profitieren kann von Hanf legal

Natürlich müsste die bundesdeutsche Drogenpolitik jetzt sofort eine neue, faire, am Bürger und seinen Interessen orientierte Richtung einschlagen – Figuren wie die aktuelle Bundesdrogenbeauftragte Ludwig müssen sofort weg! Die erzählen viel zu lange schon blanken Unsinn und belügen die Menschen ideologisch, was für den Aufbau einer Cannabiswirtschaft und für die aktuell ohnehin schwer misshandelten Bürgerrechte kontraproduktiv ist. Es braucht auch keine verzögernden Modellprojekte, sondern eine umgehende Legalisierung mit einem Prüf- und Lizenzierungsverfahren für Verkäufer, wie das aktuell bei Hanf Shops mit CBD Gras schon möglich ist. Deutsche Bürger, zumal erwachsen und mündig, brauchen weder erklärt bekommen wie man sich die Hände wäscht noch welches Genussmittel sie konsumieren dürfen – die patriarchalisch-entmündigende Politik vor allem durch CDU/CSU muss beendet werden.

Ärmere und schon länger abgehängte Regionen wie im Ruhrgebiet und in Ostdeutschland würden sofort profitieren. Vor Ort entstünden nicht nur Cannabis Farmen mit tausenden Jobs, wofür dann auch keine Erntehelfer aus Rumänien nötig sind, sondern hochwertige Forschungseinrichtungen und eine Ökonomie mit Zukunft. Gerade wenn nun viele Brauereien schließen, sollte Hanf als gesünderes und einfach anzubauendes Produkt zur Verfügung stehen – eine große Chance für Deutschland, Europa und die USA, was übrigens auch keine milliardenschweren Subventionen braucht. Ob freilich in der Regierung Merkel irgendeine Personalie nicht auf Sicht fährt, ist zweifelhaft und so wird man wohl diese Option wie so viele andere moderne Ansätze verstreichen lassen und viele Milliarden Steuergeld mal wieder den Aktiengesellschaften und Bierkonzernen in den gierigen Rachen werfen.