Cannabis KaterWenn Du dich vorm ersten Mal Haschisch und Marihuana fragst, wie es um die Nachwirkungen steht, dann fällt Dir vielleicht die berühmte Quote des Fjodor Michailowitsch Dostojewski ein, der in „Schuld und Sühne“ meint, es gäbe keinen größeren Unterschied als jenen zwischen einem Alkohol trinkenden Partylöwen und derselben Person am Tag danach. Saufen ist bekannt für den enormen Hangover und so ist es verständlich, dass auch am Marijuana interessierte Leute nach einem solchen Cannabis Kater fragen. Wir können Dich aber beruhigen: Mit den Kopfschmerzen, der Übelkeit und allem Übel nach einer durchzechten Nacht lässt sich der Kater beim Hanf kaum vergleichen!

Ein unterschätztes Phänomen?

Sowohl in der Wissenschaft wie auch in der Cannabis Szene selbst war der Hangover nach dem Kiffen eher kein Thema, schließlich fallen die Nachwirkungen weit weniger spürbar aus als nach dem Suff und zugleich gingen Forscher mit ihren Erkenntnissen nicht haussieren, denn jedes Studienergebnis ließe sich leicht von der Anti – Hanf Lobby für Totschlagargumente nutzen.

Allerdings gab es bereits in den 80er Jahren Untersuchungen zum Thema Cannabis Kater, bei denen die Probanden Placebos erhielten oder eben einen mit THC Gras ausgestatteten Joint. Im Anschluss mussten die Teilnehmer Wörter memorieren und Karten mischen, die Zeitwahrnehmung mitteilen und einiges mehr. Schon damals führten die Leiter aus, dass einzig die Kiffer in der Studie, die eben kein Placebo erhielten, über eine Art Hangover am nächsten Tag berichteten. Trotzdem muss man bei diesen Untersuchungen Vorsicht walten lassen, da es viel zu wenige Teilnehmer gab und oft auch gerade Kiffer von einem Kater berichten, die sich heute mit besonders starkem Haschisch und Marihuana am besten noch mit der Bong tagelang abschießen!

Überdosierung beim Cannabis?

Normalerweise ist das ausgeschlossen und es gibt keine empirisch belegbaren Todesfälle, die durch Hanf, durch Kiffen und Konsumieren der Produkte hervorgerufen wurden. Jedoch ist es denkbar, dass jeder Organismus eine Belastungsgrenze hat und die Wissenschaftler gehen mittlerweile von einer sehr hohen Dosis aus, wenn am Tag danach über einen Kater berichtet wird. Außerdem haben Betroffene verhältnismäßig oft Extrakte konsumiert wie das superstarke Haschischöl oder es wurde das ziemlich intensive Eimerrauchen praktiziert. Denke bitte deshalb immer daran, dass Du es langsam angehen lässt, gerade als Anfänger – Kiffen ist nur erholsam und entspannend, wenn es in entsprechend relaxtem Setting und mit akzeptablen Dosen eingenommen wird.

Führen Haschisch und Marihuana zu Dehydrierung?

Möglicherweise führt der Gras Hangover auch mit einer Dehydrierung des Körpers zusammen, doch lässt sich das bisher wissenschaftlich nicht verifizieren und Hinweise wie jener, Cannabis trockne den Organismus mehr aus als Alkohol, sind bloße Propaganda. Du darfst hier auch die für das Kiffen typische Austrocknen der Mundschleimhaut nicht mit Dehydrierung verwechseln! Ein trockener Mund beim Hanf Konsum weist auf eine unzureichende Speichelproduktion hin, weshalb Du immer ordentlich Getränke dabei haben solltest. Und überhaupt: Der Joint zum Tee oder zum Wasser, das ist wohl eher was für Freaks und Bio Fans, so dass es ruhig mal etwas süßer im Glas werden darf.

Dehydrierung ist ein weitverbreitetes Phänomen auch in Deutschland, weshalb einige Forscher durchaus der Ansicht sind, dass gerade während des Cannabis Konsums der Körper sehr wohl austrockne und es ist darüber hinaus auch denkbar, dass einige Produkte aus der Hanf Medizin nur wirken, wenn ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist.

Welche Symptome kennzeichnen den Hanf Hangover?

Kiffer berichten unter anderem über rote Augen, Kopfschmerzen, Schwindel und eine Art Nebel im Hirn, eine schwammige Suppe, die keinen klaren Gedanken fassen lässt, dabei aber nicht unbedingt als unangenehm wie etwa die Leiden nach einem Saufabend empfunden wird. Es ist also durchaus zu erwarten und denkbar, dass Du nach einer gemütlichen Kiffer Runde morgens aufwachst und Dich groggy fühlst, etwas verwirrt und durcheinander, aber in der Regel lässt sich das leicht beseitigen.

Geh am besten an die frische Luft und nimm eine kalte Dusche! Auch kalte Wickel sollen sich bewähren, aber wir Kiffer sind ja nicht das Leiden Christi am Kreuz und sicher ist es von Vorteil, wenn Du immer ausreichend Obst isst und Flüssigkeit zu Dir nimmst, sowohl bei der Cannabis Session wie auch davor und danach. Einigen Leuten hilft übrigens ganz klassisch der grüne Tee, die Tasse Kaffee mit Koffein und schon ist der Weed Hangover verschwunden!