Cannabis Legalisierung in KalifornienIn Kanada geht’s erst im Sommer los, aber Kalifornien legalisiert Cannabis zum 1.Januar 2018 und Ihr könnt schon mal einen Kiffer-Urlaub planen. Zumindest kommt der vielleicht berühmteste US-Bundesstaat auf die Liste potentieller Ziele und wir wollen mal schauen, was eigentlich die Details sind für die anstehende Hanf-Freigabe zwischen San Francisco und Los Angeles. Schon vor Jahren gab der selbsternannte Prinz Frederic von Anhalt bekannt, diese absurde Trash-Ikone aus Deutschland mit Wohnort L.A. ist schließlich immer gut für eine Pressemeldung, man könne mit Hilfe von Cannabis den überlasteten Haushalt von Kalifornien sanieren! Hat sich der Prinz als Hellseher versucht? Ein Blick auf die Legalisierungspläne zeigt, dass man die Möglichkeiten von Haschisch und Marihuana nun wohl auch in den Amtsstuben von Sacramento verstanden hat.

Cannabis Legalisierung in Kalifornien: Am 1. Januar geht’s los mit der Hanf-Freigabe!

„Exactly“ würde der Ami sagen, aber als Kiffer solltet Ihr nicht unbedingt gleich die Silvesterreise nach San Diego und Co planen! Meistens verzögern sich solcherlei Daten und Termine wegen irgendwelcher Vorbereitungen, doch faktisch ist der Übergang von der Illegalität des Cannabis in ein legales, reguliertes und besteuertes Produkt für Anfang Januar schon lange vorgesehen. Es ist sicher sinnvoll, hier mal ab und zu einen Blick auf die Regierungswebsite zu werfen, dort werden aktuelle News gleich veröffentlicht und Hanfbauern wie Kiffer und Cannabis-Patienten in Kailfornien erhalten Infos aus erster Hand.

Lizenzen, Verkaufsstellen und Lieferung

Der Verkauf beginnt zunächst einmal in Countys und Städten, die auf kommunaler Ebene eine Erlaubnis herausgeben, so ähnlich wie das übrigens auch in Holland geplant ist. Nur wenn eine solche Bescheinigung der Gemeinde vorliegt, gibt die kalifornische Bundesstaatsbehörde ihre Zustimmung und es gibt Berichte, nach denen längst nicht alle Kommunen die Freigabe von Haschisch und Marihuana sofort und unverzüglich gestatten werden!

Die Öffnungszeiten der Head-Shops, Verkaufsstellen, Dispensaries sind von 6 Uhr Morgens bis 22 Uhr, allerdings sind Stripclubs davon ausgenommen – warum auch immer dieser Hinweis in den offiziellen Dokumenten wichtig ist! Interessant sind auch die Lizenzgebühren: Ein Lieferdienst für Cannabis ist schon für gut 800 Dollar im Jahr legal, während große Unternehmen mit Millionenumsätzen schon mal 120.000 Dollar berappen müssen. In diese Größenordnungen können übrigens auch Hanfbauern vorstoßen, die über besonders große Felder und Anlagen für die Zucht von Cannabis verfügen. Hier gibt es rein was die Anbaufläche angeht keine Begrenzung!

Cannabis online kaufen: Wird in Kalifornien bald problemlos möglich, allerdings sind als Kuriere nur menschliche Fahrer auf dem Motorbike oder im Auto erlaubt. Keine Drohnen, keine Boote und auch keine Fahrräder sind gestattet, so dass manche Innovation, die sich für das Hanfbusiness geradezu aufdrängt, vorerst noch nicht zum Einsatz kommen darf.

Werbung für Cannabis und THC-Gehalt

Die in den USA sehr beliebten Hanfkekse, Cannabisbonbons und Haschischöle in breiter Variation haben in Kalifornien künftig bestimmte Limits beim THC einzuhalten: Verarbeitete Produkte dürfen nicht mehr als 10 Milligramm THC enthalten, bei rohem Pflanzenmaterial, also Haschisch und Marihuana, sind bis zu 100 Milligramm erlaubt. Mixturen mit Alkohol, Nikotin, Kaffee und auch mit Meeresfrüchten sind verboten, auch wenn letzteres hier irgendwie aus der Reihe tanzen mag.

Wichtig ist auch die Cannabis-Reklame: Das Wort „Bonbon“ darf nicht verwendet werden und Verpackungen, die vielleicht Kindern gefallen, sind ebenso untersagt. Produkte mit THC dürfen weder Menschen noch Tieren oder auch Pflanzen, insbesondere Früchten, ähneln. Mit einer strikten Werbung soll der Konsum von Kindern und Jugendlichen verhindert werden, auch ist der Test für jedes neue Produkt in den Ausgabestellen obligatorisch. Bei den Preisen hingegen herrscht noch Unklarheit, das dürfte der Markt regeln, aber im Mittel solltet Ihr schon von um die 9 oder 10 Dollar pro Gramm Gras in Kalifornien einplanen, inklusive Steuern natürlich.