Cannabis „Light“ in Italien - Symbolbild

In Italien ist Nutzhanf nicht nur sehr beliebt, sondern auch für immer mehr Menschen eine Alternative zu klassischen Tabletten – Innenminister Salvini stört sich freilich daran. (Symbolbild: Rom, Italien von Kookay auf Pixabay)

Der italienische Innenminister Salvini bemüht sich, das Schlepperunwesen im Mittelmeer zu beenden und zugleich hat er noch Kraft, sich gegen das derzeit in Bella Italia ungemein beliebte Cannabis „Light“ vorzuknöpfen. Konkret hält der Rechtspolitiker mit der dicken Hose den Nutzhanf für gefährlich und natürlich wissen wir, dass es sich dabei nur um Wahlkampfgetöse für die eigene Klientel handelt. Das Cannabis mit verschwindend wenig THC ist nämlich zwischen Mailand und Palermo ein echter Verkaufsschlager und dabei verwenden die Italiener mittlerweile sogar weniger Medikamente.

Was stört Salvini am Nutzhanf?

Seit gut zehn Monaten lässt sich körperaktives Cannabis in Bella Italia kaufen, bald wird es dazu auch ein Gerichtsurteil der Obersten Gesetzeshüter geben. Der Chef der Lega ist nun davon nicht begeistert, weil Hanf eben ein Feindbild ist vieler rechter Parteien, aber so richtig ernst meint es Salvini wohl auch nicht. Erzählt wird viel und man müsste eine Jagd auf das Kraut und ein Verbot schon ordentlich begründen – wenn wie gerade zu besichtigen unzählige Italiener zugreifen, gerade weil es sich um ein auch medizinisch hochwertiges Produkt handelt.

Daten zum Konsum zeigen medizinische Relevanz

So haben Forscher aus UK gerade gezeigt, dass die Verschreibung und Einnahme vor allem von Angstlösern, Sedativa und Anti-Psychose Mitteln massiv zurückgegangen ist, oft sogar zweistellig. Offenbar steht Selbstmedikation in Italien ganz oben und das ist auch in den USA und anderswo so ähnlich zu beobachten. Die Menschen schätzen ein natürliches Produkt wie den Hanf, dessen Verwendung ja eigentlich auch seit tausenden von Jahren überall auf der Welt völlig normal gewesen ist bis zur Prohibitionspolitik des Westens. Heute ist vor allem das CBD im Cannabis therapeutisch interessant und lässt sich bei einer Vielzahl von Beschwerden anwenden.

Cannabis Legalisierung führt zu Rückgang der Chemischen Keule!

Das zeigt die aktuelle Studie sehr gut und so lässt sich dann auch erklären, warum etwa in Deutschland die Freigabe nur langsam vorankommt. Pharmaindustrie und Pillendreher in den Apotheken haben schlichtweg kein Interesse an einem neuen, natürlichen und dazu auch noch billigen Alternativprodukt! Hierzulande hören die Politiker natürlich auf die Lobbyisten und füttern die Bürger lieber mit jeder Menge Tabletten, damit sich die großen Konzerne auf deren Kosten gesundhalten können. Bayer beispielsweise hat mit der Monsanto Übernahme die größte Idiotie der Firmengeschichte durchgezogen – hier nun auch noch Marktanteile an Cannabis verlieren, das wäre eine Katastrophe!