Kiffer ohne WaffenDie Legalisierung von Cannabis in Deutschland braucht noch eine Weile und das liegt selbstredend an den verantwortlichen Politikern, die sich derzeit vor allem um den Familiennachzug für möglichst viele Flüchtlinge und deren Sippen kümmern, während die Rechte für Einheimische eher selten positiv ausgeweitet werden. Die sich anbahnende Große Koalition ist ein Skandal für sich, das können wir hier nicht diskutieren, aber diese Woche gab es für Hanf-Freunde weniger gute Nachrichten – außer aus Österreich, wie wir gleich sehen werden.

Kiffer müssen in Bayern Waffenschein abgeben!

Es sind bis dato abertausende Fälle bekannt, in denen Kiffer bewaffnet mit Gewehr und Pistole Geschäfte und Bürger überfallen und das nur, um an Geld für die immense Sucht und Abhängigkeit vom Cannabis zu kommen. Natürlich ist das absurd, aber in etwa die Sicht der Behörden in Bayern, wo Patienten mit Medizinalhanf tatsächlich den Waffenschein verlieren! Das Verwaltungsgericht München gab dies gerade bekannt und meint, ein sachgemäßer Umgang mit Waffen wäre für Cannabiskonsumenten ausgeschlossen, ja unmöglich.

Cannabis konsumieren oder Bürgerrechte?

Nun ist das sicher ein typischer Fall deutscher und vor allem bayrischer Ministerialbehörden-Bürokratie und wir sollten das nicht überbewerten. Auf der anderen Seite wird dem schweren Säufer sicher kein Bürgerrecht einfach so entzogen und mal wieder müssen Haschisch und Marihuana als besonders gefährliche und deshalb zu diskriminierende Droge herhalten. Was kommt als nächstes? Vielleicht das Recht Kinder zu zeugen (Erbschäden durch Cannabis) oder ein Haus zu bauen (Illegaler Anbau von Hanfpflanzen dadurch möglich)? Es ist wichtig, dass Betroffenen gegen solche Urteile möglichst weit klagen, denn auch wenn die Justiz in Deutschland mittlerweile ziemlich korrupt und heruntergekommen agiert – es gibt sicher noch den einen oder anderen Richter, der nicht nur den Systemerhalt, sondern das Wohl des Bürgers im Sinne hat.

Wie die SPD in Bremen beim Hanf das Wort bricht

Die mit Abstand lächerlichste Partei Deutschland ist dieser Tage die SPD und während es in der Bundesspitze mit den Pappnasen von Schulz bis Schwesig vor allem um das Wohl der Flüchtlinge geht, ist man sich auf Landesebene auch nicht zu schade, die Kiffer zu verarschen und den eigenen Koalitionspartner. So geschehen gerade eben in Bremen, wo die Vereinbarung von Rot-Grün eigentlich eine Entkriminalisierung von Haschisch und Marihuana an der Weser vorsah. Konkret ging es auch die Anhebung der Mindestmenge, doch das wurde einfach kassiert und die SPD meinte in einer Stellungnahme noch, dass die bundesweiten Initiativen zur Legalisierung von Cannabis nicht durch Landespolitik konterkariert werden sollte!

Wie bitte? Bundesweite Freigabe von Hanf? Hat sich da jemand verplappert? Eher nicht! Vielmehr hat die SPD ihr Lügengesicht ein weiteres Mal in die Sonne gehalten und einfach geschwätzt, was sich Kiffer und Medizinalhanf-Patienten erwarten, auch wenn die Sozialdemokraten von sich aus niemals etwas für die Bürgerrechte im Lande tun würden. Doch THC.Guide rät zur Vorsicht: Der Bocksgesang der Grünen in Bremen ist auf keinen Fall eine Serenade pro Cannabis!

