Cannabis Legalisierung USAAlle schauten am Dienstag und Mittwoch auf das spannende Duell im US Wahlkampf um die Präsidentschaft und dabei blieb ein wenig unter dem Teppich, dass zugleich auch mehrere Bundesstaaten in den USA über die Legalisierung von Cannabis abstimmen ließen. Mit gemischtem, aber überwiegend positivem Ergebnis, schließlich haben nun noch mehr Amerikaner Zugang zu Gras, Haschisch, Hanfprodukten und auch wenn sich einige noch gedulden müssen, ist der Siegeszug der Droge in den Vereinigten Staaten kaum noch aufzuhalten.

Medizin und Freizeitdroge

Die Schritte hin zur völligen Freigabe von Marijuana und Co sind immer die gleichen: Zunächst wird geforscht, dann verschrieben und schließlich frei verkauft und die jüngsten Abstimmungen brachten die gleichen Ergebnisse. So dürfen ab sofort Cannabis Sorten zum medizinischen Gebrauch in Florida, Arkansas und North Dakota genutzt werden. In schon liberaler agierenden Staaten ist es künftig noch einfacher und unkomplizierter an den Joint zu kommen, denn Kalifornien, Nevada und Massachusetts erlauben Gras für den Freizeitgebrauch. Das ist zusammen mit Alaska, Oregon, Colorado und Washington dann in der Summe schon eine Menge an Bundesstaaten und wer heute in Amerika kiffen will, hat immer mehr Ziele im Angebot.

Insgesamt erlauben nun 25 Bundesstaaten den Einsatz von Cannabis als Medizin und gerade die jüngste Entwicklung in Kalifornien zeigt, dass es wohl auch landesweit nur eine Frage der Zeit ist, wenn sich zwischen Los Angeles und New York die Tüten auf öffentlichen Plätzen angezündet werden. Aber halt, es gab da ja noch diese andere Wahl – Drohen da etwa Gefahren für Kiffer von Seiten der zu neuer Stärke erwachten Republikaner?

Donald Trump: Der neue US Präsident als Chance?

Grundsätzlich muss man erwähnen, dass neusten Umfragen zufolge gut 60 Prozent der Amis für eine Legalisierung von Hanf im ganzen Land sind. Freilich ist das mit den Umfragen so eine Sache, die sahen schließlich auch Hillary Clinton weit vorn im Präsidentschaftswahlkampf, aber trotzdem, 60 Prozent, das ist eine Menge. Und Donald Trump wird als neuer Chef im Weißen Haus kaum an solchen Mehrheiten vorbeiregieren, zudem er wie angekündigt alles tun wird um die Wirtschaft anzukurbeln. Das Business rund um Haschisch und Marijuana beginnt gerade erst zu blühen, Experten sprechen von Milliardenumsätzen in der Zukunft und ein solch stolz blühendes Pflänzchen zu zertreten, das dürfte dem Wirtschaftspolitiker Trump kaum einfallen.

Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass ein republikanischer Präsident die Regelungen den Bundesstaaten überlässt und sich eher nicht für eine bundesweite Legalisierung und völlige Freigabe einsetze. Dafür sind dann trotz aller Freundlichkeiten gegenüber der Ökonomie immer auch ideologische Vorbehalte im Hintergrund zugange und wir werden hier im nächsten News Blog einmal beleuchten, mit welcher Macht die verschiedenen Lobby Gruppen in Amerika und dann auch in Deutschland gegen die Legalisierung von Hanf arbeiten. Kaum vorstellbar, dass Trump sich hier sonderlich anstrengt, aber die zunehmende Freigabe für Gras und Shit auf Ebene der Bundesstaaten ist ja auch schon ein großer Erfolg.