Jeff SessionsWer dachte, die Legalisierung von Cannabis in den USA wäre nicht mehr aufzuhalten, der wurde mit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten kalt überrascht: Nicht nur, dass der Milliardär und Playboy seine einstmals liberalen Ansichten in puncto Drogen und damit auch Haschisch und Marihuana schnell in der Versenkung verschwinden ließ – Trump berief auch noch ausgerechnet Jeff Sessions auf den Posten des Justizministers. Diese Person freilich ist mit Abstand die konservativste Figur im Kabinett und immer nur eine Handbreit entfernt von den Positionen der Tea Party. Und genau da liegt das Problem für Kiffer.

Heroin und Cannabis in einem Topf

Jeder weiß, dass Amerika heute zahllose Opiatsüchtige zu beklagen hat, tausende Tote in jedem Jahr, die sich an Überdosen mit Heroin zugrunde richten. Diese Probleme sind allerdings hausgemacht, weil gierige Ärzte ihren Patienten immer wieder Vicodin und Oxycodon verschreiben, starke Opiate, die schnell abhängig machen und beispielsweise in Deutschland nur in bestimmten Fällen für kurze Zeit verschrieben werden. Zudem haben all die amerikanischen Soldaten in Afghanistan bestimmt auch Connections geknüpft zu den Mohn Bauern und von dort strömt jede Menge Heroin in die Staaten.

Und was macht Jeff Sessions? Trennt überhaupt nicht und kündigt ein radikales Durchsetzen der Bundesgesetze an, vor allem gegen Drogenkriminalität. Immer sollten hier die härtesten Strafen durch den Richter verhängt werden und der Justizminister fordert sogar ein Mindeststrafmaß! Vor Jahren sagte dieser Mann mal, dass „gute Menschen kein Marihuana rauchen“ und offenbar nimmt er sich diese Maßgabe zum Vorbild für politisches Handeln.

Im Gegensatz zur Vorgängerregierung

Unter Obama gab es demgegenüber zum Beispiel die Direktive, Verbrechen und Drogen dann milde zu verurteilen, wenn keine Gewalt im Spiel war. Mit Jeff Sessions ist das undenkbar, er setzt auf die ganz alten Konzepte von Verhaften bis Einsperren und selbstverständlich gilt das auch für Cannabis Delikte, da macht er keinen Unterschied und stellt darüber hinaus munter Bezüge her zu den Gewaltverbrechen, ein typischer Ideologe also. Amerikas Kiffer selbst in Colorado und Washington müssen also ganz genau aufpassen, wenn die Federal Police aufkreuzt, das kann bis auf Weiteres noch ziemlich unangenehme Folgen haben.