Cannabisrezept Multiple Sklerose

Immer mehr Menschen erhalten ein Cannabisrezept für die Diagnose Multiple Sklerose und Hanf als Heilmittel ist sehr erfolgreich (Bild von Nina Garman auf Pixabay).

Wird Multiple Sklerose als eine besonders fiese Autoimmunkrankheit festgestellt, dann ist das für die Patienten immer ein Schock. Medikamente im klassischen Sinne zur Heilung gibt es nicht und bei einer Vergleichsstudie zeigte sich gerade, dass viele Leute besonders häufig zu Cannabis als Medizin greifen. Allein in den USA taten dies gut 40% der Patienten in 2019 und selbst in Deutschland sind Cannabinoide vom Arzt sehr beliebt bei einer MS Erkrankung. Hanf wird ja auch eingesetzt bei anderen Erkrankungen, die mit Autoimmunreaktionen einhergehen – wir denken hier zum Beispiel an Morbus Parkinson, was darüber hinaus von der therapeutischen Wissenschaft intensiv erforscht wird rund um die Anwendung von Haschisch und Marihuana. Auf welche Weise kann eine Cannabisrezept für Multiple Sklerose helfen und woran hapert es noch laut Patienten, die zumindest in Übersee immer auch die besten Grassorten bekommen, während bei uns in der Bundesrepublik das therapeutische Marihuana meistens ausverkauft ist dank der ideologisch-fiesen Fehlplanungen des Gesundheitsministers Jens Spahn?

Wissenschaftliche Kernpunkte der Cannabis MS Studie

Forscher schauten sich die Krankenakten von mehr als 1000 Patienten mit der Diagnose Multiple Sklerose und dabei gaben immerhin 42% an, auf Cannabis als Medizin zu setzen. Auch das nicht berauschende Cannabidiol zählt hier mit rein, für das man häufig gar kein Rezept braucht und das meistens im Selbstversuch positive Effekte zeigt. Auch gaben die Probanden an, den Hanf vorrangig gegen die Autoimmunerkrankungen medizinisch zu nutzen und nicht im Rahmen eines Genussmittels. Besonders hilfreich zeigten sich die Cannabinoide bei

  • chronischen Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Stress und mentale Probleme

Alle Teilnehmer der Studien wünschten sich übrigens bessere Informationen zur Dosierung von Cannabis, fordern mehr Forschung über MS als Indikation und den Effekten vom Hanf auch mit Hinblick auf mögliche Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Symptomen. Zwar haben wir solche Daten aus Deutschland nicht, weil hier nicht geforscht werden darf, aber die Motivation und Zahlen dürften ähnlich ausfallen bei den Multiple Sklerose Patienten.

Bei welchen Symptomen ist Hanfmedizin eine Option?

Wir haben schon auf besseren Schlaf dank der Cannabinoide hingewiesen. Dazu kurieren die Leute Effekte wie Übelkeit, Ängste oder das belastende Zittern mit Gras, wobei es wie beschrieben zu wenig Informationen selbst vom Arzt gibt, der den Hanf auf Rezept verordnet. Nur gut 1% war mit der Aufklärung durch Krankenkassen beziehungsweise Gesundheitssystem zufrieden und wenn diese Zahl in den USA schon so niedrig ist, liegt sie für Deutschland wahrscheinlich im Nanobereich angesichts der völlig verfahrenen, menschenfeindlichen Gesundheitspolitik hierzulande. Gefordert werden personalisierte Richtlinien für die Verwendung von Cannabis als Medizin bei MS und hier wie jenseits des Atlantiks sollten Behörden endlich zu Potte kommen und den Patienten helfen anstatt immer nur neue, bürokratisch-ideologische Knüppel vor die Beine zu werfen. Zwar haben kranke Menschen meistens keine Lobby und werden wie in der BRD von Jens Spahn beflissentlich in ihrem Leid ignoriert, aber zumindest in Übersee gibt’s schon Verbesserungen, weil sich die Anbieter für Krankenversicherungen zunehmend selbst um Aufklärung bemühen.