Cannabis USAIn den letzten Tagen gab es vor allem Cannabis-News aus den USA, wo die Regierung kräftig trickst, um Kiffer abzukassieren. Dafür steht der Bundesstaat Indiana vor einer vollständigen Legalisierung von CBD, was wohl auch bei den Plänen in New York zur Bekämpfung der grassierenden Opioid-Krise gehört. Und dann hat sich sogar mal Nordkorea zur Wort gemeldet und verwendet unseren Hanf als antiamerikanische Propaganda!

US-Regierung profitiert finanziell von Cannabis-Verbot

Die ganze Welt wundert sich nach Kräften, warum der Präsident der USA Donald Trump mit seinem Gerede von den „Jobs, Jobs, Jobs“ und von „America first“ nichts tut, damit die in einigen Bundesstaaten massiv reüssierende Cannabisindustrie im ganzen Land für neue, spannende Erfolgsgeschichten in der Wirtschaft sorgen kann. Manche verorten Jeff Sessions, den knöchrigen Anti-Cannabis Beamten, als Grund, andere wiederum halten Trump schlichtweg zu faul oder zu dumm oder beides, um eine Hanf Freigabe anzustoßen.

Nun wurde aber bekannt, dass es der Regierung offenbar auch ganz gut geht mit der aktuellen Prohibition. Dabei gibt es einen Steuercode aus den 80er Jahren, der verbietet es Dealern Reisekosten und ähnliches steuerlich gelten zu machen! Das ist natürlich überholt, aber in den Legal States von Nevada bis Oregon ein großes Problem. Wir alle geben bei der Steuererklärung Kosten an, die werden gegengerechnet und diese Möglichkeit ist der Cannabis-Industrie in den USA derzeit noch verwehrt. Schätzungen zufolge könnten bei Beibehaltung dieser Steuerregel mit Nummer 280E den Bundesbehörden um die 5 Milliarden Dollar ins Haus flattern, wohlgemerkt über die nächsten zehn Jahre verteilt.

Verzichtet Trump auf Milliarden Dollar an Steuereinnahmen?

Offenbar vorerst nicht und vielleicht haben Sessions und Konsorten diesen Weg gewählt, um den Druck auf Cannabis-Händler aufrechtzuerhalten. Schon beschweren sich Inhaber von Dispensaries und Hanfbauern etwa in Colorado über diese Regel, sie würden wie illegale Drogendealer behandelt – aber möglicherweise ist das ja die Absicht von Trump? Normalerweise agieren Diktatoren auf diese Weise, mit Druck und Angst und Unklarheiten.

Auch sind die genannten Summen wahrscheinlich noch gar nicht vollständig, gibt es in den USA noch eine Menge Bundesstaaten, da sind Haschisch und Marihuana weiterhin illegal, auch als Medizin. Wenn zwischen Hawaii und Florida dann steuerliche Nachlässe für Cannabisbauern und Co weiterhin nicht gewährt werden, dann könnten die erwähnten 5 Milliarden Dollar auch auf 10 oder 15 steigen! Die USA haben eine Menge Schulden, führen gerade Steuersenkungen durch und Trump träumt von Mauern, neuen Straßen und neuen Waffen, was ebenfalls viel Geld kosten wird. Warum da an dieser Stelle die öden Kiffer entlasten?

CBD vollständig legal in Indiana

Der US-Bundesstaat steht offenbar kurz davor, das Cannabidiol (CBD) als frei verkäufliches Arzneimittel zu erlauben! CBD ist gemeinhin bekannt als echte Allrounder bei Beschwerden und als Bestandteil der Hanfpflanze wird es in der Regel zusammen mit THC geraucht oder eben anders eingenommen. Nachdem erst in 2017 die Anwendung für Epilepsiekranke erlaubt wurde, darf nun jedermann rund um Indianapolis CBD kaufen, das jedenfalls hat der Senat mit 53:13 Stimmen bestimmt. Reine Substanzen sind ab sofort erhältlich, ohne Rezept und das ist ein lobenswerter Schritt hin zu einer gerechteren Drogenpolitik in Indiana.

New York will Cannabis gegen Opioid-Krise einsetzen!

In den vergangenen Tagen und Wochen wurden in New York verschiedene Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht, die den Einsatz von Cannabis als Medizin im Kampf die Opioid-Epidemie im Land beschleunigen sollen. Medizinalhanf wird als kraftvolle Waffe betrachtet, es kann den von Opiaten abhängigen Leuten bei Übelkeit helfen, bei Schmerzen und Schlafstörungen. Auch gilt Cannabis als sicherer und weniger belastend für den Körper als die üblichen Substitute, allen voran Methadon.

Studien zufolge sinken die Überdosen in Bundesstaaten, die Cannabis legalisiert haben. Das möchte New York jetzt nutzen und erweitert die Bezugsrechte für Cannabis als Medizin, das bisher so ähnlich wie in Deutschland vor allem bei besonders starken Erkrankungen verschrieben werden durfte. Im vergangenen Jahr starben allein in New York mehr als 4000 Leute an einer Überdosis durch Opiate und es bleibt zu hoffen, dass Haschisch und Marihuana hier entscheidende Abhilfe schaffen können.

Nordkorea schimpft auf amerikanische Kiffer

Unmittelbar nach Trumps Rede zur Nation veröffentlichte die Pseudo-Kommunistische Partei der Republik Korea, also Nordkorea in der Summe, ein Pamphlet, um die ihrer Meinung nach wahren Gründe für den miesen Zustand Amerikas kundzutun. Lustigerweise war dabei gar nicht so viel gelogen, schließlich wird der Trump-Administration vorgeworfen, die behindere die Presse, wäre offen rassistisch und ohnehin nur ein Kabinett der Milliardäre ohne Bezug zum Volk.

Das ist sogar alles irgendwie nicht so falsch, doch dann sprechen die Nordkoreaner auch über Cannabis: „The number of marijuana users in the U.S. war more than 20 million, a 3 percent increase as compared with that a decado ago.”

Ganz offensichtlich wird Hanf hier als Menetekel an die Wand gemalt, als böses Vorzeichen für den Untergang einer Kultur. Das ist absurd, aber zugleich übrigens auch eine coole Nachricht: Wenn in den USA der Konsum zulegt, dann weil Gras legal ist und weil der Westen es seinen Leuten gestattet, die Grenzen in dieser Hinsicht selbst zu bestimmen! Davon können verklemmte Asiaten und gerade die Nordkoreaner lernen, zumal sie diesen Lernprozess bei westlicher (und russischer) Raketentechnik offenbar nicht hinbekommen. Wie sonst soll man es werten, wenn Kim Jong Un selbstzufrieden mit angeblichen Atomsprengköpfen posiert, die bei genauerem Hinsehen als ziemlich schlecht zusammengeklebte Attrappen mit Kreuzschrauben aus dem Baumarkt zu erkennen sind?