Warum das Gejammer der Grünen nur Heuchelei ist

Diese Partei hat Cannabis vorgeblich seit Jahrzehnten auf den Fahnen, hat dabei sieben Jahre im Bund und unzählige Jahre in vielen Bundesländern Regierungsverantwortung getragen. Passiert ist nichts! In NRW beispielsweise, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, hätte man locker ein Initiative, einen Modellversuch starten können, aber die Grünen sind nun mal mit Abstand die größten Heuchler, denen es in erster Linie um die eigenen Pfründe geht, weiter nix. In der Bibel ist zu lesen: „An den Früchten sollt´ Ihr sie erkennen“ (Matt. 7,16) und die Früchte, also die Ergebnisse ihrer Hanfpolitik, die zeugen gegen die Grünen, was dann auch jedem Kiffer vor der Wahl zu denken geben sollte.

Wird Jens Spahn neuer Gesundheitsminister?

So langsam wächst die neue Große Koalition zusammen und es beginnt die Verteilung der Pfründe und Steuergelder an die Parteien. Logischerweise gibt es auch Personaldebatten und für uns Kiffer wie Patienten von Cannabis als Medizin ist vor allem das Gesundheitsministerium, die Justiz und das Innere wichtig. Der neue Innenminister dürfte sich aber mit den zunehmenden Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Flüchtlingen herumschlagen und die Justiz hat wie so oft mit sich selbst zu tun und wir müssen mal schauen, was der derzeit diskutierte Jens Spahn, der schwule CDU Hans Dampf in allen Gassen, als möglicher Gesundheitschef beim Hanf ändern würde.

Was Spahn und die CDU zum Thema Cannabis sagen

Ganz ehrlich: Spahn wäre eine Katastrophe! Während der derzeitige Minister Gröhe zwar fachlich ebenfalls unfähig ist, sich extrem bräsig, aber dafür immerhin populistisch gibt und so schon mal auf die Cannabisärzte hört, ist Spahn einfach nur ein konservativer Ideologe. Schon mehrfach hat der 37jährige darauf hingewiesen, dass er Haschisch und Marihuana fast so sehr hasst wie Jeff Sessions in den USA, ohne dabei natürlich eigenen Erfahrungen gesammelt zu haben. Jens Spahn ist eine typische Karriereristen-Figur ohne Bezug zur Realität, wohl mit einem Gespür für gewisse Stimmungen in der Bevölkerung, wenn es gegen Kanzlerin Merkel geht! Mit diesem Herrn an der Spitze wird es keine Legalisierung geben, wohl aber sind steuerliche Erleichterungen für Schnapsfabriken und Bierbrauer möglich, dann auch angeregt vom Gesundheitsministerium.

Steuerschätzung für Österreich bei einer Cannabis-Legalisierung

Auch in Österreich wird gerne gekifft und selbst wenn das von der neuen Kurz-Regierung aus ÖVP und SPÖ beflissentlich ignoriert und nach Möglichkeit sogar stigmatisiert wird, so bleibt doch noch Raum für Spekulation über mögliche Vorteile einer Legalisierung. Zwar sollen vielleicht schon bald Hanfsamen verboten werden in Österreich wie auch der Verkauf von Nutzhanf-Stecklingen (!), doch gibt es neue Studien, die der Alpenrepublik fantastische Möglichkeiten und vor allem massive Steuereinnahmen bei einer Hanf-Freigabe in Aussicht stellen.

Zahlen zum Kiffen in Österreich

Rund 50 Millionen Euro Umsatz könnte der Staat allein in der Hauptstadt Wien einnehmen, bei einem angenommenen Verbrauch von etwa 6 Tonnen Cannabis pro Jahr, gerechnet mit einem Zehner pro Gramm Haschisch oder Marihuana. Im Vergleich dazu wird die Steuerlast in den Legal States von Amerika herangezogen und so wären mehr als 10 Millionen Euro sicher im Staatssäckel von Wien, während andere Metropolen wie etwa Graz immerhin noch mit gut 1 Million Einnahmen für öffentliche Zwecke rechnen könnten!

Ob sich die betont wirtschaftsfreundliche Regierung davon wird beeinflussen lassen? So schnell wahrscheinlich nicht, bei Kurz und Strache kommt jetzt erstmal die Ideologie, aber nach einer Weile und entsprechenden Veränderungen auch in europäischen Nachbarländern könnte auch Österreich eines Tages zu einer coolen Destination für Kiffer-Reisen werden.