Cannabis Namen Hanfsamen

Kleine Sortenkunde zum Ursprung der Namen von Hanfsamen, schließlich ist die Cannabis Branche für Seeds zum Gras anbauen da sehr kreativ (Bild von Merlin Lightpainting auf Pixabay).

Kiffer und natürlich auch Hanfpatienten treiben gar nicht so selten tatsächlich auch Onomatologie! Dahinter verbirgt sich schlicht die Namenforschung und im Fokus stehen die ganz unterschiedlich, oft lustig oder beinahe willkürlich bezeichneten Cannabis Sorten. Wenn Ihr zum Beispiel Hanfsamen online kaufen wollt und dann Strains wie Ludwig XIII. von Frankreich oder Hulkamania findet stellt sich schon die Frage: Wer denkt sich bitteschön sowas aus für die Seeds zum Gras anbauen? Also haben wir mal ein bisschen recheriert zu den Namen der Cannabis Hanfsamen und präsentieren Euch ein paar grundlegende Infos, schließlich dürfte in Zeiten der Weed Legalisierung noch viel mehr von Interesse sein, was heute erstmal nur ein paar Leute zum Nachdenken anregt.

Namenkunde auf dem Marihuana Schwarzmarkt und der Vergleich mit Weinsorten

Von Burgunder bis zum Bautzner Senf zirkulieren für Lebensmittel alle mögliche Namen und gerade bei alkoholischen Getränken spielt die Herkunft eine wichtige Rolle. Cannabis wurde und wird in Deutschland immer noch illegal angebaut, doch all die im Verborgenen aktiven Hanfbauern sind keineswegs unkreativ. Gerne orientiert man sich an Weingütern oder bekannten Bierbrauereien. Oft genug brauchte es zudem Codes für den verbotenen Handel und als Hippies, Soldaten und die immer schlauen Studenten anfingen zu kiffen gab es schnell eine Menge Bezeichnungen für das geschätzte Gras. Botanische oder gar wissenschaftliche Fakten blieben zunächst allerdings eher unwichtig.

Auch der Geschmack und das typische Aroma der Cannabis Blüten waren oft Anlass für Kreationen wie beispielsweise beim Strain Sour Diesel mit seiner wirklich nach Benzin schmeckenden Note. Und nicht selten gab irgendein lässiger Tourist bei einer der vielen Kiffer Reisen dem gerade gekauften Dope einen solch klingenden Namen, dass es zu einem Eintrag in das Lexikon der Hanfsorten reicht – wie sonst kämen wir an Termini wie Acapulco Gold für weltberühmtes Marihuana oder Brauner Marokkaner für mindestens ebenso bekannten Haschisch?

Die wichtigsten Namensgeber für Cannabis Strains

Schlussendlich gibt’s beim Hanf genauso Trends wie auch unveränderliche Parameter und wer meint das eigens gezüchtete Indoor Gras als Krümelmonster bezeichnen zu wollen wird vielleicht keinen Erfolg haben mit einer Verbreitung. Heute lassen sich viele Sorten und natürlich auch zum Anbauen geeignete Cannabis Samen auf wenigstens drei nominelle Grundlagen zurückführen:

  • Ursprüngliche Landrassen: Unveränderte Genetik ist begehrt für spannendes Saatgut beim Hanf und einige Sorten wachsen manchmal noch fast unberührt in Gegenden, die dann auch als berühmte Herkunftsorte für exzellentes Cannabis gelten. Beispiele sind Strains aus Afghanistan, Thailand oder dem Libanon. Ist das genetische Material vollkommen ursprünglich reden Experten schlicht von den Landrassen aus einer Region, doch Kiffer hängen eben gerne von Kush bis OG verschiedene Ergänzungen dran,
  • Beliebigkeit: Von der Straße in die Welt der prämierten Seeds ist es nicht weit, wenn zum Beispiel Prominente zur Verbreitung beitragen. Nonsens ist willkommen, aber häufig beziehen sich die Namensgeber für das Cannabis auf die Optik oder Vorbilder wie beim Strain Jack Herer, die ihrerseits mit der Subkultur des Kiffens zu tun haben. Durch die Legalisierung von Weed kam es außerdem zur nötigen Klassifizierung der Biomasse Hanf, schließlich wollen die Verbraucher im Laden unterscheiden was gerade an Pot in den Auslagen zu finden ist,
  • Kommerz: Marketing ist beim Cannabis genauso wichtig wie überall, wird aber häufig durch die üblicherweise ablehnende Politik stark behindert. Züchter und Marihuana Onomatologen wählen bei Blue Dream schlicht eine Kombi aus Wohlbefinden und Entspannung, betonen bei White Widow farbige Effekte der Blüten oder heben einen speziellen Geschmack hervor wie bei Banana Kush und Bubblegum.

Ob das in jedem Fall konkret eine Bedeutung hat lassen wir mal dahingestellt. Was wir heute kiffen, rauchen und verdampfen ist sehr häufig das Produkt von ganz persönlichem Engagement, oft durch Strafverfolgung bedroht und entsprecht bedacht den eigenen Mut und das Werk Cannabis Sorte zu idealisieren. Dadurch entstehen tatsächlich Marken wie wir aus anderen Bereichen rund um Konsumgüter kennen. Schon gibt’s Copyright und Namensschutz, finden wir immer mehr Patente in der Hanfbranche, die schlussendlich eben eine Kombination aus harter Arbeit, Einfallsreichtum und der Erkenntnis etwas häufig fast Sakrales der Gemeinde zur Verfügung zu stellen.