Wie wirkt Cannabis auf die Lunge

Wie wirkt Cannabis auf die Lunge und gibt es einen Zusammenhang von Kiffen und Lungenkrankheiten wie Lungenkrebs oder COPD? Ist der Vaporizer eine Alternative zum Joint und wenn ja warum?

Wenn wir einen richtig tiefen Lungenzug nehmen beim Joint mit Cannabis oder gar einen Eimer mit Haschisch rauchen, dann husten die meisten Leute auch erstmal kräftig – drohen hier durch Hanf gar Gefahren für die Lunge? Bekanntlich hatte auch Bill Clinton am Marihuana-Spliff zwar gezogen, aber nicht inhaliert und wir wollen mal auf die Forschung schauen, wie es eigentlich um Cannabis und Lunge bestellt ist. Die Wissenschaft ist da schon recht aktiv und natürlich spielt dabei auch der Vaporizer als eine Methode zum Verdampfen von Hanf eine Rolle. Wie also steht es um die Wirkung von Kiffen auf die Lunge und was solltet Ihr beachten?

Ist Cannabis für die Lunge wirklich schädlich?

Husten ist ein Abwehrreiz, das weiß jeder und doch haben ausführliche Untersuchungen gezeigt: Es gibt keinen signifikanten Zusammenhang von Cannabis rauchen und einer geschädigten Lunge! Klar gibt’s eben den Hustenreiz beim Kiffen und es gibt Symptome mit Schleim und Co so ähnlich wie bei der Bronchitis, aber das verschwindet wieder, wenn Ihr den Hanf für eine Weile beiseite lasst. Einige Studien schreiben vielmehr Haschisch und Marihuana beim Inhalieren einen positiven Effekt, vor allem im Gegensatz zum bekannterweise schädlichen Tabak. Bei Messungen stellten Wissenschaftler sogar ein leicht verbessertes Lungenvermögen bei Kiffern fest – rund 1,5% mehr als bei Abstinenzlern! Wie ist das möglich?

Wie wirkt sich Cannabis kurzfristig auf die Lungen aus?

Irritationen wie der erwähnte Hustenreiz ist bei Gelegenheitskiffern völlig normal und hängt zudem stark davon ab, ob wir den Hanf nun noch mit etwas Tabak mixen oder pur rauchen. Natürlich ist Cannabis beim Verbrennen erstmal super heiß und wenn wir uns dieses glühende Gemisch reinpfeifen, dann ist das eine Herausforderung für die Atemorgane, absolut. Erfahrene Smoker husten dann auch mit der Zeit weniger und bei einigen Leuten gibt’s sogar Abwehrreaktionen mit Schleimbildung und so weiter, ähnlich eben wie bei der erwähnten Bronchitis.

Hier kommt nun bei der kurzfristigen Wirkung der Vaporizer zum Verdampfen von Cannabis ins Spiel. Zwar ist damit das Gras auch noch heiß, aber wird eben nur erhitzt und nicht verbrannt, so dass wir viele ansonsten vorhandene Stoffe gar nicht mehr einatmen. Freilich ist der Vaporizer nicht per se eine Art Teflon für die Lunge – dicke, lange Züge am Verdampfer und das besonders schnell führen auch zum Husten! Mancher hat sogar Brustschmerzen, was übrigens häufig an einer dreckigen Bong liegt, falls Ihr diese Konsummethode bevorzugt.

Wie steht es um die Langzeitwirkung von Cannabis auf die Lunge?

Rauchen ist nicht gut für die Lunge, beginnen wir hier mal mit einer Bauernweisheit. Heute gibt’s eine Menge Studien, die vor allem Tabak und Cannabis mit Hinsicht auf die Atemorgane vergleichen. So hat Kiffen zweifellos Einfluss auf das respiratorische System, das lässt sich messen – aber zugleich ist die Funktionalität der Lunge nicht beeinträchtigt. Um hier den Einfluss möglichst gering zu halten, empfiehlt sich der beschriebene Vaporizer, aber auch Cannabis Rezepte zum Essen und Trinken mit Hanf sind eine gute Alternative zum klassischen Joint.

Eine Studie konnte zeigen, dass selbst nach 20jährigem Konsum keine langfristigen Schäden zu beobachten sind – doch wer länger täglich kifft, der hat dann nach so langer Zeit eine geringeres Volumen beim Ausatmen und das kann ein Hinweis sein auf eine Erkrankung der Lunge. Interessanterweise zeigen ähnliche Untersuchungen jedoch ein offenbar therapeutisches Potential von THC bei Lungenproblemen – in den USA und Kanada als Staaten mit legalem Cannabis wird Hanföl auch zum Kurieren einer Bronchitis und bei Erkältungen erfolgreich angewendet.

Wie steht es um Lungenkrebs durch Cannabis?

