Fake Cannabis

Den Vogel in puncto Dreistigkeit hat ein dealender Teenager in Köln abgeschossen, der simple Blätter vom Buchsbaum als Hanf verkaufen wollte – und ausgerechnet an einen Cop geriet. (Bild von Andrzej Rembowski auf Pixabay)

Wenn Ihr Cannabis beim Dealer kaufen geht, was zwar illegal ist, aber beliebt, dann haben die Verkäufer manchmal gestrecktes Gras am Start. Allerlei Varianten sind da anhängig, nervig und manchmal gefährlich und ab und zu wird einfach im Straßengraben gepflückt, was dann im Park oder am Bahnhof aufwendig verpackt die Käufer abziehen soll. Das ist ziemlich hinterlistig, aber wer die Hanftütchen aufmerksam anschaut, der kann wie gerade in Köln zu sehen zumindest die miesesten Fälschungen leicht erkennen.

Cannabis wird Zivilpolizist angeboten

Im besagten Fall dachte sich ein Teenager, man könne doch mal ein paar Blätter aufsammeln, konkret vom Boden gleich um die Ecke. Damit dann schnell ein paar Euro verdienen, das ist zwar wenig erbaulich für die Käufer, aber gut – die Motivation des 16jährigen tut hier nichts weiter zur Sache. Dämlicherweise bot der Dealer dann aber seine Ware offenbar völlig ohne Scheu jedem Menschen in der Nähe an und geriet dabei an einen Zivilpolizisten.

Die Cops sind heute nicht mehr ganz so blöd wie noch in Kiffer-Filmen wie „Lammbock“ zu sehen und sie können wahrscheinlich auch Salbei von Gras unterscheiden, im Gegensatz etwa zur CDU in Berlin. Daher merkte der betreffende Beamte sofort, was da versucht wird vom Teenie und zack klickten die Handschellen. Begründung: Auch der Handel mit Fake Cannabis ist in Deutschland strafbar!

Wie könnt Ihr euch vor gefälschtem Hanf schützen?

Ohne Zweifel ist dieses Thema mal gesondert aufzurollen, weil es von Brix bis Haarspray viele Verfahren gibt, um Gras zu faken, schwerer zu machen und damit besseren Profit zu erzielen. Das Dope jedoch komplett zu fälschen wie der Typ in Köln, das ist nicht nur dreist, sondern gerade bei Marihuana nicht so häufig, weil jeder Kiffer auch mit kurzem Blick erkennt, was sich im Clip-Tütchen befindet. Haschisch hingegen wird öfters mal gestreckt, zum Beispiel mit Henna oder Baumharz. Hierzu gibt es zwar Verfahren, mit denen sich der Hasch dann auskochen und lösen lässt, aber beim Kauf vom Dealer können wir das schlecht durchführen.

Während sich die Polizei also brüstet und den Teenie verhaftet wegen den Buchsbaumblättern, solltet Ihr beim Cannabis kaufen am besten den Geruchstest machen. Echter Hanf, egal ob als Haschisch oder Marihuana zu haben, riecht typisch, ist weder sonderlich feucht noch furztrocken und mit etwas Umsicht könnt Ihr Fake Dope relativ sicher erkennen. Buchsbaumblätter freilich sind wohl eher in den seltensten Fällen zu haben – so selten, dass es immerhin zu einer Pressemeldung rund um aktuelle Cannabis News gereicht hat.