Investoren Cannabis

In den USA reißen sich Investoren um das Cannabis Business – begehrt sind Warenhäuser, Anbauflächen und Ladenflächen in den Legal States (Bild von Tumisu auf Pixabay).

Cannabis Aktien sind ja gerade in einer schwierigen Phase, doch wer über den Tellerrand schaut, der erkennt den in Übersee ungebrochenen Boom beim Hanf. So wurden jetzt Zahlen bekannt, nach denen sich Hedgefonds und Großanleger bei ihren Investments stark in den Legal States engagieren und ähnlich wie in Ostdeutschland große Agrarflächen kaufen! Auch Warenhäuser und so manche Ladenfläche zur Einrichtung der Fachgeschäfte für Haschisch und Marihuana sind extrem begehrt. Offenbar glauben die großen Investoren unvermindert an Cannabis und die Erfolgsstorys, schließlich haben wir es mit nicht weniger als der Installation eines neuen, legalen Genussmittels zu tun, das zugleich auch bestens als Medizin taugt. Wer will da noch außerhalb vom Alkoholstaat Deutschland viel Geld etwa in einen Weinberg stecken?

Cannabis legal lockt Big Money an

Davon haben alle was, die Investoren, Kiffer, Patienten und der Staat mit zusätzlichen Steuern! Gerade wurden hierzu 600 Unternehmen mit der Kohle für ein Investment ausgiebig befragt und die äußern sich sehr positiv gegenüber den Legal States mit frei verkäuflichem Cannabis. Dabei spielt es keine Rolle, ob es nun um Outdoor Growing geht und um die entsprechenden Flächen oder eben um das seit Jahren leerstehende, ehemalige Shopping-Center. Investoren greifen zu und derzeit sind besonders folgende Bundesstaaten begehrt:

  • Washington
  • Colorado
  • Alaska
  • Oregon
  • Kalifornien

Ihr könnt schon sehen: Das sind alles Staaten, die vor 2016 den Hanf legalisierten. Dort sind die Investments besonders hoch und danach folgen dann die anderen Ecken in den USA, etwa Nevada oder Vermont. Möglicherweise vertrauen die Geldgeber auf eine bereits stabilisierte Rechtslage vor Ort, schließlich besteht manchmal noch ein wenig Willkür und selbst der zeternde Präsident Trump im Weißen Haus hetzt öfters mal gegen Hanfmedizin. Er dürfte aber in einem Bundesstaat kein Gehör finden, der schon lange eine erfolgreiche Cannabiswirtschaft aufgebaut hat und hier wandert dann das Geld in die genannten Anlageobjekte.

Blase oder nachhaltige Hanf Ökonomie?

In Berlin und anderen deutschen Städten haben die Heuschrecken vom Finanzmarkt ganze Straßenzüge aufgekauft und erhoffen sich selbst bei Leerstand noch gute Renditen. Das ist zweifellos eine Mega-Blase am Immobilienmarkt, doch beim Cannabis handelt es sich um eine Freigabe eines Genussmittels, das für Millionen Menschen auch als Medizin zum Alltag gehört. Hier zu investieren ist schlau und in den USA vielleicht vergleichbar mit den Jahren nach dem Ende der Alkohol Prohibition vor bald hundert Jahren, als ebenso Brauereien und Schnapsbrenner-Buden aus dem Boden schossen. Die Zuwachsraten sind viel höher als in Staaten, die den Hanf verbieten und ganz folgerichtig sahnen die erwähnten Legal States ab, es gibt ja auch beim Immobilienkauf Steuerabgaben und eine funktionierende Wirtschaft bringt den Regierungen vor Ort viel Kohle.

Cannabis Aktien vielseitig sondieren: Auf Unternehmen wetten, die mit Land und Fläche rund um Hanf Geld verdienen, ist möglicherweise für umtriebige Anleger eine große Chance. In den USA sind ja auch die Zinsen noch recht niedrig, der Streit von Trump mit der Notenbank wird wohl eher zu weiteren Senkungen als stark steigenden Kosten für Kredite führen. Wenn ein Unternehmen viel Land kauf und besitzt, dazu Immobilien die für Cannabis in ganz unterschiedlicher Aufmachung geeignet sind, dann kann das nur gut sein für die Rendite und hier können natürlich auch Privatinvestoren sich ein Stück vom Boom abschneiden.