Bahamas Kirche Cannabis

Die Kirche auf den Bahamas unterstützt die Cannabis Freigabe, allerdings nur als Medizin und diese sakrale Initiative haben wir uns mal vor die Linse geholt (Bild von Oscar HENAO auf Pixabay).

Der Klerus ist beim Thema Hanf wenig ergiebig gewesen und in Europa wird beim Gottesdienst Wein getrunken als Fleisch des Herrn – einen Joint und damit beim Gras sozusagen das Gewebe des Erlösers zu konsumieren, das ist der Kirche bisher nicht eingefallen. Aber immerhin stellen sich Geistliche in puncto moderne Drogenpolitik nicht überall quer und stur, sondern unterstützen ganz aktuell als Kirche auf den Bahamas Cannabis als Medizin. Das soll erlaubt werden in Nassau und Co, doch eben erstmal nur auf Rezept, was für den Klerus ok wäre – einer Verwendung von Gras zur bloßen Entspannung und damit das Kiffen als Genussmittel hingegen wollen die Priester aktuell in der Karibik noch nicht gestatten.

Welchen Einfluss hat der Bahamas Christian Council?

Geistliche sitzen in Mittel- und Südamerika noch mit am Tisch, auch in Afrika und in der Vatikanstadt ist die Erde noch eine Scheibe und die Menschen werden durch den Klerus umfassend belehrt. Die genannte Kirche jedenfalls mischt sich direkt ein in die Debatte und lehnt Kiffen ab zum Spaß und auch zu sakralen Zwecken, wie das demgegenüber als Marihuana Glaubensgemeinschaft beispielsweise bei den Rastafaris der Fall ist. Die kiffen bekanntlich als Gottesdienst, zelebrieren Cannabis Messen und selbstverständlich sind der Papst, die Kardinäle und alle anderen Würdenträger von solch satanischem Treiben nicht angetan.

Deshalb ist auf den Bahamas der Hanf als Genussmittel durch die Geistlichkeit abzulehnen:

  • es wirkt bewusstseinsverändernd und könnte vom Gebet und den Geboten ablenken,
  • es macht eventuell dumm, auch wenn sich die Kirche hier selbst ins Wort fährt und nur von einigen möglicherweise dann irregeleiteten Schafen spricht – Kiffen macht blöd ist in 2020 nun wirklich nur noch für einige deutsche Politiker eine Art gelebter Mythos,
  • Kiffen beeinträchtigt die Sicherheit im Straßenverkehr,
  • hat einen negativen Einfluss auf das Hirnwachstum von Kindern und Jugendlichen und
  • reduziert die allgemeine Produktivität.

Nun ist die Kirche nicht gerade bekannt für ihre hohe Produktivität, niemand fordert Cannabis für Kinder und beim Autofahren sollten wir wohl eher auf den Alkohol schauen, als angebliche Gefahren zu beschwören. Auch fragt sich, wie der Klerus dann wiederum Hanfmedizin in Ordnung fände – wo ist dann der Unterschied beim Autofahren zwischen Genusskiffer und Cannabispatient?

Rastafaris bekommen keinen kirchlichen Segen

Deren Bestreben, das Gras als heilig und unmittelbare Gotteserfahrung zu achten, ist für die Kirche absurd und man fühlt sich vielleicht an christliche Freaks wie die Täuferbewegung, die Arianer oder auch die Heiligen der letzten Tage erinnert. Weil die Rastafaris aber auch Gottes Kinder sind nach Auffassung der Geistlichkeit auf den Bahamas, sollte ihr Graskonsum nicht mehr bestraft werden. Einen Wirtschaftsboom durch Gras sieht man nicht, die Bahamas sind ja jetzt nicht so arm und bei Kiffen legal kämen wohl vor allen Amerikaner mit dem Joint in der Hand auf die Insel und bald sehe es in Nassau aus wie in einer Mischung aus Amsterdamer Coffee Shops und der Kopenhagener Pusher Street, das könne niemand wollen.

Hanf legal auf dem Stimmzettel: Nun ist das aber nur eine Meinung und zwar von eher älteren Herren, die Sorge haben um die bewusst etwas dämlich gehaltene Schafsherde an Untergebenen und Mitte April wird dann das Volk über eine mögliche Cannabis Legalisierung abstimmen. Die Kirche ist für Cannabismedizin, doch der Stimmzettel wird noch viele weitere Optionen für die Freigabe beinhalten – eine Ankurbelung des Hanf Tourismus ist dabei, die Löschung einstiger Vergehen aus dem Strafregister wegen Gras und eben der Aufbau einer Cannabismedizin mit Behandlungszentren. Wir sind gespannt, wie sich die Leute auf den Bahamas zum Hanf positionieren, schließlich haben es die Bürger in dieser echten Demokratie selbst in Hand, ganz im Gegenteil etwa zu Deutschland.