Jäger mit Hunden

Kein Jagdschein für Kiffer auch wenn es sich um medizinisch notwendiges Cannabis handelt.

Kompakt geht’s diese Woche in den Cannabis News Deutschland um die jugendlichen Kiffer in Frankfurt am Main. Deren Konsum geht zurück, was zweifellos eine gute Nachricht ist – Hanf wirkt nun mal nicht besonders förderlich auf heranreifende Gehirne! Währenddessen entscheidet ein Gericht in Trier mal wieder besonders hinterwäldlerisch und verweigert einem Cannabispatienten tatsächlich den Waffenschein! Offenbar fürchtet man bei der Justiz, es gäbe dann ähnliche Schießereien und Morde durch Kiffer wie bei den arabischen Großclans und weil es viel einfacher und sicherer ist, Cannabis-Patienten zu bestrafen, sind die Richter selbstredend mit neuen Verboten schnell bei der Hand. Und dann berichten wir noch vom Hochsicherheitstrakt in der Nähe von Hamburg, aus Bad Bramstedt konkret, wo künftig das medizinische Cannabis des Gesundheitsministerium bewacht werden soll – ein Besuch in einer echten Festung, die die laut Politik enorme Gefahr durch Cannabis für Leib und Leben allein durch ihre monströse Präsentation offenbar herausstellen soll.

Frankfurt: Cannabiskonsum sinkt bei Jugendlichen

Eine neue Untersuchung zeigt: Die Heranwachsenden in der Mainmetropole kiffen später und seltener als jemals zuvor! Die meisten Leute kennen Frankfurt am Main beim Thema Drogen durch das illustre Bahnhofsviertel, wo auf der Kaiserstraße und Co sich jede Menge Geschmeiß um die Crackpfeife zankt. Aber auch gekifft wird dort viel – doch eben mittlerweile weniger unter Jugendlichen! Das ist gut und begrüßenswert, schließlich ist der Hanf im Hirn der jungen Leute nicht die beste Option, doch was sind die Gründe?

Schülerbefragung zum Drogenkonsum

Bei der Studie wurden gleich mal 1500 Jugendliche ausgefragt und offenbar leben viele von ihnen abstinent. Das gilt übrigens nicht nur für Cannabis, sondern auch für Alkohol und Zigaretten sowie andere Drogen von Heroin bis LSD. Zugleich steigen die Heranwachsenden auch später ein, im Vergleich zu 2002 mit heute etwa 14 Jahren rund ein Jahr später! Im Schnitt wird aber erst ab 15 Jahren wirklich gekifft und die Gründe lauten zum Beispiel:

  • Furcht vor gesundheitlichen Belastungen, das sagen gut ein Viertel der Schüler,
  • prinzipielle Ablehnung von gut 40% und

Konsumiert wird noch von etwa 10%, wobei diese Zahl ebenso gesunken ist. Ähnliche Aussagen gibt’s zu Zigaretten und Bier und es wäre schön, wenn hier die Bundesdrogenbeauftragte Mortler mal nachliest – Jugendliche sind eben weit kritischer und reflektierter in puncto Drogen und Cannabis, was die absurde Verbotspolitik selbst gegenüber Erwachsenen schon lange nicht mehr rechtfertigt.

Trier: Hanfpatienten dürfen nicht auf die Jagd

Die Jagd ist ein Vergnügen, das längst nicht jedermann nachvollziehen kann, aber gut: Jedem das Seine und doch gilt das eben nicht für Hanfpatienten in Deutschland und konkret am Verwaltungsgericht Trier. Dort werden Persönlichkeitsrechte bei Cannabis mit den Füßen getreten und während viele Kriminelle von Berlin bis Düsseldorf mit Waffen rumlaufen, unbehelligt natürlich, wird dem Hanfpatienten nicht mal der Jagdschein genehmigt.

Cannabis für Jäger gefährlich?

