Göring-Eckhardt Grünen Cannabis

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag Göring-Eckhardt will beim Cannabis die Legalisierung – ist das ernst gemeint oder nur Geschwätz? (Bild von M. Maggs auf Pixabay).

Das neue Jahr geht los und schon gibt’s die ersten wohlmeinenden Pressemeldungen rund um den Hanf in Deutschland: Die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Frau Katrin Göring-Eckhardt von den Grünen, fordert die Legalisierung von Cannabis in der Zeitung und erklärt auch gleich, warum sie das wichtig findet. Nun können wir fragen: Aber die Grünen sitzen doch seit Jahrzehnten in Regierungen und Parlamenten – wieso ist da nichts passiert und warum ausgerechnet jetzt dazu ein Einwurf? Was genau stellt sich Göring-Eckhardt denn vor und was sollten Kiffer wie auch Hanfpatienten von diesem Vorschlag von den Grünen halten? Schieben diese Politiker eine neue Drogenpolitik an?

Cannabis-Verbot ist gescheitert – was tun?

Was tun hat auch Lenin einst gefragt in seinem berühmten Büchlein und ideologisch ist die Göring-Eckhardt ja nicht so weit weg vom einstigen Anführer der Sowjetunion. Freilich kümmert sie sich heute um andere Themen als einst die Sowjets vor hundert Jahren und Cannabis scheint der grünen Chefin im Bundestag wichtig zu sein. Zumindest präsentierte sie gerade ganz frisch ihre Pro-Hanf Ansichten in den Medien und ein Schelm ist, wer hier an den Versuch der Katrin denkt, doch endlich wieder Beachtung zu finden in der Öffentlichkeit, nachdem die Parteikollegen Baerbock and Habeck derzeit alle Lorbeeren ernten für die Angstmache beim Klima.

Was genau stellt sich Göring-Eckhardt vor bei der Hanfpolitik?

Konkret möchte Katrin die Freigabe von Cannabis respektive weicher Drogen. Das Verbot wäre gescheitert, dem stimmt auch die Polizei zu. Wo denn und wie genau? Wir haben jüngst vor allem Berichte gelesen und hier veröffentlicht, nach denen die deutsche Polizei vielmehr eine Verschärfung fordert bei Haschisch und Marihuana! Hat die grüne Fraktionsvorsitzende geheime Informationen von unseren Ordnungshütern bekommen? Sie verweist auf das organisierte Verbrechen, das viel habe vom Cannabisverbot und Göring-Eckhardt möchte deshalb

  • den Schwarzmarkt austrocknen,
  • Jugendschutz stärken,
  • ein überwachtes System schaffen für Handel, Anbau und Abgabe von Cannabisprodukten.

Es sollte „Orte“ geben, wo sich Cannabis kaufen lässt ohne Schwierigkeiten, natürlich nur von Personen über 18 Jahren. Klingt alles toll, oder? In der Summe sind es aber beinahe vollständig alle Worthülsen und Verallgemeinerungen, die wir rund um die Cannabis Legalisierung alle bestens kennen – und irgendwie drängt sich der Verdacht auf, es handele sich hier nur um wirkungslose Plattitüden.

Was die Grünen beim Hanf wirklich wollen

Die Katrin nennt den Anbau von Cannabis im Nebensatz und fordert hier totale Überwachung wie auch beim Handel und Verkauf. Übersetzt heißt das eine vollständige Kontrolle von Gras und keinen gesetzlich erlaubten Eigenanbau? Vielmehr klingen die Argumente pro Hanf ziemlich unverfänglich allgemein und die Grünen wollen vor allem die Bürger in deren Tun und Lassen, am besten noch in deren Denken genaustens kontrollieren. Kiffen könnte unter diesen Politikern vielleicht tatsächlich erlaubt werden, aber wie hoch der Preis in puncto Bürgerrechte dann ausfällt, lässt sich kaum abschätzen. Faktisch haben die Grünen ja enorme Macht dank Umfragen, Bundesrat, Länderregierungen und vieles mehr – getan wird aber nichts und es geht wohl bei der aktuellen Stellungnahme der Fraktionsvorsitzenden um ein bisschen Heuchelei gegenüber Kiffern und Hanfpatienten.

An den Früchten sollt ihr sie erkennen: Was bei Matthäus 7,20 schon in der Bibel steht ist für die übrigens christliche Grüne Göring-Eckhardt und deren Partei die beste Beschreibung! Wenn diese Politiker wirklich etwas für Cannabis und die Menschen in Deutschland tun wollen, dann ist das recht einfach. Man könnte im Bundesrat der CDU/CSU anbieten, die Touristenziele Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsländer zu definieren und dann die hunderttausenden abgelehnten Asylbewerber aus dem Maghreb endlich abschieben wie es das Rechtssystem auch vorsieht. Im Gegenzug gibt’s die Legalisierung von Cannabis mit Zustimmung der CDU/CSU – ein Deal, der beide Parteien glaubwürdig machen würde in ihrem Bestreben, die Rechtslage umzusetzen und zu verbessern. Natürlich wird es dazu nicht kommen und Göring-Eckhardt ist beim Hanf so wenig ernst zu nehmen wie die CDU in der Klimapolitik.