Entkriminalisierung beim Hanf

Wie steht es um Hanf in Israel mitten im Wahlkampf?

Der Judenstaat am Jordan war beim THC.Guide in den letzten Wochen häufig Thema – man forscht halt kräftig am Cannabis in Israel und auch für Konsumenten selbst wird nun etwas getan. In den nächsten drei Jahren und im Rahmen eines Versuchs will die Regierung kleinere Mengen von Haschisch und Marihuana nicht mehr zur Anzeige bringen – ist das ein Durchbruch im Heiligen Land hin zu Cannabis für alle?

Netanjahu und die Doppelmoral der Politik beim Cannabis

Der aktuelle Premierminister Netanjahu tut sicher alles, um Israel vor seinen Feinden zu schützen, aber ob dieser Mann nun ausgerechnet auch gut ist für Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung der Bürger, das lassen wir mal dahingestellt. So wird die Strafverfolgung für Kiffer natürlich nicht abgeschafft und es ist schon etwas Heuchelei bei dieser ganzen Aktion am Start. Wer zum ersten Mal erwischt wird, muss 1000 Schekel zahlen und gut, eine Anzeige und vor allem eine Listung in den üblichen Registern der Polizei hingegen soll es nicht mehr geben! Bei wiederholten Verstößen ziehen die Strafen dann schnell an und es drohen weiterhin Geldstrafen oder der Entzug von Lizenzen wie dem Führerschein oder der Erlaubnis, eine Waffe zu tragen. Damit ist klar: Cannabis ist böse, schlecht und gemein aus Sicht der Regierung und wir geben lediglich kleinen Ausreißern eine zweite Chance! Zwar sind das alles erwachsene Bürger, aber egal. Immerhin wird diese Praxis in Portugal schon seit längerer Zeit praktiziert, recht erfolgreich, aber eine richtige Freigabe ist das natürlich nicht.

Lustig ist auch, dass es wie zu erwarten keine Mindestmengen gibt, es also der Willkür der Polizei überlassen bleibt, Kiffer festzunehmen oder halt nicht. Allerdings finden wir eine Empfehlung von 15 Gramm, das soll wohl eine Obergrenze darstellen, ausgestellt von der Anti-Drogen Behörde im Judenstaat. Versucht sich Netanjahu also Luft zu kaufen im Wahlkampf, in dem viele Bewerber die Legalisierung von Cannabis befürworten?