Konkret hatte ein Kläger beim Gericht für die Eingabe gesorgt, dem der Jagdschein verweigert wird mit Hinweis auf den Erhalt von Hanfmedizin. Angeblich stehe das einer Eignung für Waffe und Munition entgegen! Der darauf verklagte Landkreis konnte aber beim Urteil durch das Gericht in Trier auf die weiterhin parteiische Justiz bauen, die der idiotischen Verweigerung jetzt ihren Beistand gegeben hat. Damit ist mal wieder der Beweis erbracht: Cannabispatienten sind in Deutschland im Gegensatz zu Kriminellen und Terroristen rechtlos und zum Abschuss freigegeben!

So verweisen die Richter auf das Bundesjagdgesetz, das Leuten den Schein verweigert, wenn diese es an Eignung vermissen lassen. Offenbar ist also die Einnahme von Medizin Grund genug, um hier ordentlich zu gängeln, natürlich nur Einheimische. Der Kläger könne bekifft nicht umgehen mit einer Waffe, sie nicht verwahren – obwohl dieser Kläger die entsprechende Prüfung vor ein paar Jahren ohne Beanstandung abgelegt hatte! Klugerweise wurde auf die Erlaubnis zum Führen von Kfz verwiesen, doch dem Gericht ist das in seiner Parteilichkeit egal gewesen. Wir hoffen, dass sich der klagende Herr Jakobs an die nächsthöhere Instanz wendet und es vielleicht doch realistische, faire Richter gibt in Deutschland bei diesem Thema. Mit Sicherheit bekommen Säufer den Schein, aber das wird mal wieder übersehen beim Schützenfest der Willkür dieser Tage.

Bad Bramstedt: Besuch im Hochsicherheitslager für Cannabis

Nur geringfügig von Hamburg entfernt entsteht derzeit eine Art Sicherheitstrakt für Haschisch und Marihuana. Zwar träumen Jens Spahn und Marlene Mortler von eigenen Knästen nur für Kiffer, aber konkret geht es in Bad Bramstedt um die Lagerung von medizinischem Cannabis. Dieses ist so gefährlich, dass es extreme Vorkehrungen trifft und während jede Fußgängerzone in Deutschland derzeit für Terroristen aus dem Ausland freigegeben wird, muss Hanf hinter Stacheldraht aufbewahrt werden – jedem Tierchen sein Pläsierchen!

Hanfpräparate schon ab 2019?

Das ist der Zeitplan für die Firma, die in Bad Bramstedt den Speicher baut und man möchte eigenen Aussagen auch Plantagen mit Cannabis anlegen, für die Versorgung der Bevölkerung mit Hanfmedizin. Gebraucht werden wohl um die tausend Tonnen Beton, das soll dann gut 5 Tonnen Gras schützen vor Dieben, neugierigen Blicken und vor allem vor der eigenen Bevölkerung, der man von Seiten der verantwortlichen Bundesregierung möglichst viele Kontrollen aufbürden möchte. Mittels Klimaanlage soll das Cannabis frisch bleiben, wichtig ist aber auch die Alarmanlage und die Verladestationen für die LKWs mit dem Gras.

Bekanntlich kam es aber auch zu Verzögerungen wegen Klagen beim Gericht, doch das einzulagernde Haschisch und Marihuana in Bad Bramstedt wird bald aus Kanada eintreffen. Dort ist mal viel weiter als in Deutschland und hat Cannabis erst vor wenigen Tagen legalisiert, frei verkäuflich ganz ohne Stacheldraht und Wachturm. Das Unternehmen selbst verspricht sich viel und einen großen Markt, was an der enormen therapeutischen Bandbreite von Cannabis als Medizin liegt. Ziel ist die absolut sichere Verwahrung, darauf ist die deutsche Politik dann stolz und während im Lande selbst vor allem für Flüchtlinge keine Regeln gelten, wird der einheimische Hanfpatient wie ein Idiot behandelt.