Cannabis Hamsterkäufe

In Kanada gehen die Cannabis Hamsterkäufe langsam zurück, was vielleicht für ein Abflauen der Krise spricht mit Hanf und Kiffen als Indikatoren (Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay).

Ist das vielleicht ein Anzeichen für das Ende der Coronakrise? Berichten aus Kanada zufolge sinken offenbar die Cannabis Hamsterkäufe, die zum Symbol wurden für Kiffer und Hanfpatienten auf der Suche nach einem in der Quarantäne hilfreichen Genussmittel. Dieser Habit für maximales Volumen beim Gras einkaufen geht nun zurück, das geben gerade einige Chefs bei als Cannabis Aktien an der Börse notierten Unternehmen zum Besten. Offensichtlich vertrauen die Konsumenten in die zuletzt brüchige Lieferkette und Hanf als Branche und Business erfährt eine weitere Normalisierung.

Haben wir die Spitzen beim Cannabis auf Vorrat gesehen?

Wahrscheinlich. Einmal deckten sich im März und April Millionen Menschen direkt in den Hanfläden ein aus Sorge, das Gras könnte genauso knapp werden wie Klopapier. Das hat sich nicht bewahrheitet, allein in deutschen Apotheken ist zum Vergleich selbstverständlich das Marihuana als Medizin fast ständig ausverkauft wegen politisch völlig inkompetenter Fehlplanung. In Kanada hingegen dürfen erwachsene und freie Menschen nicht nur Bier trinken, sondern Cannabis konsumieren und schon im April begannen die Verkaufszahlen zu sinken.

Megatrend Cannabis online kaufen und liefern lassen: Das spielt sicher auch eine Rolle, da die Berichte aus dem Geschäft mit Haschisch und Marihuana auf Lager nur eine Seite sind der Medaille, zum anderen verlagern viele Hanf User den Einkauf ins Internet. In Windeseile haben sich sowohl die Politik in Übersee wie auch die Cannabis Hersteller selbst darauf eingestellt. Es gibt praktische Apps zum Download für das Handy, da kann jeder in Kanada sich das Gras ganz simpel ordern und ins Homeoffice liefern lassen. 

Neue Ware im Hanfladen wird schnell abverkauft

Gut, das kennen wir aus anderen Branchen auch etwa bei frischem Obst und Gemüse, aber Cannabis ist auch als Essen und Trinken beliebt, Fachbezeichnung Edibles, und viele Kunden greifen sofort zu, wenn da eine neue Lieferung aus der Küche respektive dem Labor eintrifft. Preislich kann Cannabis 2.0 mit Keks und Drinks mittlerweile sogar mit dem Schwarzmarkt konkurrieren und ohnehin kaufen immer mehr Leute in diesen Zeiten dann doch besser im zertifizierten Fachgeschäft. Um freilich diese enorme Nachfrage zu decken, hatten die Cannabis Unternehmen im Land des Ahornblatts einige Herausforderungen zu lösen:

  • Hygieneregeln neu aufstellen und vom Cannabisfeld bis zum Hanfladen umsetzen,
  • ausreichend Personal zur Verfügung zu haben, dafür gab es auch Boni,
  • Gesundheitstest am Arbeitsplatz beziehungsweise eine intensive Kontrolle der Mitarbeiter auf mögliche Coronavirus-Verdachtsfälle und
  • politische Intervention bis zur Erklärung, dass die Cannabisbranche in den Bereich essentielle Grundversorgung fällt.

Auch gibt es wohl dringend Bedarf an Arbeitskräften! Zunächst wurden ja auch bei einigen größeren Hanf Firmen Mitarbeiter wegen der Pandemie entlassen, aber das ist schon wieder passé und die Jobmaschine Cannabis läuft rund. Die Kunden jedenfalls machen sich wieder lockerer, wollen nicht mehr den einen großen „letzten“ Einkauf machen wie noch vor Wochen oft zu hören im Fachhandel – nun gilt die Devise vom Business as usual und vielleicht ist ja Hanf an dieser Stelle ein Vorreiter für ein Ende der Krise, die uns ein in China vertuschtes Coronavirus beschert hat?