Es gibt keinerlei Hinweis auf diese Erkrankung durch Hanf – während umgekehrt rund 80 bis 90% der Fälle beim Lungenkrebs auf Tabak zurückzuführen sind! Wissenschaftler in Neuseeland haben hier ausführlich geforscht und auch wenn man das berühmte eine Prozent nie ausschließen möchte, so ist doch ein Zusammenhang von Cannabis und Krebs an dieser Stelle sehr unwahrscheinlich. Vielmehr ist es heute sogar denkbar, dass Hanf präventive und schützende Effekte gegenüber dieser schwierig zu heilenden, genetischen Erkrankung aufweisen könnte!

Im Verdacht steht THC, das laut Forschern anti-tumorale Eigenschaften haben könnte, hier wurde in Feldversuchen am Tier und bei Zellkulturen das Wachstum der Tumore durch Tetrahydrocannabinol tatsächlich gehemmt. Offenbar sind also viele Vorurteile beim Thema Cannabis und Lunge schlicht unwahr – trotzdem ist es für Kiffer, die lange und häufig konsumieren, heute besser sich nach einem Vaporizer oder eben einer weniger schädlichen Konsumform umzuschauen.

Wie wirkt der Vaporizer auf die Lunge?

Aufgrund der jahrzehntelangen Verbotspolitik gibt es logischerweise bisher nur wenige Untersuchungen, die empirisch langfristig belastbare Daten aufweisen zur Wirkung von Verdampfen per Vaporizer auf die Lunge. Schon haben wir Berichte veröffentlicht, nach denen vor allem billige Geräte mit minderwertigen Mundstücken aus China bestückt sind, da ist manchmal sogar Blei drin – dazu kommen Weichmacher für die Liquids. Auch ist nicht klar, wie das Erhitzen der Marihuana-Blüten nun konkret auf die Lunge wirkt und deren Verästelungen – hier greifen viele Kiffer und Hanfpatienten direkt zum geeigneten THC-Liquid oder CBD-Öl zum rauchen, was aber leider in Deutschland noch nicht in der gewünschten Vielfalt angeboten wird.

Ganz allgemein lässt sich sagen: Je höher die Temperatur im Vaporizer, desto größer ist die Chance, dass man gefährliche Stoffe einatmet, die schlichtweg durch die massive Erhitzung freiwerden – die meisten Verdampfer gehen aber gar nicht in diesen Bereich und viele Geräte haben besondere Filter. Natürlich lässt sich hier nicht abschließend behaupten die Vaporizer seien total ungefährlich – aber sie sind auf jeden Fall weniger belastend für die Lunge als der Joint, das zu beweisen ist vielfach bereits geschehen im Labor und im Alltag.

Cannabis und besondere Lungenkrankheiten im Überblick

Schauen wir uns spezielle Belastungen noch mal genauer an, es muss ja nicht immer gleich der Lungenkrebs sein, der die Menschen durch Rauchen dahinrafft. So gibt es auch beim Zusammenspiel mit Hanf derzeit eine Menge Forschung zu:

  • Emphysem: Diese krankhafte Aufblähung entsteht, wenn Lungenbläschen entzündet und geschädigt sind. Solcherlei kann lebensgefährlich werden, wenn die Sauerstoffversorgung gestört ist – häufig leiden hier Raucher, ältere Leute und kranke Menschen überproportional. Das Risiko, durch tägliches und langes Kiffen, ein Emphysem zu entwickeln, ist jedenfalls nicht auszuschließen beim Cannabiskonsum auf Dauer.
  • COPD: Chronic Obstructive Pulmonary Disease – so die Fachbezeichnung für eine Lungenkrankheit, die quasi eine Blockade beschreibt, bei dann die Emphyseme und chronische Bronchitis entstehen. Infektionen, Kurzatmigkeit, massive Schleimbildung – das Krankheitsbild bei COPD ist lang und häufig landen die Patienten im Krankenhaus zur künstlichen Versorgung mit Sauerstoff. Auch hier gibt es bis dato keine Hinweise, dass Kiffen und damit Cannabis diese Erkrankung befördern.
Welche Alternativen gibt’s zum Kiffen und Rauchen von Cannabis?

Wir nennen einfach mal den bereits beschriebenen Vaporizer als trendige Konsummethode, schonend und darüber hinaus auch sehr effizient, wenn es um das volle Ausreizen der Cannabinoide im Hanf geht. Es wird nicht verbrannt, es wird erhitzt und allen Studien zufolge ist das definitiv weit weniger ein Problem für unsere Lungen als das Abbrennen von Joints. Auch Wasserpfeifen, das sind klassische Bongs am besten noch mit Eisfächern und Co, eignen sich als Alternative, schließlich wird der Rauch hier angenehm gekühlt und zusätzlich abgemildert. Noch sehr neu und frisch und daher in Deutschland kaum möglich ist das Dabbing, bei dem besonderes Wachs und glitzernde Kristalle aus dem Cannabis gewonnen werden. Und dann können wir Hanf natürlich immer auch essen und trinken – dazu findet Ihr bei uns eine Menge rockiger Rezepte!

Wir sind keine ärztliche Beratung – dieser Artikel gibt lediglich Informationen wieder, welche öffentlich zugänglich im Internet zu finden sind.