Cannabis Schwemme in China

China hat sich besorgt gezeigt über Kanada und Co, schließlich könne nun gefährliches Cannabis in das selbsternannte Reich der Mitte gelangen und Kiffen geht für rote Bürger gar nicht. (Bild von enriquelopezgarre auf Pixabay)

Gerade haben Wissenschaftler herausgefunden, wie sich im heutigen China vor tausenden Jahren die Menschen mit Hanf vor allem auch bei Begräbniszeremonien berauscht haben, da flattert schon die Meldung durch den Äther, die kommunistische Partei fürchtet sich vor Cannabis für die Chinesen! Konkret wird in Pressemeldungen auf Kanada verwiesen, diesen Satan, wo Haschisch und Marihuana für erwachsene Bürger erlaubt sind – solcherlei gibt es aber in China nicht und so macht man sich Sorgen, wie die betreuten Kinder im Geist im Reich der Mitte vor dem Kiffen beschützt werden können.

Wie viele Chinesen sind eigentlich Kiffer?

Insgesamt schätzt die Partei in Peking oder weiß es dank Gesichtsscannung und totaler Überwachung wohl auch, dass etwa 24.000 Leute in China Cannabis konsumieren. Das ist eine Menge angesichts der Einwohnerzahl von weit mehr als 1 Milliarde, aber der vorgeblich starke Anstieg vom illegalen Import von Hanfprodukten gibt den roten Mandarinen zu denken. So wurden beispielsweise in 2018 mehr als hundert verdächtige Päckchen abgefangen bei der China Post und insgesamt hätten die mutigen Polizisten mehr als 50 Kilogramm Haschisch und Marihuana beschlagnahmt.

Als Verdächtige wurden verhaftet und zu hundert Jahren Lagerarbeit wahlweise in der Kohlemine oder später auf dem Mond verurteilt vor allem Studenten, die nach Jahren des Frohsinns im Ausland wieder in die grauen Metallstädte in China zurückmüssen oder auch, noch schlimmer, ausländische Gäste und ebenfalls Studenten, die man leider nicht ganz so brutal niederknüppeln kann.

Harte Strafen für Cannabis am Rande des Irrsinns

Selbstverständlich sind die Bestrafungen für Hanf und Kiffen sehr hart, schließlich ist zur Entspannung neben der Preisung der Partei vor allem der Gang in die Shopping Mall oder das neu eröffnete Spaßbad gedacht. Auch sind Sex- und Casinotourismus in Kambodscha ok, aber Cannabis – das ist die Saat des Bösen aus dem Westen und so wird zum Tode verurteilt, wer mehr als 50 Gramm Hanf dabeihat. So gab es schon amerikanische Studenten, die verschwanden ein Jahr im Loch, nur weil sie auf einer Party einen Joint anzündeten und diesen Kommilitonen anboten – wer rechnet schon mit Spitzeln wie bei der Stasi auf einer Party?

Beschuldigungen gibt’s überall, die chinesischen Bürger werden zur Denunzierung ermutigt und prämiert und wenn dieses System der totalen Erfassung nicht ausreicht, dann kommen neuste technologische Formen der Kontrolle dazu. Cannabis ist ein Paradebeispiel und natürlich haben die roten Mandarine Angst – Hanf ist immer schon Indikator und Instrument gewesen für sich verändernde gesellschaftliche Umstände! Wir denken hier an die Hippies und ganz aktuell an die Cannabismedizin, die der Droge Relevanz und Bedeutung verschafft, die in nicht so primitiven Ländern wie China dann auch legalisiert wird.

Trump beschuldigt Chinesen für Fentanyl: Zwar schon letztes Jahr, aber quasi als Gegenschlag zu dem aktuellen Geschwätz vor den Cannabis Gefahren aus Kanada und USA hat selbst Präsident Trump schon drauf hingewiesen, dass China als Exporteur Nummer 1 von Giften gelten könne – Legal Highs und auch das extreme Opiat Fentanyl werden gezielt aus dem Reich der Mitte nach Amerika und Europa geschmuggelt. Man übe als Vorsicht mit den Krokodilstränen der Asiaten – während hierzulande und in Übersee Cannabis erlaubt wird weil gut erforscht und hilfreich, dann ist das auf keinen Fall zu vergleichen mit den massiven Gefahren, die uns chinesische Giftküchen in ihrer Gier nach Profit ständig bescheren.