CDU will Kiffer einsperren

Bei einem Interview im Radio hat der Chef der Berliner Christdemokraten Dregger bekanntgegeben, dass die CDU Kiffer einsperren will – was steckt dahinter? (Bild von moerschy auf Pixabay).

Neben den Heuchlern bei den Grünen ist beim Thema Cannabis natürlich die CDU die Nummer 1, wenn es um möglichst dumme und unrealistische Konzepte geht. So wird Hanf zwar auch im von den Christdemokraten gepriesenen Amerika erlaubt für freie Bürger, aber zu Hause in Deutschland sollen die Leute doch bitte weiterhin unter der Merkel Knute bleiben. Vor allem Kiffen ist ultragefährlich und ohnehin schlecht, böse, gemein, was nun auch wieder durch eine klare Law and Order Politik in Berlin durchgesetzt werden soll. Die Berliner CDU will Kiffer einsperren, ohne Wenn und Aber und zeigt sich damit erneut inkompetent – wir haben das Salbei auf dem Wahlplakat gegen Hanf nicht vergessen!

Null Toleranz als Zukunftskonzept beim Cannabis

Das Versagen auf ganzer Linie von der bombastisch beschriebenen, aber total gescheiterten Energiewende bis zur verrotteten Bundeswehr kennen wir die Inkompetenz der CDU bestens auf Bundesebene unter Angela Merkel. In Berlin sind die Christdemokraten aber immer noch ein Stückweit dämlicher unterwegs, das zeigt sich beim Cannabis sehr deutlich. Anstatt auf die Veränderungen in der Welt einzugehen, fordert der Chef Burkard Dregger doch tatsächlich die Absenkung der in Deutschland und in Berlin geltenden Eigenbedarfsgrenze.

Bei geringen Mengen Gras Verfahren einstellen: Diese Grenze drückt bisher das Entgegenkommen der Politik aus, bei wirklich nur ein paar Gramm Hanf in der Tasche kein Strafverfahren zu eröffnen. Gerichte werden entlastet, kiffende Bürger nicht wie Schwerkriminelle behandelt. Eigentlich eine gute Idee, was der CDU Berlin deshalb natürlich nicht recht und auch nicht billig sein kann.

Die Polizei soll laut Dregger endlich wieder knüppeln dürfen bei einem Joint in der Hand und wirklich jeder Brocken Haschisch und jede noch so kleine Grasblüte muss mit aller Härte der Gesetze geahndet werden! Man habe dazu schon einen Antrag im Abgeordnetenhaus Berlin eingebracht und an dieser Stelle können wir Kiffer und Hanfpatienten auch mal froh sein, dass in der Hauptstadt die ansonsten wenig inspirierende Rot-Rot-Grüne Koalition regiert und eben nicht die martialisch auftretende CDU.

15 Gramm Gras sind laut Dregger eine „Händlermenge“

Wenn nun jemand mit 15 Flaschen Korn angetroffen wird, dann lachen die Beamten und die CDU Berlin prostet dem wahrscheinlich schwer alkoholkranken Trinker zu – doch beim Gras ist eine solche Menge in Gramm unbedingt zu bestrafen. Kauft sich ein Kiffer für die Party am Wochenende Gras, dann will die CDU den Typen unbedingt hinter Gittern sehen! Die Staatsanwälte sollen nicht mehr einstellen, sondern alles und jeden verfolgen, weil die Gerichte ja nicht ausgelastet sind mit arabischen Clans und Co. Auch wird vom Dregger Sheriff mal wieder verwiesen auf den Görlitzer Park, wo Patienten und Smoker problemlos Haschisch und Marihuana von den Dealern kaufen können. Zwar wäre es dringend nötig, das Cannabis allein schon aus Fürsorgegründen gegenüber der Volksgesundheit zu legalisieren, aber das ist der CDU Berlin zu erwarten vollkommen egal.

Die möchte nah beim Park eine Art Beratungsstelle einrichten. Offenbar stellt man sich vor, dass viele Kiffer nach dem Cannabis kaufen zur CDU laufen und sich dort ausheulen, weil sie gewissermaßen von der Sucht nach dem Gras zum Dealer gezwungen wurden. Oder so ähnlich – wir kennen die Ordnungsfantasien der Christdemokraten leider nicht bis in das letzte Detail. Selbstverständlich soll der Ausbau eines Cafés zur CDU-Entzugsstation mit Landesmitteln und damit Steuergeld finanziert werden. Wir sind gespannt, welche Reaktionen es gibt – alles außer ein großer Lacher von den anderen Parteien wäre absurd und ein Ausweis von vergleichbarer Inkompetenz.