Cannabis in USA

Auch legales Cannabis ist nicht immer frei von Qualitätsmängel – wir schauen uns das Problem beim Hanf an, der nur in den USA und Kanada getestet wird, während in Deutschland auch pures Gift verkauft werden kann. (Symbolbild von Michal Jarmoluk auf Pixabay)

Eine Legalisierung von Cannabis bringt in der Regel auch ordentliches, geprüftes Gras und doch ist gerade in den USA zu beobachten, dass jede noch strenge Lieferkette ihre Probleme haben kann. Dabei findet sich beispielsweise Schimmel beim Hanf, es gibt falsch gelabelte Produkte und andere Verunreinigungen. Wir kennen Brix und Haarspray von den Dealern, die in Deutschland Cannabis verkaufen, doch wenn wie vergangenes Jahr gut 20% des Haschisch und Marihuana in Kalifornien Qualitätsmängel hatte, dann ist das einen Blick wert.

Wie wird Hanf auf Qualität getestet?

Es gibt verschiedene Verfahren, doch die sind teuer, aufwendig und werden zudem noch zusätzlich verzerrt durch regional oft unterschiedliche Vorschriften. Allerdings haben sich im Zuge der Cannabis Legalisierung auch spezialisierte Labors gegründet, die bieten den vollen Check und Service an. Experten sind daher der Ansicht, dass ihr in den allermeisten US-Dispensaries, das sind die Hanfläden für Erwachsene, auch geprüftes Gras bekommt ohne Mängel. Im Aufbau ist darüber hinaus ein umfangreiches Tracking-System, mit dessen Hilfe sowohl Konsumenten wie auch Produzenten den Weg der Cannabisprodukte genau nachvollziehen können.

Probleme bei weniger bekannten Geschäften und Lieferdiensten

Der Einkauf und Besuch in den renommierten Hanfshops gleicht im Prinzip einer Stippvisite beim gut sortierten Weinhändler – die Produkte sind garantiert hochwertig, bio, fair produziert und was sich sonst noch alles in puncto ausweisen lässt. Schwierig wird es bei wenig flankierten Geschäften und vor allem bei den praktischen Lieferdiensten, die manchmal nicht unbedingt die höchsten Standards bei Haschisch und Marihuana verwenden. Da wird hier und da direkt und ohne jede Prüfung beim Hanfbauern um die Ecke eingekauft, was dann unter Umständen mit Pestiziden besprüht wurde an Hanf oder sonstig belastet ist mit Keimen und Co.

Regulierungen fehlen bisher: Beim Blick auf Kalifornien fällt auf, dass es rund um die beliebten und in puncto Qualität nicht immer optimalen Lieferdienste kaum Regulierung gibt. Fachleute und viele Kiffer wünschen sich das, doch dann steigen auch die Preise – Tests und Checks kosten Geld! Es lohnt sich daher, auf Prüfsiegel und auf die Kommentare im Netz zu achten, wo Hanfpatienten und Cannabis Freunde gerne Auskunft gegen zur Wertigkeit beim nach Hause gelieferten Gras.

Konsumenten können Produktionskette beim Hanf beeinflussen

Selbstverständlich können Kunden direkt Einfluss nehmen – durch Kauf oder eben nicht Kauf bei diesem oder jenem Händler mit Cannabis! Klimaschutz, die Schonung der Böden, umfassende Recycling Systeme sind nur einige Beispiele, wie neben der eigentlichen Qualität auch die gesamte Produktion immer wichtiger wird. Dünger und Chemikalien ruinieren das Grundwasser, fließen weiter in Flüsse und Ozeane und die Cannabis-Industrie ist hier genauso aufgerufen für mehr Naturschutz wie die bräsigen deutschen Autohersteller mit ihren stinkenden Dieselkarren.

Diese Aspekte werden ein Label beim Hanf in Zukunft auszeichnen. Immer mehr Konsumenten achten auf die Lieferketten und auf Qualität gemeinsam und sind dazu auch oft bereit, höhere Preise zu bezahlen. Allerdings sind die heute geschätzten Mängel nichts im Vergleich zu jenen Verunreinigungen und Abzocken, die in Deutschland ablaufen – die Dealer im Park und am Bahnhof haben überhaupt keine Aufsicht, Kontrolle und Pflicht zur Qualität, was dann immer häufiger auch sich in miesem Gras oder gar gefaktem Haschisch zeigt. In den USA werden Verbraucher, Bürger, Konsumenten beschützt und die Wirtschaftskraft von Cannabis intensiv genutzt – in Deutschland hingegen spielt der Staat offenbar gerne Russisches Roulette mit der eigenen Bevölkerung.