US-Banken machen Cannabis Geschäfte

Neue Zahlen vom Finanzministerium zeigen eine rasante Zunahme von Geschäften, die Banken und sonstige Kreditinstitute in den USA rund um Cannabis machen. (Bild von David Mark auf Pixabay)

Eigentlich ist der sogenannte Safe Act für die Banken in den USA noch im Kongress, doch die Geldhäuser wollen oft nicht mehr warten für die rechtliche Absicherung rund um Cannabis und geben bereits jetzt weit mehr Kredite als jemals zuvor! Im Zuge der Legalisierung in immer mehr Bundesstaaten wird Hanf als Business ein Milliardengeschäft für sehr viele Bereiche, woran selbstverständlich die in Amerika immer präsenten Kreditinstitute auch mitverdienen wollen.

Neue Zahlen aus dem Finanzministerium zu den Hanf Krediten

Laut den Berichten direkt vom Finanzminister haben rund 500 Banken Gelddienstleistungen angeboten rund um Haschisch und Marihuana, dazu kamen noch mal gut 140 Credit Unions, das sind so Kredit Kooperativen, die keinen Gewinn machen, vergleichbar noch am ehesten mit unseren Volksbanken-Genossenschaften. Im Jahr zuvor waren es in der Summe gerade mal 400 Institute – das ist eine ordentliche Steigerung und zeigt das große Interesse am boomenden Cannabis Business.

Hot Spots sind der nordwestliche Pazifik, also Oregon und Washington, wobei hier dann auch im letzten Jahr mit deutlichen Anstieg Kalifornien dazugekommen ist – das sind alles Legal States, wo Ihr den Hanf als Erwachsene problemlos kaufen und anbauen dürft. Und bemerkenswert ist auch, dass offenbar die genannten Kooperativen häufiger Cannabis Kredite geben als die kommerziellen Banken, die eigentlich der Anzahl nach viel mehr sind in den USA!

Warum das Kreditgewerbe für Cannabis so wichtig ist

Vom Anbau über die Lagerung bis zum Verkauf oder der Lieferung von Hanf online: Überall wird Geld bewegt und das ist häufig noch Bargeld und damit müssen viele seriöse, legale Cannabishändler agieren wie mexikanische Drogenbarone mit Bündeln voller Cash! Auch die Angestellten müssen bezahlt werden, zugleich sind Steuerhinterziehung und das Arbeiten ohne Rechnung verständlicherweise oft verlockend, wenn es an den üblichen Vorgaben und Verfahren fehlt.  

Und eigentlich sind die Banken auch schon sicher aufgestellt, weil bis dato kein einziges Kreditinstitut rechtlich belangt wurde – selbst die ganz großen Unternehmen an der Wall Street wittern beim Hanf jetzt Morgenluft. Experten meinen zwar, die vom Finanzministerium genannten Zahlen sind zu hoch und in Wirklichkeit sind es keine 50 Institute respektive Banken, die wirklich aktiv bei Cannabis mitmischen, doch was solls – das Gewerbe kommt auch finanziell ins Rollen und mit dem eingangs erwähnten, umfassenden Schutzgesetz in den USA für die Geldhäuser wird das noch sprunghaft zunehmen. Wenn Schätzungen zufolge in den nächsten Jahren hunderte Milliarden Dollar umgesetzt werden mit Haschisch und Marihuana, dann dürfte man hierfür nicht mehr Bargeld verwenden – auch zu Blockchain und Co gibt’s erste Ansätze, was Cannabis zu einer echten Zukunftsbranche mit Aussicht macht.