Cannabis und Fibromyalgie

Cannabis hilft bei chronischen Schmerzen und gerade Patienten mit der Entzündungskrankheit Fibromyalgie können laut einer neuen, umfangreichen Studie aus Israel vom Hanf profitieren. (Symbolbild von StockSnap auf Pixabay)

Kürzlich schwätzte irgendein Bürokrat im Auftrag der Bundesregierung, Cannabis würde bei Schmerzen wenig helfen – doch ein Blick in entwickelte Staaten reicht, um das als wirklich dumme Propaganda gegen den Hanf zu entlarven: Ein Team von Forschern aus Israel hat gerade eine sehr interessante Studie veröffentlicht zur Behandlung chronischer Schmerzen mit Cannabis und dabei steht die gefürchtete Fibromyalgie im Mittelpunkt.

Medizinalhanf eine vielversprechende Option bei chronischen Schmerzen?

Ganz offensichtlich: Die israelischen Wissenschaftler – der Judenstaat ist auf dem Gebiet der Erforschung von Hanf weltweit Spitze – halten Cannabis ganz klar für eine Option, vor allem auch wenn die üblichen chemischen Keulen nichts bringen oder wie so häufig schlecht vertragen werden. Konkret ging es um die Aufnahme von Hanf über sechs Monate bei gleichzeitiger Indikation von Fibromyalgie, dieser fiesen Entzündungskrankheit, die in der Regel die Weichteile unseres Körpers befällt. Dabei wurden die Patienten ausführlich befragt zu den Symptomen und die Daten kamen dann in die Auswertung.

Das Ergebnis ist beeindruckend: Am Anfang des halben Jahres litt mehr als die Hälfte der Teilnehmer an starken Schmerzen, doch die Gabe von Haschisch und Marihuana reduzierte diesen Anteil auf gerade einmal 8%! Gut 73% der Leute hatten schließlich keine Probleme mehr mit dem Schlafen und Einschlafen und auch Depressionen gingen steil zurück. Fibromyalgie wird übrigens auch in Deutschland häufig mit Opiaten behandelt, deren Nebenwirkungen in puncto Abhängigkeit nun bestens bekannt sind.

Ein neuer Behandlungsansatz für eine komplexe Erkrankung?

Nehmen wir die geringen Nebenwirkungen von Cannabis und den Umstand, dass von Hanf die Leute eben nicht abhängig werden wie von Tilidin und Co, so sollte hier ein Umdenken stattfinden bei den Ärzten. Cannabis gehört auf den Behandlungszettel, mindestens als Alternative und Option, wenn die üblichen Herangehensweisen nicht funktionieren oder abgelehnt werden. Mehr als 200 Patienten haben an der Studie über 2 Jahre lang in Israel teilgenommen, vorrangig Frauen im mittleren Alter. Es ist anzunehmen, dass viele an Fibromyalgie leidende Menschen dies durch ein physisches Trauma bekommen, einen Unfall etwa oder auch durch massiven Stress – hier kann Hanf geradezu natürlicherweise eine Hilfe sein!

Schätzungsweise 3 bis 5% der Menschen auf der Welt leiden an solchen chronischen Schmerzen. Und Cannabis hilft offensichtlich, das zeigen die Untersuchung. Wer also sind die deutschen Bürokraten, die eine solch effiziente und nebenwirkungsarme Behandlung verweigern und stattdessen von Wirkungslosigkeit beim Hanf schwatzen? Wann greift hier mal ein fähiger Gesundheitsminister durch und sorgt endlich für mehr Forschung und klare Behandlungsrichtlinien für Mediziner, die Cannabis ihren Patienten empfehlen möchten?